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Außengastronomie im Winter: Warum sich die Terrasse auch in der kalten Jahreszeit lohnen kann

Außengastronomie im Winter bedeutet für viele Restaurants zunächst weniger verfügbare Plätze: Sobald die Temperaturen sinken, bleiben Terrassen und Biergärten häufig ungenutzt. Damit fällt ein Teil der Kapazität weg, der in den Sommermonaten ganz selbstverständlich zum gastronomischen Betrieb gehört.

Gleichzeitig beginnt mit Herbst und Winter eine interessante Saison für Weihnachtsfeiern, Firmenveranstaltungen, Familienfeiern und größere Gruppen. Gerade dann kann zusätzlicher, wettergeschützter Raum neue Möglichkeiten schaffen.

Eine temporäre Winterterrasse setzt genau hier an: Sie macht vorhandene Außenflächen auch in der kalten Jahreszeit nutzbar. Doch lohnt es sich, Terrasse oder Biergarten dafür umzurüsten? Entscheidend ist nicht allein die Zahl der zusätzlichen Sitzplätze. Auch Auslastung, mögliche Veranstaltungen, Personaleinsatz, Gästeerlebnis und die Vermarktung des zusätzlichen Raums bestimmen, ob aus einer bislang saisonal genutzten Fläche ein wirtschaftlich interessanter Gastraum werden kann.

Warum die Außengastronomie im Winter wirtschaftlich interessant sein kann

Terrassen, Biergärten und andere Außenbereiche sind für viele Gastronomiebetriebe ein wichtiger Teil der verfügbaren Kapazität. Während diese Flächen im Frühjahr und Sommer selbstverständlich bewirtschaftet werden, verändert sich die Situation mit sinkenden Temperaturen: Die Nachfrage nach ungeschützten Außenplätzen nimmt ab und ein Teil der vorhandenen Fläche lässt sich kaum noch sinnvoll nutzen.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lohnt es sich deshalb, die Terrasse nicht ausschließlich als saisonale Außenfläche zu betrachten. Interessanter ist die Frage, welches wirtschaftliche Potenzial in einer bereits vorhandenen Fläche steckt, wenn sie länger im Jahr genutzt werden kann.

Eine temporäre, wettergeschützte Winterterrasse kann zusätzliche Kapazitäten schaffen, ohne dass dafür dauerhaft neue Gasträume entstehen müssen. Wie interessant das für einen Betrieb tatsächlich ist, hängt jedoch stark von dessen individueller Situation ab.

Vorhandene Außenflächen länger wirtschaftlich nutzen

Der grundlegende Gedanke ist einfach: Die Fläche ist bereits vorhanden. Während sie im Sommer zur Wertschöpfung beiträgt, steht sie in der kalten Jahreszeit häufig leer oder wird nur eingeschränkt genutzt.

Wird aus einer Terrasse oder einem Biergarten ein wettergeschützter zusätzlicher Gastraum, verlängert sich der Zeitraum, in dem diese Fläche bewirtschaftet werden kann. Damit entsteht zunächst einmal zusätzliche verkaufbare Kapazität.

Das allein macht eine Winterterrasse allerdings noch nicht wirtschaftlich. Entscheidend ist, ob für die zusätzlichen Plätze auch eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist oder geschaffen werden kann. Ein Betrieb, der seinen Innenbereich an vielen Winterabenden bereits gut auslastet und regelmäßig Anfragen größerer Gruppen erhält, hat beispielsweise eine andere Ausgangssituation als ein Restaurant, das auch im Innenbereich noch freie Kapazitäten besitzt.

Die zentrale Frage lautet daher nicht:

„Wie viele zusätzliche Plätze kann ich schaffen?“

Sondern:

„Wie viele dieser zusätzlichen Plätze kann ich realistisch verkaufen?“

Wer grundsätzlich prüfen möchte, wie sich Terrasse, Biergarten oder andere Außenflächen wettergeschützt nutzen lassen, findet auf unserer Seite Außengastronomie im Winter einen Überblick über mögliche Zeltlösungen, Ausstattung und Einsatzbereiche.

Zusätzliche Kapazität dort schaffen, wo sie tatsächlich benötigt wird

Besonders interessant kann eine Winterterrasse sein, wenn ein Gastronomiebetrieb zu bestimmten Zeiten an seine räumlichen Grenzen stößt.

Das muss nicht bedeuten, dass das Restaurant jeden Tag vollständig ausgelastet ist. Häufig konzentriert sich die Nachfrage auf bestimmte Wochentage, Uhrzeiten und saisonale Anlässe. Freitag- und Samstagabend können beispielsweise sehr gut gebucht sein, während unter der Woche noch Kapazitäten bestehen. In der Vorweihnachtszeit kommen zusätzlich Gruppen- und Firmenanfragen hinzu.

Genau deshalb sollte die Wirtschaftlichkeit einer Winterterrasse nicht ausschließlich anhand einer durchschnittlichen Jahresauslastung bewertet werden.

Für einen Betrieb kann es wirtschaftlich relevanter sein, an 20 besonders nachfragestarken Tagen zusätzliche Kapazitäten verkaufen zu können, als über einen längeren Zeitraum viele zusätzliche Plätze mit geringer Auslastung vorzuhalten.

Für die Planung lohnt sich deshalb ein Blick auf die eigenen Zahlen: Wie häufig werden Reservierungsanfragen aufgrund fehlender Kapazitäten abgelehnt? Wann treten Engpässe auf? Wie groß sind die angefragten Gruppen?

Solche Daten liefern eine wesentlich bessere Entscheidungsgrundlage als eine pauschale Annahme zur Auslastung.

Die Wintersaison bietet zusätzliche Verkaufsanlässe

Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Der Winter ist für die Gastronomie nicht lediglich die Jahreszeit, in der Terrassenplätze wegfallen. Er bringt auch eigene Anlässe mit sich.

Weihnachtsfeiern, Firmenveranstaltungen, Jahresabschlussfeiern, Geburtstage, Familienfeiern oder Treffen größerer Gruppen können zusätzlichen Raumbedarf erzeugen. Eine wettergeschützte Außenfläche kann deshalb nicht nur als Erweiterung des normalen Restaurantbetriebs betrachtet werden, sondern auch als separat vermarktbares saisonales Angebot.

Das verändert die wirtschaftliche Betrachtung.

Zusätzlicher Umsatz muss nicht ausschließlich dadurch entstehen, dass jeden Abend einige Restaurantgäste mehr bewirtet werden. Eine Winterterrasse kann beispielsweise gezielt für Gruppen reserviert, für geschlossene Veranstaltungen genutzt oder mit eigenen saisonalen Angeboten verbunden werden.

Damit können unterschiedliche Erlösmöglichkeiten aus derselben Fläche entstehen:

reguläre Gastronomie → Gruppenreservierungen → Veranstaltungen → saisonale Gastro-Konzepte

Auch zusätzliche Angebote auf der Außenfläche können dabei eine Rolle spielen. Eine Eisstockbahn für Gastronomie und Winterevents kann beispielsweise einen eigenständigen Anlass für Firmenfeiern, Gruppen und saisonale Veranstaltungen schaffen.

Ob sich eine Winterterrasse lohnt, entscheidet die individuelle Rechnung

Pauschale Aussagen wie „Eine Winterterrasse lohnt sich immer“ wären unseriös. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Dazu gehören insbesondere:

Anzahl der zusätzlich nutzbaren Sitzplätze

realistisch zu erwartende Auslastung

durchschnittlicher Umsatz pro Gast

Anzahl der tatsächlichen Nutzungstage

Dauer der Wintersaison

Kosten für Zelt und Ausstattung

zusätzliche betriebliche Aufwendungen

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht die Logik:

Werden 40 zusätzliche Plätze geschaffen und sind diese im Durchschnitt zur Hälfte ausgelastet, entstehen rechnerisch 20 zusätzliche Gäste pro Nutzungstag.

Bei einem durchschnittlichen Umsatz von 35 Euro pro Gast entspricht das einem möglichen zusätzlichen Umsatz von 700 Euro pro Nutzungstag.

Ob daraus am Ende ein wirtschaftlich attraktives Ergebnis entsteht, hängt jedoch auch von Waren-, Personal-, Energie- und weiteren Betriebskosten sowie von den Kosten der Winterterrasse selbst ab.

Eine seriöse Planung sollte deshalb nicht fragen, welchen maximalen Umsatz 40 zusätzliche Plätze theoretisch ermöglichen. Entscheidend ist vielmehr, welches zusätzliche Geschäft unter den konkreten Bedingungen des jeweiligen Betriebs realistisch erscheint.

Wer dafür eine erste Orientierung erhalten möchte, kann das mögliche zusätzliche Umsatzpotenzial mit wenigen Angaben selbst berechnen.

Mehr Sitzplätze bedeuten mehr als nur zusätzliche Tische

Der offensichtlichste Vorteil einer Winterterrasse sind zusätzliche Sitzplätze. Betriebswirtschaftlich greift diese Betrachtung jedoch zu kurz. Zusätzlicher Raum kann einem Gastronomiebetrieb vor allem mehr Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen Nachfragesituationen geben.

Das zeigt sich besonders dann, wenn nicht die grundsätzliche Nachfrage das Problem ist, sondern die vorhandene Raumstruktur.

Kapazitätsengpässe an starken Tagen reduzieren

Viele Gastronomiebetriebe kennen die Situation: An einigen Tagen bleiben Tische frei, während an anderen Tagen Reservierungsanfragen abgelehnt werden müssen. Besonders Wochenenden, Feiertage und die Vorweihnachtszeit können zu solchen Engpässen führen.

Eine zusätzliche Winterfläche kann hier einen Puffer schaffen.

Statt Gäste aufgrund fehlender Plätze abzulehnen, kann ein Teil der Nachfrage in einen zusätzlichen Gastraum gelenkt werden. Das gilt sowohl für einzelne Restaurantgäste als auch für Gruppen.

Dabei ist ein Punkt wichtig: Die zusätzliche Kapazität muss nicht jeden Tag vollständig ausgelastet sein, um einen wirtschaftlichen Nutzen zu haben. Relevant ist vielmehr, ob sie genau zu den Zeiten verfügbar ist, in denen ansonsten Geschäft verloren gehen würde.

Für die Planung lohnt sich deshalb auch hier ein Blick auf die eigenen Reservierungsdaten:

  • Wie häufig müssen Sie Gäste ablehnen?
  • An welchen Tagen fehlen Plätze?
  • Welche Gruppengrößen können Sie derzeit nicht bedienen?

Aus diesen Informationen lässt sich wesentlich besser ableiten, wie viel zusätzliche Kapazität tatsächlich sinnvoll ist.

Größere Gruppen überhaupt erst annehmen können

Noch deutlicher wird der Nutzen bei Gruppenreservierungen.

Eine Anfrage für 30, 40 oder 50 Personen stellt einen Gastronomiebetrieb vor andere Herausforderungen als zehn zusätzliche Einzelgäste. Selbst wenn theoretisch genügend Sitzplätze im Restaurant vorhanden wären, kann eine große Gruppe den regulären Betrieb beeinträchtigen oder sich aufgrund der Raumaufteilung nicht sinnvoll unterbringen lassen.

Ein zusätzlicher, räumlich abgegrenzter Bereich eröffnet andere Möglichkeiten.

Eine Firma kann ihre Weihnachtsfeier gemeinsam in einem eigenen Bereich verbringen. Eine größere Familienfeier muss nicht auf mehrere Räume verteilt werden. Eine geschlossene Gesellschaft kann stattfinden, ohne dass dafür zwangsläufig das gesamte Restaurant reserviert werden muss.

Damit wird aus der zusätzlichen Fläche nicht nur mehr Kapazität, sondern ein eigenständig nutzbarer Veranstaltungsraum.

Für Gastronomen kann genau das wirtschaftlich interessanter sein als die reine Anzahl zusätzlicher Tische.

Aus zusätzlichem Raum können neue gastronomische Angebote entstehen

Der nächste Schritt besteht darin, die Winterterrasse nicht lediglich als Erweiterung des bestehenden Restaurants zu betrachten.

Ein zusätzlicher Raum kann auch als eigenes saisonales Angebot vermarktet werden.

Denkbar sind beispielsweise:

  • Weihnachtsfeiern mit festem Menü
  • Winterabende
  • saisonale Menüs
  • Gruppenarrangements
  • Firmenveranstaltungen
  • private Feiern
  • Glühwein- oder Winterkonzepte
  • Kombinationen aus Gastronomie und Winteraktivitäten

Aus dem zusätzlichen Raum entsteht damit ein eigenständiges gastronomisches Produkt, das einen konkreten Buchungsanlass bietet.

Der Unterschied ist aus Marketingsicht erheblich.

„Wir haben 40 weitere Sitzplätze ist für einen potenziellen Gast kaum ein Grund für einen Besuch.

„Ihre Weihnachtsfeier für bis zu 40 Personen auf unserer beheizten Winterterrasse“ ist dagegen ein konkretes Angebot für ein konkretes Bedürfnis.

Gerade bei Firmen- und Gruppenveranstaltungen kann die Winterterrasse deshalb nicht nur vorhandene Nachfrage aufnehmen, sondern durch die entsprechende Vermarktung auch neue Buchungsanlässe schaffen.

Über Winterevents neue Gäste für das Restaurant gewinnen

Ein weiterer Effekt wird bei einer reinen Umsatzbetrachtung leicht übersehen: Eine Veranstaltung kann für viele Teilnehmer der erste Kontakt mit einem Gastronomiebetrieb sein.

Bei einer Firmenfeier entscheiden beispielsweise nicht alle Gäste selbst, welches Restaurant oder welche Location besucht wird. Ein Mitarbeiter nimmt an der Weihnachtsfeier seines Unternehmens teil und lernt dabei möglicherweise einen Betrieb kennen, den er privat bisher nicht besucht hätte.

Damit entsteht ein neuer Kontaktpunkt.

Überzeugen Küche, Service, Atmosphäre und Gesamterlebnis, kann aus diesem Erstkontakt später ein regulärer Restaurantbesuch entstehen. Vielleicht kommt der Gast mit Familie oder Freunden zurück, empfiehlt das Restaurant weiter oder denkt bei der nächsten eigenen Feier an den Betrieb.

Aus Marketingsicht entsteht damit eine interessante Customer Journey:

Winterevent → Erstkontakt → positives Markenerlebnis → Wiederbesuch → Empfehlung

Dieser Effekt lässt sich nicht so einfach in Euro berechnen wie zusätzliche Sitzplätze oder der durchschnittliche Umsatz pro Gast. Für die Gesamtbetrachtung einer Winterterrasse ist er dennoch relevant.

Erst die geplante Nutzung bestimmt die passende Winterterrasse

Die Planung sollte deshalb nicht bei der Frage beginnen:

„Wie groß kann das Zelt auf meiner Terrasse sein?“

Sinnvoller ist zunächst zu definieren:

Welche Aufgabe soll der zusätzliche Raum für meinen Betrieb erfüllen?

Soll hauptsächlich der reguläre Restaurantbetrieb erweitert werden? Werden zusätzliche Plätze vor allem an stark ausgelasteten Tagen benötigt? Sollen Weihnachts- und Firmenfeiern stärker angeboten werden? Oder soll ein eigenständiges saisonales Gastronomiekonzept entstehen?

Aus diesen Antworten ergeben sich anschließend Anforderungen an Größe, Zeltart, Ausstattung, Möblierung und Atmosphäre.

Einen Überblick über unterschiedliche Möglichkeiten, vom transparenten Glaszelt über Pagoden- und Satteldachzelte bis zur winterlichen mobilen Almhütte, finden Gastronomen auf der Seite Winterterrassen und Zeltlösungen für die Gastronomie.

Die Winterterrasse als Veranstaltungsraum nutzen

Zusätzliche Sitzplätze sind eine Möglichkeit, eine Winterterrasse zu nutzen. Spannend wird sie für viele Gastronomiebetriebe aber dann, wenn daraus ein eigenständiger Bereich für Veranstaltungen und Gruppen entsteht.

Denn für eine Feier gelten andere Anforderungen als für einen normalen Restaurantbesuch. Gruppen möchten zusammensitzen, Unternehmen suchen nach einem passenden Rahmen für ihre Weihnachtsfeier und private Gastgeber wünschen sich häufig einen Bereich, in dem ihre Gesellschaft weitgehend unter sich bleiben kann.

Eine entsprechend geplante Winterterrasse kann genau diese räumliche Trennung ermöglichen und damit das bestehende Veranstaltungsangebot eines Gastronomiebetriebs erweitern.

Weihnachtsfeiern und Firmenevents als eigenes Angebot entwickeln

Die Vorweihnachtszeit bietet Gastronomiebetrieben eine besondere Vermarktungschance. Unternehmen suchen nach Möglichkeiten für Weihnachtsfeiern, Jahresabschlüsse oder gemeinsame Abende mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern.

Dabei wird nicht nur nach einem Tisch für eine bestimmte Personenzahl gesucht. Für die Entscheidung können auch Atmosphäre, Exklusivität und das gemeinsame Erlebnis eine wichtige Rolle spielen.

Eine winterlich gestaltete, beheizte Zeltlösung kann hier ein eigenständiges Angebot schaffen. Statt lediglich zusätzliche Restaurantplätze zu verkaufen, kann der Betrieb beispielsweise ein komplettes Weihnachtsfeier-Paket entwickeln:

Winterlocation + Speisen + Getränke + optionales Rahmenprogramm

Für den Gastronomiebetrieb hat ein solches Paket einen weiteren Vorteil: Leistungen können im Vorfeld besser geplant werden. Gruppengröße, Menü, Getränkeangebot und Ablauf stehen häufig bereits vor der Veranstaltung fest.

Damit wird die Winterterrasse vom zusätzlichen Gastraum zu einem konkret buchbaren Veranstaltungsprodukt.

Auch private Feiern können neue Nutzungsmöglichkeiten schaffen

Nicht nur Unternehmen benötigen größere oder separate Räume. Geburtstage, Jubiläen, Familienfeiern und andere private Anlässe können ebenfalls interessant sein.

Gerade Betriebe ohne eigenen separaten Veranstaltungsraum stoßen hier schnell an Grenzen: Eine größere Gesellschaft benötigt viel Platz und soll gleichzeitig möglichst wenig mit dem normalen Restaurantbetrieb kollidieren.

Eine Winterterrasse kann eine zusätzliche räumliche Option schaffen. Entscheidend ist dabei, sie nicht als improvisierten Ausweichbereich zu verstehen. Ausstattung und Gestaltung sollten zum Anlass und zum gastronomischen Anspruch des Betriebs passen.

Ein gedeckter Tisch, angenehme Temperaturen, stimmige Beleuchtung und ein Blick durch transparente Seitenflächen können dafür sorgen, dass Gäste den Raum als bewusst gewählte Winterlocation wahrnehmen.

Mit eigenen Winterformaten Nachfrage schaffen

Noch interessanter wird die Fläche, wenn ein Gastronomiebetrieb nicht ausschließlich auf externe Veranstaltungsanfragen wartet, sondern selbst Anlässe entwickelt.

Das können beispielsweise Themenabende, Wintermenüs oder saisonale Genussveranstaltungen sein. Auch die Verbindung von Gastronomie und Aktivität eröffnet Möglichkeiten.

Eine Eisstockbahn für Winterevents kann beispielsweise mit Essen und Getränken kombiniert werden. Daraus lässt sich ein Angebot entwickeln, das sich sowohl an Firmen als auch an private Gruppen richtet.

Aus Marketingsicht ist der Unterschied wichtig: Der Betrieb wartet nicht nur darauf, dass Gäste zusätzliche Sitzplätze benötigen. Er schafft mit einem eigenen Format einen konkreten Anlass für einen Besuch.

So kann beispielsweise aus: „Wir haben eine Winterterrasse.“

ein Angebot werden wie:  „Winterabend mit Eisstockschießen, Essen und Getränken für Ihre Weihnachtsfeier.“

Das ist für potenzielle Gäste wesentlich greifbarer und lässt sich über Website, Social Media, Newsletter oder die direkte Ansprache von Unternehmen deutlich besser vermarkten.

Das Veranstaltungskonzept sollte vor der Zeltplanung stehen

Wer eine Winterterrasse gezielt für Veranstaltungen einsetzen möchte, sollte deshalb früh definieren, welche Formate dort stattfinden sollen.

Eine Fläche für das reguläre Abendgeschäft wird möglicherweise anders geplant als ein Bereich für Firmenfeiern mit 60 Personen. Neben der Gästezahl spielen unter anderem Bestuhlung, Laufwege, Service, Beleuchtung und gewünschte Atmosphäre eine Rolle.

Erst wenn die Nutzung klar ist, lässt sich entscheiden, welche räumliche Lösung dazu passt.

Welche unterschiedlichen Zeltvarianten und Ausstattungsmöglichkeiten für die Wintergastronomie infrage kommen, zeigen wir ausführlicher auf der Seite Außengastronomie im Winter.

Mit Winterevents neue Gäste für die reguläre Gastronomie gewinnen

Der wirtschaftliche Wert einer Veranstaltung endet nicht zwangsläufig mit der Rechnung am Ende des Abends. Für einen Gastronomiebetrieb können Winterevents gleichzeitig ein Marketinginstrument zur Gewinnung neuer Gäste sein.

Das gilt besonders für Firmenveranstaltungen und größere Gesellschaften. Denn hier entscheidet häufig nur eine Person oder ein kleines Organisationsteam über die Location, während viele der späteren Teilnehmer den Gastronomiebetrieb möglicherweise noch gar nicht kennen.

Eine Weihnachtsfeier kann dadurch Dutzende potenzielle neue Gäste erstmals mit einem Restaurant in Kontakt bringen.

Die Veranstaltung wird zum ersten Kontakt mit dem Betrieb

Im normalen Restaurantgeschäft muss ein neuer Gast zunächst selbst auf einen Betrieb aufmerksam werden, Interesse entwickeln und sich anschließend für einen Besuch entscheiden.

Bei einer Veranstaltung funktioniert dieser Weg anders. Ein Mitarbeiter besucht beispielsweise die Weihnachtsfeier seines Unternehmens. Die Entscheidung für die Location hat jemand anderes getroffen. Trotzdem erlebt der Teilnehmer an diesem Abend das Restaurant, das Essen, den Service und die Atmosphäre.

Damit entsteht ein Kontakt, für den der Gastronomiebetrieb diesen Gast nicht zunächst individuell als Restaurantbesucher gewinnen musste.

Aus Marketingsicht lässt sich diese Customer Journey vereinfacht so darstellen:

Einladung zum Event → Besuch → gastronomisches Erlebnis → Erinnerung an den Betrieb

Wie wertvoll dieser Kontakt anschließend wird, hängt davon ab, welches Erlebnis der Gast mit dem Betrieb verbindet.

Aus Eventgästen können Restaurantgäste werden

Ein positives Veranstaltungserlebnis kann einen Anlass für einen späteren Besuch schaffen. Wer bei einer Firmenfeier gut gegessen hat, einen aufmerksamen Service erlebt und sich in der Location wohlgefühlt hat, kennt den Betrieb anschließend bereits. Die Hürde für einen späteren privaten Restaurantbesuch ist damit eine andere als bei einem vollkommen unbekannten Restaurant.

Der Gast könnte mit seinem Partner wiederkommen, das Restaurant Freunden empfehlen oder bei der Suche nach einer eigenen Feier an die Location zurückdenken.

Aus einem einzelnen Event entstehen damit potenziell mehrere weitere Kontaktpunkte:

Eventbesuch → privater Restaurantbesuch → Empfehlung → eigene Veranstaltung

Das lässt sich im Vorfeld nicht zuverlässig in zusätzlichen Umsatz umrechnen. Strategisch sollte dieser Effekt trotzdem berücksichtigt werden, wenn ein Gastronomiebetrieb sein Veranstaltungsangebot ausbauen möchte.

Die Winterterrasse sollte die Marke des Restaurants erlebbar machen

Damit dieser Effekt funktioniert, darf die Winterterrasse nicht vollkommen losgelöst vom eigentlichen Gastronomiekonzept wirken. Gäste sollten auch im zusätzlichen Raum erleben, wofür der Betrieb steht.

Das betrifft natürlich Küche und Service, aber ebenso Gestaltung, Atmosphäre und Details. Ein hochwertiges Restaurant wird andere Anforderungen an Mobiliar, Licht und transparente Fassaden haben als ein rustikaler Landgasthof mit winterlicher Zeltalm.

Gerade deshalb bieten unterschiedliche Zeltlösungen gestalterische Möglichkeiten: Transparente Elemente können den Blick auf die winterliche Umgebung öffnen, während Holzelemente und eine entsprechende Ausstattung ein bewusst rustikales Ambiente schaffen.

Die Winterterrasse wird damit nicht nur zum zusätzlichen Raum, sondern zu einem weiteren physischen Kontaktpunkt mit der Gastronomiemarke.

Nach dem Event sollte der Kontakt nicht einfach enden

Aus Marketingsicht wird es besonders interessant, wenn der Gastronomiebetrieb über die Veranstaltung hinausdenkt. Dabei geht es nicht darum, Veranstaltungsteilnehmer ungefragt mit Werbung anzusprechen. Vielmehr kann bereits während des Events sichtbar werden, welche weiteren Angebote der Betrieb bietet.

Das kann beispielsweise über die Speisekarte, Hinweise auf saisonale Veranstaltungen, Social-Media-Kanäle oder einen freiwillig abonnierbaren Newsletter geschehen. Auch ein kleines Angebot für einen späteren Restaurantbesuch kann, sofern es zum Betrieb passt, einen erneuten Besuchsanlass schaffen.

Der entscheidende Gedanke lautet:

Die Veranstaltung bringt Menschen in den Betrieb. Das gastronomische Erlebnis entscheidet mit darüber, ob daraus eine längerfristige Kundenbeziehung entstehen kann.

Damit bekommt die Winterterrasse neben ihrer räumlichen und wirtschaftlichen Funktion eine weitere Perspektive: Sie kann Reichweite im realen Leben schaffen und Menschen mit dem gastronomischen Angebot in Kontakt bringen, die der Betrieb über seine normale Kommunikation möglicherweise nicht erreicht hätte.

Kann eine Winterterrasse die Personalauslastung verbessern?

Eine Winterterrasse schafft zusätzliche Kapazität und damit zunächst auch zusätzliche Arbeit. Mehr Gäste müssen bewirtet, Speisen zubereitet, Getränke serviert und zusätzliche Flächen betreut werden. Deshalb wäre es zu kurz gedacht, zusätzliche Sitzplätze automatisch mit einer besseren Personalauslastung gleichzusetzen.

Interessant wird die Betrachtung dort, wo ein Gastronomiebetrieb bereits über Personal und betriebliche Strukturen verfügt, deren Kapazitäten im Winter nicht durchgehend ausgeschöpft werden. Dann kann zusätzlicher Gastraum dazu beitragen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen. Voraussetzung ist allerdings, dass Küche, Service und Organisation die zusätzliche Gästezahl tatsächlich bewältigen können.

Vorhandene Strukturen besser auslasten

Ein Gastronomiebetrieb benötigt unabhängig von der Zahl der belegten Tische bestimmte personelle und organisatorische Grundstrukturen. Küche, Service, Vorbereitung und Betriebsleitung müssen auch dann funktionieren, wenn der Gastraum nicht vollständig ausgelastet ist.

Zusätzliche Gäste können deshalb wirtschaftlich interessant sein, wenn sie innerhalb der vorhandenen Strukturen bewältigt werden können.

Ein vereinfachtes Beispiel: Ein Restaurant beschäftigt an einem Abend ein Team, das grundsätzlich mehr Gäste bedienen könnte, als aufgrund der verfügbaren Plätze im Innenbereich aufgenommen werden können. In diesem Fall liegt der Engpass nicht beim Personal, sondern bei der verfügbaren bewirtschaftbaren Fläche.

Eine zusätzliche Winterterrasse kann diesen Engpass verschieben. Vorhandene Arbeitskapazität lässt sich besser nutzen, weil mehr Gäste gleichzeitig bewirtet werden können.

Ob dieser Effekt tatsächlich eintritt, muss jedoch für jeden Betrieb individuell betrachtet werden. Ein Restaurant mit bereits stark ausgelasteter Küche oder knapp besetztem Service befindet sich in einer völlig anderen Situation.

Zusätzliche Gäste dürfen Küche und Service nicht überlasten

Die maximale Zahl möglicher Sitzplätze sollte deshalb nie isoliert geplant werden.

Ein Zelt könnte auf einer vorhandenen Fläche beispielsweise Raum für 60 weitere Gäste bieten. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass 60 zusätzliche Plätze für den Betrieb auch sinnvoll sind. Entscheidend ist, ob die bestehenden Abläufe diese Kapazität tragen können.

Gastronomen sollten vor der Planung deshalb unter anderem prüfen:

  • Wie viele zusätzliche Essen kann die Küche zu Stoßzeiten bewältigen?
  • Wie viele weitere Gäste kann das vorhandene Serviceteam betreuen?
  • Werden zusätzliche Laufwege durch die Winterterrasse notwendig?
  • Wie erfolgt die Getränkeversorgung des zusätzlichen Bereichs?
  • Muss zusätzliches Personal eingeplant werden?
  • Lassen sich Veranstaltungen durch feste Menüs oder vorab definierte Angebote besser organisieren?

Damit wird deutlich: Die wirtschaftlich sinnvolle Größe einer Winterterrasse muss nicht der maximal möglichen Größe entsprechen.

Eine etwas kleinere Fläche, die sich gut in bestehende Betriebsabläufe integrieren lässt, kann für einen Gastronomiebetrieb sinnvoller sein als möglichst viele zusätzliche Sitzplätze.

Planbare Veranstaltungen können die Personalplanung erleichtern

Bei Veranstaltungen kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Sie sind häufig früher und konkreter planbar als das reguläre Tagesgeschäft.

Bei einer Firmenweihnachtsfeier stehen beispielsweise Termin und ungefähre Teilnehmerzahl oft bereits vorab fest. Je nach Veranstaltung können auch Menü, Getränkeangebot und Ablauf im Vorfeld vereinbart werden.

Das gibt dem Betrieb eine andere Planungsgrundlage als bei spontanem Restaurantgeschäft.

Personalbedarf und Warenbestellung können auf die erwartete Gästezahl abgestimmt werden. Auch gastronomische Angebote lassen sich so gestalten, dass sie zur verfügbaren Kapazität von Küche und Service passen.

Ein festgelegtes Gruppenmenü kann beispielsweise andere Abläufe ermöglichen als eine Gesellschaft, bei der 50 Gäste gleichzeitig aus der vollständigen Speisekarte bestellen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen gastronomischen Konzept ab.

Die Winterterrasse sollte deshalb nicht nur räumlich geplant werden. Auch das Angebot, das später darin verkauft wird, beeinflusst die betriebliche Effizienz.

Saisonale Kapazität kann zusätzliche Beschäftigung ermöglichen

Je nach Betriebsmodell kann eine längere Nutzung der Außenfläche auch für die saisonale Personalplanung relevant sein.

Betriebe mit starkem Sommergeschäft stehen möglicherweise vor der Situation, dass mit dem Wegfall von Terrasse oder Biergarten gleichzeitig ein erheblicher Teil ihrer bewirtschaftbaren Fläche entfällt. Sinkt dadurch das Gästeaufkommen, verändert sich auch der Personalbedarf.

Eine wettergeschützte Winterfläche kann diese Saisonalität nicht grundsätzlich aufheben. Sie kann aber dazu beitragen, zusätzliche gastronomische Angebote auch in den Herbst- und Wintermonaten zu ermöglichen.

Ob dadurch bestehende Arbeitszeiten besser ausgelastet, Saisonzeiten verlängert oder zusätzliche Mitarbeitende benötigt werden, hängt wiederum vom konkreten Betrieb und der tatsächlichen Nachfrage ab. Gerade deshalb gehört die Personalsituation in eine realistische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Personalkosten gehören in die Wirtschaftlichkeitsrechnung

Unser Umsatzpotenzial-Rechner für Winterterrassen betrachtet zunächst bewusst das mögliche zusätzliche Umsatzpotenzial auf Basis von Sitzplätzen, Auslastung, Umsatz pro Gast und Nutzungsdauer.

Für die tatsächliche betriebswirtschaftliche Entscheidung reicht diese Umsatzbetrachtung allein jedoch nicht aus.

Muss ein Betrieb für die Winterterrasse beispielsweise zusätzliche Servicekräfte einsetzen, verändern sich die Kosten. Gleiches gilt für einen erhöhten Personalbedarf in Küche, Vorbereitung oder Reinigung. Können zusätzliche Gäste dagegen teilweise innerhalb bestehender Kapazitäten bewältigt werden, stellt sich die Rechnung anders dar.

Gastronomen sollten deshalb mindestens zwei Fragen voneinander trennen:

Welchen zusätzlichen Umsatz kann die Winterterrasse ermöglichen?

und

Welche zusätzlichen Kosten entstehen, um diesen Umsatz zu erwirtschaften?

Erst die gemeinsame Betrachtung liefert eine belastbare Grundlage für die Entscheidung.

Nicht die größte, sondern die passende Winterterrasse planen

Für die Planung ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz: Die gewünschte Zahl zusätzlicher Sitzplätze sollte nicht allein anhand der verfügbaren Quadratmeter festgelegt werden.

Fläche, Nachfrage und betriebliche Leistungsfähigkeit müssen zusammenpassen. Wer bereits weiß, wie viele zusätzliche Gäste der eigene Betrieb realistisch bewältigen kann, kann die Winterterrasse entsprechend dimensionieren. Wer noch unsicher ist, sollte diese Frage bereits in die Planung einbeziehen.

Welche Zeltlösung und Größe für die vorhandene Außenfläche grundsätzlich infrage kommen, lässt sich im Rahmen einer individuellen Planung prüfen.

Damit verändert sich die Perspektive noch einmal: Eine Winterterrasse ist nicht automatisch dann erfolgreich, wenn möglichst viele zusätzliche Plätze hineinpassen. Sie muss zur Nachfrage, zur Küche, zum Service und zu den Abläufen des jeweiligen Gastronomiebetriebs passen.

Genau diese betriebliche Perspektive führt zur nächsten Frage: Wenn zusätzlicher Gastraum geschaffen wird, warum sollten Gäste diesen im Winter überhaupt nutzen wollen? Entscheidend dafür ist nicht allein der Wetterschutz, sondern das Erlebnis, das auf einer gut geplanten Winterterrasse entsteht.

Warum Gäste eine Winterterrasse gerne nutzen

Aus Sicht des Betriebs geht es bei einer Winterterrasse um zusätzliche nutzbare Fläche. Für den Gast zählt etwas anderes: Fühlt sich dieser zusätzliche Gastraum angenehm an und bietet er ein Erlebnis, für das ich mich bewusst entscheide?

Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen einer funktionalen Überdachung und einer attraktiven Winterterrasse. Sie sollte nicht den Eindruck vermitteln, lediglich eine Notlösung für die kalte Jahreszeit zu sein. Im besten Fall entsteht ein Gastraum mit eigenem Charakter.

Winteratmosphäre genießen, ohne draußen zu frieren

Viele Dinge, die eine Terrasse attraktiv machen, verschwinden im Winter nicht: der Blick nach draußen, das Gefühl von Offenheit und die räumliche Trennung vom klassischen Gastraum.

Unangenehm werden vor allem Kälte, Wind und Niederschlag.

Eine geschlossene Zeltlösung verbindet deshalb zwei Bedürfnisse miteinander: Gäste können die besondere Atmosphäre einer Außenfläche erleben und sitzen gleichzeitig wettergeschützt. Mit einer passenden Heizlösung entsteht ein Raum, der auch bei niedrigen Außentemperaturen angenehm genutzt werden kann.

Gerade für längere Restaurantbesuche und Veranstaltungen ist dieser Komfort entscheidend. Gäste sollen nicht das Gefühl haben, trotz Winter auf der Terrasse sitzen zu müssen. Die Winterterrasse sollte vielmehr ein Bereich sein, in dem sie gerne sitzen möchten.

Glasfassaden erhalten den Blick nach draußen

Transparente Fassaden können für Winterterrassen besonders interessant sein. Sie schützen den Gastraum, ohne die Außenfläche optisch vollständig von ihrer Umgebung abzuschirmen.

Tagsüber gelangt natürliches Licht hinein. Am Abend bleiben Garten, Terrasse oder die beleuchtete Umgebung sichtbar. Gerade an attraktiven Standorten kann der Blick nach draußen damit Teil des gastronomischen Erlebnisses bleiben.

Das unterscheidet eine entsprechend gestaltete Winterterrasse auch von einem zusätzlichen geschlossenen Innenraum.

Je nach Zelttyp und gewünschter Gestaltung können transparente Elemente oder Glasfassaden eingesetzt werden. Welche Möglichkeiten für die jeweilige Fläche infrage kommen, hängt von der gewählten Konstruktion und individuellen Planung ab.

Beleuchtung und Einrichtung machen aus dem Zelt einen Gastraum

Die Zeltkonstruktion schafft zunächst nur den räumlichen Rahmen. Wie Gäste den Raum später wahrnehmen, wird wesentlich durch seine Gestaltung bestimmt.

Beleuchtung, Tische, Stühle, Dekoration und saisonale Elemente können aus einer technischen Konstruktion eine stimmige Winterlocation machen.

Dabei muss nicht jede Winterterrasse wie eine Almhütte aussehen. Ein modernes Restaurant kann mit transparenten Flächen und zurückhaltender Beleuchtung arbeiten. Für einen Landgasthof kann dagegen eine rustikale Gestaltung passend sein.

Entscheidend ist, dass die Winterterrasse zum Charakter des Gastronomiebetriebs passt.

Welche Zeltlösung eignet sich für eine Winterterrasse?

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Fläche, Gästezahl, gewünschter Nutzung und dem gastronomischen Konzept ab. Eine kleine Restaurantterrasse stellt andere Anforderungen als ein großer Biergarten oder eine Fläche, die regelmäßig für Veranstaltungen genutzt werden soll.

Deshalb gibt es nicht „das eine“ Zelt für die Wintergastronomie.

Glaszelte für einen transparenten, hochwertigen Charakter

Glaszelte eignen sich besonders für Konzepte, bei denen Transparenz, Licht und Außenwirkung eine wichtige Rolle spielen.

Große transparente Flächen erhalten die optische Verbindung zur Umgebung und können dazu beitragen, dass sich der zusätzliche Gastraum offen und hochwertig anfühlt.

Pagodenzelte für kompakte und flexible Lösungen

Pagodenzelte fallen durch ihre charakteristische Dachform auf und können je nach Fläche einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.

Transparente Elemente können je nach Ausführung ebenfalls Bestandteil der Gestaltung sein. Damit lassen sich auch kleinere oder modular aufgebaute Winterkonzepte realisieren.

Satteldachzelte für größere Flächen und Kapazitäten

Satteldachzelte bieten sich insbesondere dann an, wenn größere zusammenhängende Flächen überdacht werden sollen.

Durch unterschiedliche Größen können sie an die gewünschte Kapazität angepasst und sowohl für zusätzliche Restaurantplätze als auch für Gruppen und Veranstaltungen eingesetzt werden.

Die mobile Almhütte als bewusst winterliches Konzept

Bei der mobilen Almhütte steht neben der Funktion besonders die Atmosphäre im Mittelpunkt. Feste Holzelemente und eine rustikale Gestaltung erzeugen bewusst den Charakter einer winterlichen Location.

Damit kann sie beispielsweise für Gastronomiekonzepte interessant sein, die ihre Winterfläche gezielt als saisonales Erlebnis positionieren möchten.

Was gehört zu einer gut geplanten Winterterrasse?

Ein Zelt allein macht noch keinen funktionierenden zusätzlichen Gastraum. Für die gastronomische Nutzung müssen verschiedene Komponenten zusammenspielen.

Welche davon benötigt werden, hängt von Standort, Jahreszeit, Nutzung und gewünschtem Komfort ab.

Boden und geschützte Seitenflächen

Ein geeigneter Boden schafft eine ebene und nutzbare Fläche für Bestuhlung und Laufwege. Geschlossene oder transparente Seitenflächen schützen den Gastraum vor Witterungseinflüssen.

Beide Komponenten beeinflussen damit nicht nur den Komfort der Gäste, sondern auch die praktische Nutzbarkeit des Raums.

Heizung für angenehme Temperaturen

Wer eine Terrasse in der kalten Jahreszeit gastronomisch nutzen möchte, muss den thermischen Komfort mitdenken.

Die benötigte Heizlösung hängt unter anderem von Größe, Konstruktion und Nutzung des Zeltes ab. Sie sollte deshalb gemeinsam mit der eigentlichen Zeltlösung geplant werden.

Beleuchtung schafft Funktion und Atmosphäre

Beleuchtung erfüllt gleich zwei Aufgaben: Sie sorgt für ausreichende Helligkeit und prägt gleichzeitig die Atmosphäre.

Gerade in den Wintermonaten, wenn es bereits am Nachmittag dunkel wird, ist ein durchdachtes Lichtkonzept deshalb ein wichtiger Bestandteil der Gestaltung.

Servicewege bereits bei der Planung berücksichtigen

Neben dem Gästeerlebnis muss die Winterterrasse im täglichen Betrieb funktionieren.

  • Wo befindet sich der Zugang zum Restaurant?
  • Wie gelangen Speisen und Getränke auf die Terrasse?
  • Welche Wege legt das Servicepersonal zurück?
  • Wo befinden sich gegebenenfalls Servicestationen?

Solche Fragen wirken zunächst nebensächlich, können im laufenden Betrieb aber einen erheblichen Unterschied machen.

Wer eine konkrete Fläche prüfen möchte, kann die wichtigsten Eckdaten direkt an meventa übermitteln.

Wann kann sich eine Winterterrasse wirtschaftlich lohnen?

Nach Kapazität, Gästeerlebnis und Ausstattung bleibt die entscheidende unternehmerische Frage: Stehen die Kosten der Winterterrasse in einem sinnvollen Verhältnis zum möglichen zusätzlichen Geschäft?

Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Entscheidend sind vor allem die Zahl der zusätzlich geschaffenen Plätze, deren Auslastung, der durchschnittliche Umsatz pro Gast, die Nutzungstage und die Dauer der Wintersaison. Hinzu kommen die Kosten der Winterterrasse sowie weitere betriebliche Aufwendungen.

Umsatzpotenzial zuerst realistisch einschätzen

Eine erste Orientierung kann eine einfache Potenzialrechnung geben.

Angenommen, eine Winterterrasse schafft 40 zusätzliche Sitzplätze. Bei einer durchschnittlichen Auslastung von 50 Prozent wären das rechnerisch 20 zusätzliche Gäste pro Nutzungstag.

Bei einem durchschnittlichen Umsatz von 35 Euro pro Gast ergibt sich:

20 Gäste × 35 Euro = 700 Euro mögliches zusätzliches Umsatzpotenzial pro Nutzungstag.

Bei 20 Nutzungstagen im Monat:

700 Euro × 20 Tage = 14.000 Euro mögliches Umsatzpotenzial pro Monat.

Über drei Monate wären das rechnerisch: 42.000 Euro mögliches Umsatzpotenzial.

Diese Rechnung ist bewusst nur eine Orientierung. Sie zeigt, welche Größenordnungen zusätzliche Kapazität erreichen kann – nicht, welcher Gewinn daraus entsteht.

Umsatzpotenzial ist nicht gleich Gewinn

Für eine wirtschaftliche Entscheidung müssen den möglichen zusätzlichen Erlösen die entsprechenden Kosten gegenübergestellt werden.

Dazu gehören nicht nur die Kosten für die Winterterrasse selbst. Je nach Betrieb können beispielsweise zusätzlicher Wareneinsatz, Personal, Energie und weitere laufende Aufwendungen entstehen.

Deshalb wäre es irreführend, die Differenz zwischen möglichem Umsatz und Zeltkosten einfach als Gewinn zu bezeichnen.

Der Umsatzrechner von meventa ist entsprechend als erste Orientierung gedacht. Die individuellen betrieblichen Kosten muss jeder Gastronom in seine eigene Kalkulation einbeziehen.

Das eigene Potenzial mit wenigen Angaben berechnen

Wer eine erste Einschätzung für den eigenen Betrieb erhalten möchte, kann dafür die wichtigsten Faktoren individuell eingeben: zusätzliche Sitzplätze, durchschnittlicher Umsatz pro Gast, erwartete Auslastung, Nutzungstage und Nutzungsdauer.

Der Rechner zeigt daraus das mögliche zusätzliche Umsatzpotenzial und führt anschließend zur konkreten Anfrage für eine passende Winterterrasse.

Eine Winterterrasse muss auch vermarktet werden

Die zusätzliche Fläche allein erzeugt noch keine Nachfrage. Gerade wenn eine Winterterrasse nicht nur bestehende Kapazitätsengpässe auffangen, sondern zusätzliches Geschäft schaffen soll, gehört ihre Vermarktung von Beginn an zum Konzept.

Dabei sollte nicht das Zelt selbst im Mittelpunkt stehen, sondern das Erlebnis oder der Anlass, den Gäste darin buchen können.

Konkrete Angebote statt zusätzlicher Sitzplätze kommunizieren

„Jetzt 40 zusätzliche Plätze“ beschreibt die betriebliche Situation, aber noch keinen attraktiven Grund für einen Gast, zu reservieren.

Wirkungsvoller sind konkrete Angebote:

„Ihre Weihnachtsfeier auf unserer beheizten Winterterrasse“

oder:

„Winterabend mit Menü für Gruppen ab 10 Personen“

Der Gast versteht unmittelbar, was er buchen kann und für welchen Anlass das Angebot gedacht ist.

Bilder machen die Winterterrasse erlebbar

Bei der Vermarktung spielt die visuelle Darstellung eine besonders wichtige Rolle. Eine beleuchtete Winterterrasse am Abend, gedeckte Tische, transparente Fassaden und ein warmer Innenraum vermitteln wesentlich schneller, welches Erlebnis den Gast erwartet, als eine rein technische Beschreibung der Zeltkonstruktion.

Diese Inhalte können anschließend über mehrere Kanäle eingesetzt werden – beispielsweise auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, auf Social Media oder im Newsletter.

Damit entstehen gleichzeitig Inhalte, mit denen sich das saisonale Angebot wiederholt kommunizieren lässt.

Frühzeitig mit der Vermarktung beginnen

Besonders bei Weihnachts- und Firmenfeiern sollte die Kommunikation nicht erst starten, wenn die Winterterrasse bereits aufgebaut ist.

Unternehmen und größere Gruppen planen Veranstaltungen häufig mit Vorlauf. Wer entsprechende Buchungen gewinnen möchte, sollte sein Angebot deshalb rechtzeitig sichtbar machen.

Dafür können zunächst auch Visualisierungen, Vorjahresbilder oder vergleichbare Referenzen genutzt werden. Sobald die eigene Winterterrasse steht, sollte aktuelles Bild- und Videomaterial produziert werden.

Die Vermarktung wird damit Teil der Wirtschaftlichkeitsplanung: Wer zusätzliche Kapazität schafft, sollte gleichzeitig überlegen, wie diese Kapazität ausgelastet werden soll.

Für welche Gastronomiebetriebe kann eine Winterterrasse interessant sein?

Eine Winterterrasse kann für unterschiedliche gastronomische Konzepte infrage kommen. Voraussetzung ist immer, dass eine geeignete Fläche vorhanden ist und zusätzliche Kapazität zum Geschäftsmodell und zur Nachfrage passt.

Interessant kann sie beispielsweise sein für Restaurants mit Terrasse, Biergärten, Hotels mit Gastronomie, Landgasthöfe und Gutshöfe, Ausflugsgastronomie sowie Gastronomiebetriebe mit einem starken Gruppen- oder Veranstaltungsgeschäft.

Auch vorhandene Park- oder Hofflächen können je nach Gegebenheiten grundsätzlich in die Überlegungen einbezogen werden.

Entscheidend ist deshalb weniger die Art des Betriebs als die Kombination aus verfügbarer Fläche, Nachfrage, geplanter Nutzung und betrieblichen Voraussetzungen.

Auf der Seite Außengastronomie im Winter zeigen wir verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Beispiele für unterschiedliche Gastronomiekonzepte.

Winterterrasse planen: Diese Fragen sollten Sie vorher klären

Wer über eine Winterterrasse nachdenkt, muss zu Beginn noch nicht wissen, welche Zeltart oder exakte Größe benötigt wird.

Hilfreicher ist es, zunächst einige grundlegende Fragen zum eigenen Betrieb zu beantworten:

  1. Welche Außenfläche steht zur Verfügung?
  2. Wie viele zusätzliche Gäste sollen dort Platz finden?
  3. Soll die Fläche für den normalen Restaurantbetrieb, Veranstaltungen oder beides genutzt werden?
  4. In welchem Zeitraum wird die zusätzliche Kapazität benötigt?
  5. Welche Nachfrage ist realistisch zu erwarten?
  6. Können Küche und Service die zusätzlichen Gäste bewältigen?
  7. Welche Anforderungen bestehen an Heizung, Beleuchtung und Gestaltung?
  8. Wie soll die Winterterrasse anschließend vermarktet werden?

Mit diesen Informationen lässt sich wesentlich konkreter prüfen, welche Lösung zum jeweiligen Gastronomiebetrieb passt.

Fazit: Aus einer Sommerterrasse kann zusätzlicher Gastraum für den Winter werden

Eine Winterterrasse ist mehr als eine Möglichkeit, einige zusätzliche Tische vor Wind und Wetter zu schützen.

Richtig geplant kann aus einer saisonal genutzten Außenfläche ein zusätzlicher Gastraum entstehen, der den normalen Restaurantbetrieb erweitert, Platz für Gruppen und Veranstaltungen schafft und neue gastronomische Angebote ermöglicht.

Ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, entscheidet sich jedoch nicht allein anhand der verfügbaren Quadratmeter. Nachfrage, Auslastung, Personalkapazität, Gästeerlebnis, Kosten und Vermarktung müssen zusammengedacht werden.

Deshalb sollte die Ausgangsfrage nicht lauten:

„Welches Zelt passt auf meine Terrasse?“

Sondern:

„Wie kann ich meine vorhandene Außenfläche im Winter wirtschaftlich sinnvoll nutzen?“

Wer diese Frage beantwortet hat, kann im nächsten Schritt prüfen, welche konkrete Zeltlösung dafür benötigt wird.

Jetzt das Potenzial Ihrer Winterterrasse prüfen

Sie möchten wissen, welches zusätzliche Umsatzpotenzial Ihre Terrasse bieten könnte oder welche Winterlösung zu Ihrer vorhandenen Fläche passt?

Auf unserer Winterterrassen-Seite können Sie zunächst Ihr mögliches Umsatzpotenzial berechnen und anschließend Ihre Fläche und Anforderungen direkt an meventa übermitteln.

Oder sprechen Sie direkt mit uns

Sie möchten Ihr Vorhaben lieber persönlich besprechen? Dann steht Ihnen bei meventa ein direkter Ansprechpartner für Zelte und Eventzubehör zur Verfügung.

Stefan Holzhausen
Vertrieb / Außendienst Zelte & Eventzubehör

Tel.: +49 2173 26461-41
Mobil: +49 157 34215638
E-Mail: holzhausen@meventa.de

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Winterterrasse, Zelt oder Eisstockbahn: Was sollten Gastronomen vorab mit den Behörden klären?

Die Idee steht: Die Restaurantterrasse soll auch im Winter genutzt werden. Vielleicht soll ein Zelt zusätzlichen Gastraum schaffen. Oder auf dem Biergarten, Hof beziehungsweise einer anderen Außenfläche ist eine Eisstockbahn als zusätzliches Winterangebot geplant.

Neben der wirtschaftlichen und betrieblichen Planung taucht dann schnell eine weitere Frage auf: Welche Genehmigungen brauche ich eigentlich?

Darauf gibt es leider keine für jeden Gastronomiebetrieb identische Antwort.

Ob und welche Genehmigungen erforderlich sind, kann unter anderem davon abhängen, wo sich die Fläche befindet, wem sie gehört, wie groß die geplante Lösung ist, wie lange sie stehen soll und wie sie genutzt wird.

Eine Winterterrasse auf dem eigenen Grundstück ist genehmigungsrechtlich anders zu betrachten als eine Gastronomiefläche, die teilweise auf öffentlichem Straßenraum liegt. Ein kleines temporäres Zelt kann anderen Anforderungen unterliegen als eine große Zeltanlage. Und eine Eisstockbahn mit regelmäßigen Gruppenveranstaltungen kann weitere Fragestellungen aufwerfen.

Deshalb empfiehlt es sich, die behördliche Seite nicht erst kurz vor dem Aufbau zu prüfen.

Dieser Beitrag gibt Ihnen eine erste Orientierung, welche Themen Sie vor einer Winterterrasse oder Eventlösung mit Ihrer Kommune beziehungsweise den zuständigen Behörden klären sollten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar. Die Anforderungen können je nach Bundesland, Kommune und Einzelfall unterschiedlich sein. Maßgeblich sind die für Ihren Standort zuständigen Behörden und die jeweils geltenden Vorschriften.

1. Der erste Unterschied: eigene Fläche oder öffentlicher Raum?

Eine der ersten Fragen lautet: Wo soll Ihre Winterlösung stehen?

Gehört Terrasse, Biergarten, Hof oder Parkplatz vollständig zu Ihrem Grundstück, ist die Ausgangslage eine andere, als wenn für Ihre Außengastronomie öffentliche Flächen genutzt werden.

Eigene Restaurantterrasse oder eigener Parkplatz

Auch auf dem eigenen Grundstück bedeutet „privat“ nicht automatisch „genehmigungsfrei“.

Je nach Art und Umfang des Vorhabens können beispielsweise baurechtliche Anforderungen, Vorgaben zur Nutzung oder Anforderungen an einen temporären Aufbau relevant werden.

Gerade deshalb sollte nicht von der bisherigen Nutzung im Sommer automatisch darauf geschlossen werden, dass jede zusätzliche Winterkonstruktion ebenfalls ohne weitere Prüfung zulässig ist.

Außengastronomie auf Gehweg, Platz oder anderer öffentlicher Fläche

Wird öffentlicher Straßenraum über den üblichen Gemeingebrauch hinaus genutzt, ist in NRW grundsätzlich eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Das Wirtschafts-Service-Portal NRW nennt beispielsweise Veranstaltungen und andere gewerbliche Nutzungen öffentlicher Verkehrsflächen als Sondernutzungen.

Besteht für Ihre Außengastronomie bereits eine solche Erlaubnis, sollte deshalb geprüft werden:

Deckt die vorhandene Erlaubnis auch die geplante Winternutzung und die vorgesehene Konstruktion ab? Das sollte nicht einfach vorausgesetzt werden.

2. Brauche ich für ein Zelt eine Baugenehmigung?

Das ist vermutlich eine der ersten Fragen, die Gastronomen meventa stellen werden.

Und hier sollten wir im Beitrag bewusst nicht pauschal mit Ja oder Nein antworten.

Bei temporären Zeltanlagen kann unter anderem relevant sein, ob die Konstruktion baurechtlich als sogenannter Fliegender Bau eingeordnet wird.

Was ist ein „Fliegender Bau“?

Die Bauordnung NRW bezeichnet Anlagen als Fliegende Bauten, wenn sie dafür geeignet und bestimmt sind, an unterschiedlichen Orten wiederholt aufgestellt und wieder zerlegt zu werden.

Das ist für temporäre Zeltlösungen von Bedeutung.

Grundsätzlich benötigen Fliegende Bauten in NRW vor ihrer erstmaligen Aufstellung und Inbetriebnahme eine Ausführungsgenehmigung. Die Bauordnung sieht jedoch Ausnahmen vor. Dazu gehören aktuell unter anderem erdgeschossige Zelte mit einer Grundfläche bis 75 m².

Wichtig ist die Formulierung: Diese 75-m²-Grenze bedeutet nicht pauschal: „Unter 75 m² ist immer alles genehmigungsfrei.“

Sie bezieht sich auf die dort geregelte Ausführungsgenehmigung für Fliegende Bauten. Andere öffentlich-rechtliche Anforderungen können im konkreten Fall trotzdem relevant sein.

Genau deshalb sollte die konkrete Situation vorab mit der zuständigen Bauaufsicht abgestimmt werden.

3. Was bedeutet Ausführungsgenehmigung bei größeren Zeltlösungen?

Bei größeren Fliegenden Bauten kann die sogenannte Ausführungsgenehmigung relevant werden.

Vereinfacht gesagt geht es dabei darum, dass eine wiederholt auf- und abbaubare Konstruktion technisch geprüft und für diese Art der Verwendung genehmigt wurde.

Für den Gastronomen ist deshalb bei der Auswahl eines professionellen Anbieters wichtig, frühzeitig zu klären:

  1. Welche Unterlagen existieren für die geplante Zeltanlage?
  2. Welche Nachweise können für die Behörden bereitgestellt werden?
  3. Ist am konkreten Standort eine Anzeige oder Abnahme erforderlich?
  4. Welche zusätzlichen Anforderungen ergeben sich aus der geplanten Nutzung?

In NRW gibt es für Fliegende Bauten zudem eigene technische Regelungen. Die entsprechende Richtlinie gilt grundsätzlich für Fliegende Bauten nach der Landesbauordnung; Zelte mit einer überbauten Fläche bis 75 m² sind von dieser Richtlinie ausgenommen.

Für die konkrete Planung sollte deshalb nicht nur die Quadratmeterzahl betrachtet werden, sondern Zeltart, Aufbau, Nutzung und Standort gemeinsam.

4. Muss eine bestehende Außengastronomie neu geprüft werden?

Ein häufiger Denkfehler könnte lauten: „Ich darf dort im Sommer Tische aufstellen – also darf ich dort im Winter auch ein Zelt aufstellen.“

So einfach sollte die Planung nicht erfolgen.

Die bestehende gastronomische Nutzung und die geplante bauliche beziehungsweise temporäre Veränderung sind nicht zwangsläufig dasselbe.

Auch eine Gaststättenerlaubnis kann an konkrete räumliche und betriebliche Voraussetzungen geknüpft sein. Das Wirtschafts-Service-Portal NRW weist beispielsweise darauf hin, dass die Gaststättenerlaubnis mit Raum, Betriebsart und Person verbunden ist. Bei Erlaubnisverfahren können unter anderem Lageplan, Grundriss, Schnittzeichnung sowie baurechtliche Unterlagen relevant sein.

Wer seine Gastronomie um einen zusätzlichen wettergeschützten Bereich erweitert, sollte deshalb bei der zuständigen Stelle klären, ob und welche Anpassungen oder Anzeigen erforderlich sind.

5. Was muss beim Brandschutz berücksichtigt werden?

Wo viele Menschen zusammenkommen, spielt auch der Brandschutz eine Rolle.

Welche Anforderungen konkret gelten, hängt wiederum von Größe, Bauart und Nutzung der jeweiligen Lösung ab.

Bei der Planung können beispielsweise Themen wie Flucht- und Rettungswege, Ausgänge, verwendete Materialien, Feuerlöscher, Bestuhlung sowie technische Einrichtungen relevant werden.

Besonders wichtig ist das bei größeren Zeltanlagen oder Veranstaltungen.

Die nordrhein-westfälische Richtlinie für Fliegende Bauten enthält für die von ihr erfassten Anlagen konkrete technische Anforderungen.

Für Gastronomen heißt das vor allem: Brandschutz sollte Bestandteil der Planung sein – nicht etwas, das erst bei einer möglichen Abnahme auffällt.

6. Heizung im Zelt: Was muss geprüft werden?

Für eine Winterterrasse ist Wärme ein zentraler Bestandteil des Gästeerlebnisses.

Eine Heizung ist aber nicht nur eine Komfortfrage.

Je nach eingesetzter Technik können Anforderungen an Aufstellung, Betrieb, Abstände, Brandschutz und gegebenenfalls Belüftung relevant sein.

Deshalb sollte bereits bei der Konzeption geklärt werden:

Welche Heizlösung soll eingesetzt werden? Wo wird die Technik positioniert? Wie wird Wärme in den Gästebereich gebracht? Welche Sicherheitsanforderungen gelten für die konkrete Kombination aus Zelt und Heizung?

Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum Zelt, Ausstattung und Betrieb als Gesamtlösung geplant werden sollten.

7. Was gilt für Fluchtwege und Zugänglichkeit?

Eine Winterterrasse ist zusätzlicher Gastraum. Damit kommen Gäste hinein – und sie müssen den Bereich im Bedarfsfall auch sicher verlassen können.

Je nach Größe und Nutzung können deshalb Anforderungen an Flucht- und Rettungswege eine Rolle spielen.

Auch die Position des Zeltes auf dem Grundstück sollte mitgedacht werden. Zugänge, vorhandene Gebäude, Verkehrsflächen und gegebenenfalls Rettungswege sollten nicht erst nach der Auswahl der Zeltgröße betrachtet werden.

Aus praktischer Sicht empfiehlt sich deshalb:

Erst die gesamte Fläche und Nutzung planen – dann die maximal mögliche Zahl an Tischen bestimmen.

Das passt auch zu unserer wirtschaftlichen Betrachtung der Winterterrasse: Die größte theoretisch mögliche Sitzplatzzahl ist nicht automatisch die beste Lösung für den Betrieb.

8. Was muss beim Thema Lärm und Nachbarschaft berücksichtigt werden?

Dieser Punkt wird insbesondere bei Abendbetrieb, Gruppen und Veranstaltungen relevant.

In NRW schützt das Landes-Immissionsschutzgesetz grundsätzlich die Nachtruhe zwischen 22 und 6 Uhr. Für Außengastronomie gibt es eine besondere Regelung: Sie ist grundsätzlich zwischen 22 und 24 Uhr von diesem Verbot ausgenommen. Die Gemeinde kann den Beginn der Nachtruhe zum Schutz der Nachbarschaft unter bestimmten Voraussetzungen jedoch auf 22 Uhr vorverlegen.

Das bedeutet wiederum nicht: „Außengastronomie darf immer bis Mitternacht beliebig laut sein.“

Die Lärmbelastung muss weiterhin beurteilt werden.

Besonders relevant: Musik, Lautsprecher oder Fernsehübertragungen gelten nach den NRW-Regelungen nicht als typische Geräusche der Außengastronomie und werden von der entsprechenden Privilegierung nicht automatisch erfasst.

Bei einer Winterterrasse mit Musik oder einem Eventkonzept sollte dieser Punkt deshalb frühzeitig berücksichtigt werden.

9. Und was ist bei einer Eisstockbahn anders?

Eine Eisstockbahn erweitert die Fragestellung. Hier entsteht nicht nur zusätzlicher gastronomischer Raum, sondern eine Aktivitäts- beziehungsweise Eventfläche.

Deshalb sollten neben Fläche und baulichen Anforderungen insbesondere Nutzung, Geräuschentwicklung, Betriebszeiten und mögliche Veranstaltungen betrachtet werden.

Regelmäßiges Gastro-Angebot oder einzelne Veranstaltung?

Für die behördliche Einordnung kann relevant sein, wie das Konzept tatsächlich betrieben wird.

Eine Eisstockbahn als dauerhaftes Winterangebot des Restaurants ist eine andere Nutzungssituation als ein einzelnes größeres öffentliches Event.

In NRW sind Veranstaltungen im öffentlichen Raum in vielen Fällen erlaubnispflichtig. Die zuständige Stelle ist regelmäßig das örtliche Ordnungs- oder Gewerbeamt. Bei der Prüfung spielen unter anderem Sicherheit, Verkehrsrecht sowie Lärm- und Umweltschutz eine Rolle.

Auf privaten Grundstücken besteht dagegen nicht für jede Veranstaltung automatisch eine Veranstaltungserlaubnispflicht. Auch dort können bei größeren oder lärmintensiven Veranstaltungen jedoch andere Anforderungen greifen.

10. Eisstockbahn und Lärmschutz: nicht erst an die Nachbarn denken, wenn Beschwerden kommen

Bei einer Eisstockbahn kommen möglicherweise andere Geräusche hinzu als beim normalen Restaurantbetrieb.

Spielbetrieb, Gruppen, Moderation, Musik und Veranstaltungen können die Geräuschsituation verändern.

Die NRW-Regelungen zu Freizeitlärm erfassen unter anderem bestimmte Freizeit- und Veranstaltungsanlagen und enthalten eigene Beurteilungsmaßstäbe. Bei Musik und Lautsprechern können beispielsweise technische Begrenzungen oder weitere Maßnahmen relevant werden.

Deshalb sollte bei einer Eisstockbahn insbesondere geprüft werden:

  1. Wie nah befindet sich Wohnbebauung?
  2. Wann soll gespielt werden?
  3. Ist Musik vorgesehen?
  4. Sind einzelne Events oder regelmäßiger Betrieb geplant?
  5. Wie viele Gäste halten sich gleichzeitig draußen auf?

Je näher Wohnbebauung liegt und je länger der Abendbetrieb dauert, desto wichtiger wird dieses Thema.

11. Welche Behörde ist eigentlich mein erster Ansprechpartner?

Gastronomen müssen sich nicht selbst durch sämtliche Vorschriften arbeiten.

Für eine erste Einordnung würde ich empfehlen, das geplante Vorhaben frühzeitig und möglichst konkret bei der eigenen Kommune anzusprechen.

Je nach Projekt können unterschiedliche Stellen beteiligt sein, beispielsweise:

  1. Ordnungs- oder Gewerbeamt
    für gaststättenrechtliche, gewerbliche oder veranstaltungsbezogene Fragestellungen.
  2. Bauaufsichtsamt
    für baurechtliche Fragen rund um Zelt, bauliche Nutzung und Fliegende Bauten.
  3. Straßen- beziehungsweise zuständige Sondernutzungsbehörde
    wenn öffentliche Flächen betroffen sind.

Gegebenenfalls können weitere Stellen hinzukommen.

Der Vorteil einer frühen Anfrage: Die Kommune kann mitteilen, welche Verfahren und Unterlagen für den konkreten Standort tatsächlich erforderlich sind.

12. Mit diesen Informationen sollten Sie ins erste Behördengespräch gehen

Statt beim Ordnungsamt nur zu fragen: „Darf ich ein Zelt auf meine Terrasse stellen?“

sollten Sie das Vorhaben möglichst konkret beschreiben.

Diese Checkliste soll für eine erste Abstimmung dienen:

Information Ihre Angaben
Adresse / Standort _____________________________________________________________
Eigene oder öffentliche Fläche? _____________________________________________________________
Bisherige Nutzung der Fläche _____________________________________________________________
Geplante Nutzung Wintergastronomie / Event / Eisstockschießen
Größe der vorgesehenen Fläche ___________________________________________________________m²
Geplante Zeltgröße ___________________________________________________________m²
Voraussichtliche Gästezahl _____________________________________________________________
Geplanter Nutzungszeitraum _____________________________________________________________
Öffnungs-/Betriebszeiten _____________________________________________________________
Heizung vorgesehen? Ja / Nein
Musik / Beschallung vorgesehen? Ja / Nein
Eisstockbahn / Aktivitätsfläche? Ja / Nein
Veranstaltungen / Firmenfeiern geplant? Ja / Nein

Mit diesen Angaben lässt sich wesentlich konkreter klären, welche Genehmigungen und Unterlagen tatsächlich erforderlich sind.

Unternehmen gezielt ansprechen

Gerade bei Firmenveranstaltungen sollte außerdem über aktive Ansprache nachgedacht werden.

Statt darauf zu warten, dass Unternehmen das Angebot zufällig entdecken, kann der Betrieb relevante Firmen im eigenen Einzugsgebiet gezielt auf ein konkretes Weihnachts- oder Winterpaket aufmerksam machen.

Entscheidend ist wiederum das Angebot: „Wir haben eine Eisstockbahn“ ist eine Information.

„Eisstock-Cup inklusive Glühweinempfang und anschließendem Wintermenü für Ihre Weihnachtsfeier“ ist ein buchbares Konzept.

8. Warum das Erlebnis über den wirtschaftlichen Erfolg mitentscheiden kann

Eine Eisstockbahn ist zunächst eine Aktivität. Das Produkt, an das sich Gäste erinnern, ist jedoch der gesamte Abend.

Deshalb bildet „Vermarktung & Erlebnis“ im Potenzial-Check bewusst einen gemeinsamen Bewertungsbereich.

Aus einer Bahn eine Winterlocation machen

Beleuchtung, gastronomisches Angebot und weitere Ausstattung können den Charakter des Angebots beeinflussen.

Eine Gruppe, die zwischen Parkplatz und Restaurant eine Bahn nutzt, erlebt etwas anderes als eine Gruppe, die in einer bewusst gestalteten Winterlocation empfangen wird, gemeinsam spielt und anschließend in passendem Ambiente isst.

Je nach Konzept können Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung und weitere Event- und Gastroausstattung miteinander kombiniert werden. Genau diese Kombination ist auch im bestehenden Check als Planungsoption vorgesehen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie soll sich der Abend für den Gast anfühlen?

Das Winterevent kann zum ersten Kontakt mit dem Restaurant werden

Hier schließt sich der Kreis zum übergeordneten Leitartikel.

Bei einer Firmenveranstaltung entscheidet möglicherweise eine einzige Person über die Location – aber 20, 30 oder 50 Teilnehmer erleben den Betrieb.

Für einen Teil davon kann es der erste Kontakt mit dem Restaurant sein.

Überzeugt das Gesamterlebnis, kann daraus eine weiterführende Customer Journey entstehen:

Eisstock-Event → gastronomisches Erlebnis → Erinnerung an den Betrieb → privater Restaurantbesuch → Empfehlung

Dieser Effekt lässt sich nicht seriös vorab in Euro beziffern. Strategisch ist er trotzdem interessant und entspricht derselben Logik, die der Leitartikel für Winterveranstaltungen insgesamt beschreibt.

9. Welche Rolle spielt die Eisstockbahn im gesamten Winterkonzept?

Nicht jeder Gastronomiebetrieb muss dieselbe Strategie verfolgen.

Für den einen Betrieb kann die Eisstockbahn eine eigenständige Winterattraktion sein. Bei einem anderen ergänzt sie die vorhandene Gastronomie. Und bei einem dritten ist sie Bestandteil eines größeren Veranstaltungskonzepts mit Winterterrasse, Gruppenangeboten und Firmenveranstaltungen.

Deshalb sollte die Eisstockbahn nicht isoliert geplant werden.

Eine sinnvolle Reihenfolge lautet:

Zielgruppe → Anlass → Angebot → Fläche → Ausstattung → Betriebsablauf → Preis → Vermarktung

Erst danach stellt sich die konkrete Produktfrage.

Welche Eisstocklösungen grundsätzlich möglich sind und wie sich Eisstockbahn, Gastronomie und weitere Winterausstattung kombinieren lassen, zeigen wir auf unserer Themenseite Eisstockbahn für Gastronomie & Winterevents.

10. Ist eine Eisstockbahn das richtige Winterangebot für Ihren Betrieb?

Nach all diesen Überlegungen bleibt die entscheidende Frage: Wie gut passen die Voraussetzungen in Ihrem eigenen Betrieb zusammen?

Genau dafür haben wir den Eisstockbahn-Potenzial-Check entwickelt.

Er betrachtet vier Bereiche:

  1. Zielgruppen & Nachfrage
    Gibt es Gruppen und Anlässe, für die das Angebot interessant sein könnte?
  2. Angebot & Umsatzpotenzial
    Lassen sich Bahn, Speisen und Getränke zu einem buchbaren Angebot verbinden?
  3. Fläche & Betrieb
    Passt die Lösung räumlich und organisatorisch zu Ihrem Gastronomiebetrieb?
  4. Vermarktung & Erlebnis
    Können Sie das Angebot sichtbar machen und daraus einen besonderen Winterabend entwickeln?

Mit zwölf Fragen erhalten Sie eine erste strukturierte Selbsteinschätzung und sehen gleichzeitig, in welchen Bereichen bereits gute Voraussetzungen bestehen und wo noch Klärungsbedarf besteht.

Was könnte eine Eisstockbahn für Ihren Betrieb erwirtschaften?

Wenn Zielgruppe, Konzept und Fläche grundsätzlich passen, folgt der nächste Schritt: die wirtschaftliche Betrachtung.

Mit dem meventa Eisstockbahn-Potenzial-Rechner können Sie mit Ihren eigenen Annahmen prüfen, welches Umsatzpotenzial aus Bahnvermietung und zusätzlichem Gastro-Umsatz entstehen könnte.

Anschließend können die Kosten der geplanten Lösung gegenübergestellt und betrachtet werden, wie viele Buchungsstunden rechnerisch erforderlich wären, um diese Kosten auf Umsatzbasis zu decken – genau diese Logik ist bereits für die Checkliste vorgesehen.

Fazit: Erfolgreich wird nicht die Eisstockbahn – sondern das Angebot darum herum

Ob eine Eisstockbahn für einen Gastronomiebetrieb interessant ist, entscheidet sich nicht allein anhand der verfügbaren Fläche.

Das größere Potenzial entsteht dort, wo mehrere Faktoren zusammenspielen:

Eine passende Zielgruppe trifft auf einen attraktiven Anlass. Aus der Aktivität entsteht ein konkretes Angebot. Eisstockschießen wird mit Speisen und Getränken verbunden. Die Abläufe funktionieren im Betrieb. Und das Wintererlebnis wird aktiv vermarktet.

Dann ist die Eisstockbahn nicht einfach zusätzliche Ausstattung auf einer ansonsten wenig genutzten Fläche.

Sie kann zu einem eigenen buchbaren Winterprodukt werden und damit einen neuen Anlass schaffen, aus dem Gruppenbuchungen, Veranstaltungen, gastronomischer Zusatzumsatz und neue Kontakte zum Restaurant entstehen können.

Die Ausgangsfrage sollte deshalb nicht lauten:

„Passt eine Eisstockbahn auf meine Fläche?“

Sondern:

„Welches Winterangebot kann ich aus meiner Fläche, meiner Gastronomie und einer Eisstockbahn entwickeln?“

Jetzt Eisstockbahn für Ihren Betrieb prüfen

Sie haben bereits eine Fläche oder eine erste Idee für Ihr Winterangebot?

meventa kann Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung sowie weitere Event- und Gastroausstattung zu einer individuellen Lösung kombinieren. Diese Kombination ist auch in der bestehenden Eisstockbahn-Checkliste als Bestandteil des meventa-Angebots vorgesehen.

Oder sprechen Sie direkt mit uns

Stefan Holzhausen
Vertrieb / Außendienst Zelte & Eventzubehör
Tel. direkt: +49 2173 26461-41
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Eisstockbahn für die Gastronomie: Wann wird daraus ein erfolgreiches Winterangebot?

Eine Eisstockbahn kann eine im Winter wenig genutzte Außenfläche verändern: Statt Terrasse, Biergarten oder Hoffläche bis zum Frühjahr weitgehend ungenutzt zu lassen, entsteht ein neuer Anlass für Gäste, Firmen und Gruppen, den Betrieb zu besuchen.

Der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Winterterrasse: Bei der Eisstockbahn geht es nicht in erster Linie darum, mehr Sitzplätze zu schaffen. Die Aktivität selbst wird zum Besuchsanlass.

Das eröffnet Gastronomiebetrieben eine andere Perspektive auf das Wintergeschäft. Eine Gruppe kommt nicht nur zum Essen oder Trinken, sondern beispielsweise zum gemeinsamen Eisstockschießen – und verbindet dieses Erlebnis anschließend mit Glühwein, Essen, Getränken oder einem kompletten Weihnachtsfeier-Arrangement.

Aus einer Außenfläche kann damit ein eigenständiges Winterangebot entstehen.

Ob dieses Konzept für den eigenen Betrieb interessant ist, hängt allerdings nicht allein davon ab, ob genügend Platz für eine Eisstockbahn vorhanden ist. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Nachfrage, Zielgruppen, Angebot, Gastronomie, Fläche, Betriebsabläufen und Vermarktung.

1. Gibt es in Ihrem Betrieb überhaupt Potenzial für ein Eisstock-Angebot?

Bevor über Anzahl, Ausstattung oder Kosten einer Eisstockbahn gesprochen wird, sollte eine andere Frage beantwortet werden: Wer soll das Angebot später buchen?

Eine Eisstockbahn erzeugt zwar einen zusätzlichen Besuchsanlass. Wirtschaftlich interessant wird dieser aber erst, wenn es Zielgruppen gibt, die diesen Anlass tatsächlich nutzen.

Gruppen sind für Eisstockschießen besonders interessant

Eisstockschießen ist eine gemeinschaftliche Aktivität. Deshalb liegt ein wesentlicher Teil des Potenzials bei Gruppen.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Firmen und deren Mitarbeitende
  • Weihnachtsfeiern
  • Vereine
  • Freundeskreise
  • private Gesellschaften
  • bestehende Restaurantgruppen

Für einen Gastronomiebetrieb, der bereits heute regelmäßig Gruppenanfragen erhält, kann die Ausgangslage deshalb besonders interessant sein. Es existiert bereits eine Nachfrage – das Eisstock-Angebot erweitert lediglich die Möglichkeiten, diese Nachfrage zu bedienen.

Aber auch Betriebe mit bislang geringem Veranstaltungsgeschäft können die Eisstockbahn strategisch anders betrachten: nicht nur als Angebot für bestehende Gäste, sondern als Möglichkeit, neue Zielgruppen anzusprechen.

Eine Eisstockbahn kann Nachfrage schaffen statt nur Nachfrage aufnehmen

Genau hier unterscheidet sich die Eisstockbahn von zusätzlichen Sitzplätzen.

Ein zusätzlicher Tisch schafft Kapazität für einen Gast, der ohnehin essen gehen möchte.

Eine Eisstockbahn kann dagegen einen eigenen Anlass erzeugen:

„Lass uns essen gehen.“

wird zu:

„Lass uns einen gemeinsamen Winterabend mit Eisstockschießen und Essen machen.“

Für die Gastronomie ist dieser Unterschied relevant. Das Angebot konkurriert damit nicht ausschließlich über Speisekarte, Preis oder freie Tische. Es kommt ein Erlebnisfaktor hinzu.

Aus Marketingsicht entsteht ein zusätzlicher Einstieg in die Customer Journey:

Winteraktivität → Interesse → Gruppenbuchung → Besuch des Betriebs → gastronomisches Erlebnis

Der allgemeine Leitartikel zur Wintergastronomie beschreibt bereits, wie Winterevents Menschen erstmals mit einem Gastronomiebetrieb in Kontakt bringen können. Eine Eisstockbahn kann genau einen solchen ersten Kontaktpunkt schaffen.

2. Warum die Eisstockbahn allein noch kein Gastro-Angebot ist

Eine der wichtigsten Fragen aus unserem Potenzial-Check lautet: Können Sie aus dem Eisstockschießen ein konkret buchbares Angebot entwickeln?

Denn zwischen einer vorhandenen Eisstockbahn und einem erfolgreich vermarktbaren Winterangebot besteht ein wesentlicher Unterschied.

„Bei uns kann man Eisstock spielen“ beschreibt zunächst nur eine Möglichkeit.

Für einen potenziellen Gast oder ein Unternehmen bleiben viele Fragen offen: Wie lange? Mit wie vielen Personen? Was kostet es? Gibt es Essen? Sind Getränke enthalten? Kann daraus eine Weihnachtsfeier werden?

Je weniger der Interessent selbst zusammensetzen muss, desto verständlicher wird das Angebot.

Aus der Aktivität sollte ein buchbares Produkt werden

Statt nur die Bahn anzubieten, kann die Gastronomie unterschiedliche Pakete entwickeln.

Beispielsweise:

  1. Eisstock & Glühwein
    Spielzeit auf der Eisstockbahn plus Getränk.
  2. Winterabend
    Eisstockschießen kombiniert mit Essen und Getränken.
  3. Firmen-Weihnachtsfeier
    Bahn, Empfang, Menü oder Buffet und Getränkepaket.
  4. Eisstock-Cup
    Mehrere Teams treten gegeneinander an und verbinden das Turnier anschließend mit einem gastronomischen Abschluss.

Welche Pakete sinnvoll sind, hängt vom jeweiligen Betrieb ab. Ein Hotel mit Veranstaltungsgastronomie hat andere Möglichkeiten als ein kleines Restaurant mit Biergarten.

Das Prinzip bleibt jedoch gleich:

Aktivität + Gastronomie + klarer Ablauf = verständliches Winterangebot

Genau dadurch wird aus der gemieteten Eisstockbahn ein Produkt, das aktiv verkauft werden kann.

3. Wo entsteht das wirtschaftliche Potenzial einer Eisstockbahn?

Bei der wirtschaftlichen Betrachtung sollte nicht ausschließlich auf den Preis einer Bahn geschaut werden.

Die interessantere Frage lautet: Welche zusätzlichen Erlöse kann das gesamte Angebot ermöglichen?

Die Checkliste unterscheidet deshalb bewusst zwischen der regelmäßigen Buchung der Bahn und der Möglichkeit, Eisstockschießen mit Speisen und Getränken zu verbinden.

Erlös aus der Bahnbuchung

Die erste Erlösebene kann die eigentliche Buchung der Eisstockbahn sein.

Wird eine Bahn beispielsweise für bestimmte Zeitfenster angeboten, entstehen buchbare Einheiten.

Damit wird die Auslastung messbar:

Anzahl Bahnen × buchbare Stunden × tatsächliche Buchungen

Für die wirtschaftliche Planung ist deshalb nicht allein entscheidend, wie viele Menschen theoretisch Eisstock spielen könnten. Interessanter ist, wie viele Stunden tatsächlich verkauft werden können.

Gastro-Umsatz pro Teilnehmer mitdenken

Die zweite Erlösebene entsteht rund um die Bahn.

Eine Gruppe, die zum Eisstockschießen kommt, kann vor, während oder nach dem Spiel gastronomische Leistungen in Anspruch nehmen.

Beispielsweise:

Empfang → Eisstockschießen → Essen → Getränke → gemeinsamer Abschluss

Damit besteht das mögliche Umsatzpotenzial nicht nur aus der Bahnbuchung.

Vereinfacht lässt sich die Logik so darstellen:

**Umsatz aus Bahnbuchungen

  • Teilnehmer × zusätzlicher Gastro-Umsatz
    = mögliches Gesamtumsatzpotenzial**

Das ist gerade bei Firmenveranstaltungen interessant. Eine Gruppe bucht nicht nur eine Aktivität, sondern kann einen ganzen Abend im Betrieb verbringen.

Umsatzpotenzial ist nicht gleich Gewinn

Wie bereits bei der Winterterrasse gilt allerdings auch hier: Ein möglicher zusätzlicher Umsatz darf nicht mit Gewinn gleichgesetzt werden. Der Leitartikel unterscheidet deshalb ausdrücklich zwischen zusätzlichem Umsatzpotenzial und den Kosten, die entstehen, um dieses Geschäft zu erwirtschaften.

Bei einer Eisstockbahn müssen deshalb neben den Kosten der gewählten Lösung auch die individuellen betrieblichen Aufwendungen betrachtet werden.

Dazu können je nach Konzept beispielsweise Waren, Personal und weitere betriebliche Kosten gehören.

Eine seriöse Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollte deshalb drei Fragen nacheinander beantworten:

  1. Welches zusätzliche Umsatzpotenzial könnte entstehen?
  2. Welche Kosten stehen diesem Potenzial gegenüber?
  3. Wie häufig müsste die Bahn gebucht werden, damit die Kosten auf Umsatzbasis rechnerisch gedeckt werden?

4. Warum Fläche allein nicht entscheidet

Natürlich benötigt eine Eisstockbahn eine geeignete Fläche. Terrasse, Biergarten, Hof-, Event- oder gegebenenfalls geeignete Parkplatzflächen können grundsätzlich in die Überlegungen einbezogen werden.

Trotzdem sollte die Planung nicht mit der Frage beginnen:

„Wie viele Bahnen passen hier hin?“

Sondern:

„Wie soll das Angebot später funktionieren?“

Eine Bahn oder mehrere Bahnen?

Eine einzelne Bahn kann für ein anderes Konzept sinnvoll sein als mehrere parallel genutzte Bahnen.

Entscheidend sind unter anderem die geplanten Gruppengrößen und der gewünschte Ablauf.

Soll eine kleine Gruppe gemeinsam spielen? Sollen bei einer Firmenfeier mehrere Teams gegeneinander antreten? Soll ein Eisstock-Cup veranstaltet werden? Oder soll die Bahn lediglich ein zusätzlicher Programmpunkt eines gastronomischen Winterabends sein?

Erst aus dem Nutzungskonzept ergibt sich, welche Konfiguration sinnvoll ist.

Die Verbindung zur Gastronomie ist entscheidend

Eine Eisstockbahn am anderen Ende eines Grundstücks ist betrieblich etwas anderes als eine Bahn direkt neben Restaurant, Winterterrasse oder Ausschank.

Deshalb fragt der Potenzial-Check gezielt nach der Verbindung zwischen Außenfläche und Gastronomie.

Dabei sollten beispielsweise folgende Wege betrachtet werden:

Eisstockbahn ↔ Ausschank ↔ Restaurant ↔ Küche ↔ Sanitärbereiche

Kurze und nachvollziehbare Wege können den Ablauf für Gäste und Personal vereinfachen.

Das ist besonders wichtig, wenn das Konzept bewusst zusätzlichen Gastro-Umsatz erzeugen soll. Wer zwischen den Spielen ein Getränk bestellt oder anschließend gemeinsam essen soll, sollte diese Angebote möglichst selbstverständlich erreichen können.

5. Wie wird aus Eisstockschießen ein funktionierender Betriebsablauf?

Ein gutes Angebot muss nicht nur attraktiv klingen. Es muss im Alltag funktionieren.

Eine Eisstockbahn bringt einen zusätzlichen Ablauf in den Gastronomiebetrieb: Gruppen kommen zu vereinbarten Zeiten, benötigen eine Bahn, bestellen möglicherweise Getränke und wechseln anschließend zum Essen.

Deshalb sollte die Customer Journey bereits vor dem Start einmal vollständig durchgespielt werden.

Vom Eintreffen bis zum Essen denken

Ein möglicher Ablauf könnte beispielsweise so aussehen:

Reservierung → Ankunft → Empfang → Einweisung → Eisstockschießen → Essen & Getränke → Abschluss

Für jeden dieser Schritte sollte klar sein, was passiert und wer verantwortlich ist.

Wo meldet sich die Gruppe an? Wann beginnt die Spielzeit? Wie kommen Getränke zur Bahn? Was passiert, wenn die vorherige Gruppe länger benötigt? Wann beginnt das Essen? Wo befindet sich die Gruppe anschließend?

Je klarer diese Abläufe geplant sind, desto einfacher lässt sich das Winterangebot in den bestehenden Betrieb integrieren.

Feste Pakete können auch die Organisation erleichtern

Ein konkret definiertes Gruppenpaket hat deshalb nicht nur Vorteile für die Vermarktung.

Es kann auch betriebliche Abläufe planbarer machen.

Wenn Gruppengröße, Spielzeit, Menü und Getränke bereits vorab bekannt sind, können Küche und Service anders planen als bei vollständig spontanem Geschäft.

Der gleiche Grundgedanke wird im Leitartikel zur Wintergastronomie bereits für Veranstaltungen beschrieben: Früh bekannte Teilnehmerzahlen und definierte Angebote können eine bessere Grundlage für Personal- und Warenplanung schaffen.

6. Warum die Vermarktung bereits vor dem Aufbau beginnen sollte

Die Eisstockbahn steht und jetzt?

Wer sich diese Frage erst nach dem Aufbau stellt, verschenkt wertvolle Zeit.

Eine Eisstockbahn kann zwar Aufmerksamkeit erzeugen. Sie füllt ihren Buchungskalender aber nicht automatisch.

Deshalb gehört die Vermarktung von Anfang an zum Konzept.

Nicht die Bahn, sondern den Anlass vermarkten

Für potenzielle Gäste ist die technische Lösung zweitrangig.

Sie suchen nicht zwingend nach: „Eisstockbahn bei Restaurant XY“

sondern möglicherweise nach:

„Idee für unsere Weihnachtsfeier“

„Firmenfeier im Winter“

„Was können wir mit unserem Team machen?“

„Winteraktivität mit anschließendem Essen“

Die Kommunikation sollte deshalb den Anlass in den Mittelpunkt stellen.

Nicht: „Wir haben jetzt eine Eisstockbahn.“

Sondern beispielsweise: „Ihre Weihnachtsfeier: Erst Eisstock-Cup, danach gemeinsam essen.“

Damit wird unmittelbar verständlich, für wen das Angebot gedacht ist und welches Erlebnis dahintersteht.

7. Welche Kanäle eignen sich zur Vermarktung?

Die Checkliste fragt bewusst sowohl nach bestehenden Kontakten zu Firmen und Gruppen als auch nach eigenen Kommunikationskanälen.

Denn beide Wege erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Website: Das Angebot auffindbar und buchbar machen

Auf der eigenen Website sollte das Winterangebot einen festen Platz erhalten.

Wichtig sind dabei vor allem die Fragen potenzieller Gäste: Was kann ich buchen? Für wie viele Personen? Was ist enthalten? Für welche Anlässe eignet sich das Angebot? Wie stelle ich eine Anfrage?

Fotos und Videos helfen dabei, das Erlebnis verständlicher zu machen.

Social Media: Das Erlebnis zeigen

Eisstockschießen ist visuell dankbar.

Teams, Wettbewerb, Bewegung, winterliche Beleuchtung, Getränke und gemeinsames Essen liefern Inhalte, die das Angebot wesentlich besser transportieren können als eine reine Leistungsbeschreibung.

Besonders wertvoll ist dabei authentisches Material aus dem laufenden Betrieb.

Newsletter und bestehende Gäste aktivieren

Ein bestehender Gästestamm kennt den Betrieb bereits.

Deshalb können Newsletter und eigene Kundenkontakte genutzt werden, um auf das neue Winterangebot aufmerksam zu machen.

Ein Restaurantgast kann schließlich gleichzeitig Mitarbeiter eines Unternehmens, Vereinsmitglied oder Organisator einer privaten Feier sein.

Unternehmen gezielt ansprechen

Gerade bei Firmenveranstaltungen sollte außerdem über aktive Ansprache nachgedacht werden.

Statt darauf zu warten, dass Unternehmen das Angebot zufällig entdecken, kann der Betrieb relevante Firmen im eigenen Einzugsgebiet gezielt auf ein konkretes Weihnachts- oder Winterpaket aufmerksam machen.

Entscheidend ist wiederum das Angebot: „Wir haben eine Eisstockbahn“ ist eine Information.

„Eisstock-Cup inklusive Glühweinempfang und anschließendem Wintermenü für Ihre Weihnachtsfeier“ ist ein buchbares Konzept.

8. Warum das Erlebnis über den wirtschaftlichen Erfolg mitentscheiden kann

Eine Eisstockbahn ist zunächst eine Aktivität. Das Produkt, an das sich Gäste erinnern, ist jedoch der gesamte Abend.

Deshalb bildet „Vermarktung & Erlebnis“ im Potenzial-Check bewusst einen gemeinsamen Bewertungsbereich.

Aus einer Bahn eine Winterlocation machen

Beleuchtung, gastronomisches Angebot und weitere Ausstattung können den Charakter des Angebots beeinflussen.

Eine Gruppe, die zwischen Parkplatz und Restaurant eine Bahn nutzt, erlebt etwas anderes als eine Gruppe, die in einer bewusst gestalteten Winterlocation empfangen wird, gemeinsam spielt und anschließend in passendem Ambiente isst.

Je nach Konzept können Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung und weitere Event- und Gastroausstattung miteinander kombiniert werden. Genau diese Kombination ist auch im bestehenden Check als Planungsoption vorgesehen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie soll sich der Abend für den Gast anfühlen?

Das Winterevent kann zum ersten Kontakt mit dem Restaurant werden

Hier schließt sich der Kreis zum übergeordneten Leitartikel.

Bei einer Firmenveranstaltung entscheidet möglicherweise eine einzige Person über die Location – aber 20, 30 oder 50 Teilnehmer erleben den Betrieb.

Für einen Teil davon kann es der erste Kontakt mit dem Restaurant sein.

Überzeugt das Gesamterlebnis, kann daraus eine weiterführende Customer Journey entstehen:

Eisstock-Event → gastronomisches Erlebnis → Erinnerung an den Betrieb → privater Restaurantbesuch → Empfehlung

Dieser Effekt lässt sich nicht seriös vorab in Euro beziffern. Strategisch ist er trotzdem interessant und entspricht derselben Logik, die der Leitartikel für Winterveranstaltungen insgesamt beschreibt.

9. Welche Rolle spielt die Eisstockbahn im gesamten Winterkonzept?

Nicht jeder Gastronomiebetrieb muss dieselbe Strategie verfolgen.

Für den einen Betrieb kann die Eisstockbahn eine eigenständige Winterattraktion sein. Bei einem anderen ergänzt sie die vorhandene Gastronomie. Und bei einem dritten ist sie Bestandteil eines größeren Veranstaltungskonzepts mit Winterterrasse, Gruppenangeboten und Firmenveranstaltungen.

Deshalb sollte die Eisstockbahn nicht isoliert geplant werden.

Eine sinnvolle Reihenfolge lautet:

Zielgruppe → Anlass → Angebot → Fläche → Ausstattung → Betriebsablauf → Preis → Vermarktung

Erst danach stellt sich die konkrete Produktfrage.

Welche Eisstocklösungen grundsätzlich möglich sind und wie sich Eisstockbahn, Gastronomie und weitere Winterausstattung kombinieren lassen, zeigen wir auf unserer Themenseite Eisstockbahn für Gastronomie & Winterevents.

10. Ist eine Eisstockbahn das richtige Winterangebot für Ihren Betrieb?

Nach all diesen Überlegungen bleibt die entscheidende Frage: Wie gut passen die Voraussetzungen in Ihrem eigenen Betrieb zusammen?

Genau dafür haben wir den Eisstockbahn-Potenzial-Check entwickelt.

Er betrachtet vier Bereiche:

  1. Zielgruppen & Nachfrage
    Gibt es Gruppen und Anlässe, für die das Angebot interessant sein könnte?
  2. Angebot & Umsatzpotenzial
    Lassen sich Bahn, Speisen und Getränke zu einem buchbaren Angebot verbinden?
  3. Fläche & Betrieb
    Passt die Lösung räumlich und organisatorisch zu Ihrem Gastronomiebetrieb?
  4. Vermarktung & Erlebnis
    Können Sie das Angebot sichtbar machen und daraus einen besonderen Winterabend entwickeln?

Mit zwölf Fragen erhalten Sie eine erste strukturierte Selbsteinschätzung und sehen gleichzeitig, in welchen Bereichen bereits gute Voraussetzungen bestehen und wo noch Klärungsbedarf besteht.

Was könnte eine Eisstockbahn für Ihren Betrieb erwirtschaften?

Wenn Zielgruppe, Konzept und Fläche grundsätzlich passen, folgt der nächste Schritt: die wirtschaftliche Betrachtung.

Mit dem meventa Eisstockbahn-Potenzial-Rechner können Sie mit Ihren eigenen Annahmen prüfen, welches Umsatzpotenzial aus Bahnvermietung und zusätzlichem Gastro-Umsatz entstehen könnte.

Anschließend können die Kosten der geplanten Lösung gegenübergestellt und betrachtet werden, wie viele Buchungsstunden rechnerisch erforderlich wären, um diese Kosten auf Umsatzbasis zu decken – genau diese Logik ist bereits für die Checkliste vorgesehen.

Fazit: Erfolgreich wird nicht die Eisstockbahn – sondern das Angebot darum herum

Ob eine Eisstockbahn für einen Gastronomiebetrieb interessant ist, entscheidet sich nicht allein anhand der verfügbaren Fläche.

Das größere Potenzial entsteht dort, wo mehrere Faktoren zusammenspielen:

Eine passende Zielgruppe trifft auf einen attraktiven Anlass. Aus der Aktivität entsteht ein konkretes Angebot. Eisstockschießen wird mit Speisen und Getränken verbunden. Die Abläufe funktionieren im Betrieb. Und das Wintererlebnis wird aktiv vermarktet.

Dann ist die Eisstockbahn nicht einfach zusätzliche Ausstattung auf einer ansonsten wenig genutzten Fläche.

Sie kann zu einem eigenen buchbaren Winterprodukt werden und damit einen neuen Anlass schaffen, aus dem Gruppenbuchungen, Veranstaltungen, gastronomischer Zusatzumsatz und neue Kontakte zum Restaurant entstehen können.

Die Ausgangsfrage sollte deshalb nicht lauten:

„Passt eine Eisstockbahn auf meine Fläche?“

Sondern:

„Welches Winterangebot kann ich aus meiner Fläche, meiner Gastronomie und einer Eisstockbahn entwickeln?“

Jetzt Eisstockbahn für Ihren Betrieb prüfen

Sie haben bereits eine Fläche oder eine erste Idee für Ihr Winterangebot?

meventa kann Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung sowie weitere Event- und Gastroausstattung zu einer individuellen Lösung kombinieren. Diese Kombination ist auch in der bestehenden Eisstockbahn-Checkliste als Bestandteil des meventa-Angebots vorgesehen.

Oder sprechen Sie direkt mit uns

Stefan Holzhausen
Vertrieb / Außendienst Zelte & Eventzubehör
Tel. direkt: +49 2173 26461-41
Mobil: +49 157 34215638
E-Mail: holzhausen@meventa.de

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Winterterrasse für die Gastronomie planen: 12 Fragen, die Sie vorher beantworten sollten

Eine vorhandene Terrasse, freie Fläche und die Möglichkeit, dort zusätzliche Sitzplätze zu schaffen: Auf den ersten Blick scheint die Planung einer Winterterrasse damit recht einfach.

Für eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung reicht das jedoch nicht.

Denn die entscheidende Frage ist nicht, wie viele Plätze technisch auf eine Fläche passen. Entscheidend ist, wie viele zusätzliche Plätze der Betrieb tatsächlich benötigt, bewirtschaften und auslasten kann.

Genau deshalb sollte die Planung einer Winterterrasse nicht mit der Auswahl eines Zeltes beginnen.

Sie sollte mit dem eigenen Betrieb beginnen.

Wie häufig fehlen im Winter Plätze? Welche Reservierungen können heute nicht angenommen werden? Gibt es Nachfrage nach größeren Gruppen? Wie viele zusätzliche Gäste könnte die Küche überhaupt bewältigen? Und gibt es einen realistischen Plan, wie die neue Kapazität ausgelastet werden soll?

Unser Winterterrassen-Potenzial-Check übersetzt diese Überlegungen in zwölf konkrete Fragen und vier Bewertungsbereiche: Nachfrage & Kapazität, wirtschaftliches Potenzial, Fläche & Betrieb sowie Veranstaltungen & Vermarktung.

In diesem Beitrag gehen wir einen Schritt weiter und zeigen, was hinter den einzelnen Fragen steckt und welche Erkenntnisse Sie daraus für die Planung Ihrer Winterterrasse ableiten können.

1. Stoßen Sie im Winter tatsächlich an Ihre Kapazitätsgrenze?

Eine Winterterrasse schafft zusätzliche Plätze. Das ist aber nur dann ein Vorteil, wenn zusätzliche Plätze auch benötigt werden.

Deshalb beginnt die Analyse nicht auf der Terrasse, sondern im bestehenden Gastraum.

Die interessante Frage lautet: Was passiert heute an einem starken Wintertag, wenn alle verfügbaren Plätze belegt sind?

Bleiben weitere Anfragen aus, besteht zunächst kein offensichtlicher Kapazitätsengpass.

Müssen dagegen regelmäßig Gäste auf andere Uhrzeiten ausweichen, Gruppen aufgeteilt oder Reservierungen abgelehnt werden, sieht die Ausgangslage anders aus.

Nicht die Durchschnittsauslastung entscheidet

Ein Restaurant muss nicht den gesamten Winter ausgebucht sein, damit zusätzliche Kapazität interessant sein kann.

Entscheidend können einzelne Tage und Zeitfenster sein.

Ein Betrieb kann beispielsweise von Montag bis Donnerstag ausreichend freie Plätze haben und trotzdem freitags und samstags regelmäßig an seine Grenze stoßen.

Eine durchschnittliche Auslastungszahl würde diesen Engpass verschleiern.

Deshalb lohnt sich eine differenziertere Betrachtung:

  • An welchen Tagen fehlen Plätze?
  • Zu welchen Uhrzeiten?
  • Und wie häufig passiert das tatsächlich?

2. Wie viele Reservierungen verlieren Sie heute aufgrund fehlender Plätze?

Die zweite Frage geht einen Schritt weiter.

Eine hohe Auslastung ist ein Indiz. Abgelehnte Reservierungen sind dagegen ein konkreteres Signal für nicht bediente Nachfrage.

Wer dokumentiert, wie häufig Reservierungsanfragen wegen fehlender Kapazität abgelehnt werden, erhält deshalb eine wichtige Grundlage für die Planung.

Aus „Wir könnten mehr Plätze gebrauchen“ sollte eine messbare Größe werden

Viele Entscheidungen beginnen mit einem Gefühl: „Am Wochenende könnten wir eigentlich mehr Tische gebrauchen.“

Für eine Investitionsentscheidung ist es sinnvoll, dieses Gefühl mit vorhandenen Daten abzugleichen.

Beispielsweise:

Wie viele Anfragen wurden im vergangenen November und Dezember abgelehnt? Wie viele Personen waren davon betroffen? Welche Wochentage waren besonders stark? Welche Uhrzeiten? Und waren es überwiegend Einzelreservierungen oder größere Gruppen?

Aus diesen Informationen entsteht ein deutlich klareres Bild.

Statt: „Wir brauchen wahrscheinlich 40 zusätzliche Plätze.“

lautet die Frage dann beispielsweise: „Wie viel bislang verlorene Nachfrage könnten wir mit 20, 30 oder 40 zusätzlichen Plätzen tatsächlich bedienen?“

Damit wird aus einer Flächenentscheidung eine Nachfrageentscheidung.

3. Welche Rolle spielen Gruppen und Veranstaltungen in Ihrer Nachfrage?

Nicht jede abgelehnte Reservierung ist gleich relevant. Eine Anfrage für vier Personen stellt einen Betrieb vor eine andere Situation als eine Weihnachtsfeier mit 35 Personen. Deshalb fragt der Winterterrassen-Potenzial-Check gezielt danach, ob bereits Anfragen für größere Gruppen, Firmenveranstaltungen, Familienfeiern oder geschlossene Gesellschaften vorhanden sind.

Prüfen Sie nicht nur die Anzahl, sondern die Struktur Ihrer Anfragen

Gerade bei größeren Gruppen kann das Problem weniger in der Gesamtzahl vorhandener Sitzplätze als in der Raumstruktur liegen.

Vielleicht sind im Restaurant theoretisch noch 35 Plätze frei, aber nicht gemeinsam in einem Bereich.

Für die Planung sollte deshalb dokumentiert werden:

  • Wie groß sind typische Gruppenanfragen?
  • Wie häufig kommen sie vor?
  • Warum können sie heute nicht angenommen werden?
  • Fehlen insgesamt Plätze oder fehlt ein zusammenhängender Bereich?

Das beeinflusst später unmittelbar die Anforderungen an die Winterterrasse.

Ein zusätzlicher Raum für 30 Personen erfüllt eine andere Aufgabe als 30 weitere Plätze, die primär für das normale Abendgeschäft benötigt werden.

4. Wie viele zusätzliche Sitzplätze können Sie wirklich verkaufen?

Jetzt erst kommt die Zahl der zusätzlichen Plätze ins Spiel.

Die Checkliste formuliert hier bewusst nicht die Frage: „Wie viele Plätze passen auf Ihre Terrasse?“

Sondern sinngemäß: „Wie viele zusätzliche Plätze könnten Sie sinnvoll nutzen?“

Dieser Unterschied ist entscheidend.

Technische Maximalkapazität und wirtschaftlich sinnvolle Kapazität sind zwei verschiedene Größen

Angenommen, eine Fläche könnte theoretisch für 60 zusätzliche Sitzplätze genutzt werden. Wenn der Betrieb an seinen relevanten Wintertagen aber nur Nachfrage für durchschnittlich 25 zusätzliche Gäste erwartet, sind 60 Plätze nicht automatisch die bessere Lösung.

Umgekehrt kann eine größere Fläche sinnvoll sein, wenn regelmäßig größere Gruppen angefragt werden, die heute keinen geeigneten Raum finden.

Die Dimensionierung sollte deshalb aus drei Größen entstehen:

vorhandene Nachfrage + gewünschte Nutzung + betriebliche Leistungsfähigkeit

und nicht allein aus:

verfügbare Quadratmeter = möglichst viele Sitzplätze

Diese Unterscheidung ist eine der wichtigsten Erkenntnisse des Checks.

5. Wie realistisch ist Ihre angenommene Auslastung?

Schätzen Sie nicht, nutzen Sie vorhandene Signale

Eine Prognose bleibt immer eine Prognose. Trotzdem lässt sie sich fundierter oder weniger fundiert erstellen.

Hilfreiche Anhaltspunkte können beispielsweise sein:
Reservierungsdaten aus dem Vorjahr, abgelehnte Reservierungen, Auslastung nach Wochentagen, Gruppenanfragen oder bereits bekannte Weihnachtsfeiern.

Auch unterschiedliche Szenarien helfen. Statt von einer einzigen Auslastung auszugehen, kann der Betrieb beispielsweise mit einer vorsichtigen, einer realistischen und einer sehr guten Entwicklung rechnen.

So wird sichtbar, wie stark das wirtschaftliche Potenzial von der tatsächlichen Belegung abhängt.

6. An wie vielen Tagen wird die Winterterrasse tatsächlich Geld verdienen können?

Eine weitere Zahl wird bei der Planung leicht unterschätzt: die tatsächlichen Nutzungstage.

Eine Winterterrasse kann mehrere Monate stehen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie an jedem dieser Tage wirtschaftlich genutzt wird.

Deshalb fragt der Check ausdrücklich nach den realistisch erwartbaren Nutzungstagen pro Monat.

Standzeit und Nutzungstage sollten getrennt betrachtet werden

Ein Betrieb mit starkem Wochenendgeschäft kann eine andere Rechnung haben als ein Restaurant, das die Winterterrasse nahezu täglich in den normalen Betrieb integriert.

Auch eine primär für Veranstaltungen genutzte Fläche folgt einer anderen Logik.

Deshalb sollten Gastronomen möglichst konkret planen:

  • Welche Wochentage sind relevant?
  • Wird die Terrasse mittags, abends oder in beiden Zeitfenstern genutzt?
  • Gibt es Tage, an denen sie nur für Gruppen geöffnet wird?
  • Wie verändert sich die Nutzung zwischen November, Dezember, Januar und Februar?

Erst daraus entsteht eine realistische Zahl möglicher Nutzungstage.

Die Kombination aus zusätzlichen Plätzen × Auslastung × Umsatz pro Gast × Nutzungstagen bildet anschließend die Grundlage für eine erste Umsatzpotenzial-Betrachtung, wie sie auch im bestehenden Winterterrassen-Konzept vorgesehen ist.

7. Ist Ihre vorhandene Außenfläche wirklich eine gute Betriebsfläche?

Bis hierhin ging es vor allem um Nachfrage. Erst jetzt richtet sich der Blick auf die Terrasse selbst.

Dass eine Fläche vorhanden ist, bedeutet noch nicht automatisch, dass sie für eine Winterterrasse gleichermaßen gut geeignet ist. Der Potenzial-Check fragt deshalb zunächst, ob eine im Winter wenig genutzte Außenfläche vorhanden ist, bevor eine konkrete Zeltlösung betrachtet wird.

Fläche nicht nur in Quadratmetern denken

Für eine erste betriebliche Einschätzung sind nicht nur Länge und Breite interessant. Relevant ist auch, wo sich die Fläche im Verhältnis zum bestehenden Betrieb befindet.

Eine unmittelbar an den Gastraum angrenzende Terrasse bietet andere Voraussetzungen als eine weiter entfernte Fläche. Auch die geplante Nutzung verändert die Anforderungen: Regulärer Restaurantbetrieb, größere Gruppen und Veranstaltungen benötigen möglicherweise unterschiedliche Raumaufteilungen.

Die konkrete technische Machbarkeit und die geeignete Zeltlösung sollten anschließend individuell geprüft werden.

8. Wie gut lässt sich die Winterterrasse in Ihre bestehenden Abläufe integrieren?

Diese Frage ist für die Wirtschaftlichkeit mindestens genauso wichtig wie die reine Fläche.

Denn jeder zusätzliche Gast erzeugt Bewegung: Speisen müssen von der Küche zum Gast gelangen. Getränke müssen serviert werden. Geschirr muss zurückgebracht werden. Mitarbeitende wechseln zwischen Gastraum und Winterterrasse.

Die Checkliste bewertet deshalb ausdrücklich, wie gut die Außenfläche an Küche, Gastraum und Servicebereiche angebunden ist.

Zusätzliche Meter werden im Service schnell zu vielen Kilometern

Ein kleiner zusätzlicher Laufweg wirkt auf einem Grundriss möglicherweise unbedeutend. Im laufenden Betrieb wird er jedoch immer wieder zurückgelegt.

Deshalb lohnt sich vor der Planung ein einfacher Praxistest: Den gedachten Weg vom Küchenpass zu einem Tisch auf der Winterterrasse ablaufen. Danach den Weg zur Getränkeversorgung. Dann zurück zum Abräumen. Nicht einmal, sondern gedanklich über einen gesamten Abend.

So wird schnell sichtbar, ob die neue Fläche sinnvoll an bestehende Abläufe angebunden werden kann oder ob zusätzliche Servicestationen bzw. organisatorische Anpassungen erforderlich werden könnten.

9. Wo liegt Ihre tatsächliche Kapazitätsgrenze: bei den Sitzplätzen oder im Betrieb?

Diese Frage ist besonders wichtig, denn möglicherweise fehlen einem Restaurant zwar Sitzplätze – gleichzeitig arbeitet die Küche an starken Abenden aber bereits an ihrer Leistungsgrenze. Dann löst zusätzliche Fläche nicht automatisch das eigentliche Problem.

Der Check fragt deshalb ausdrücklich, ob zusätzliche Gäste personell und organisatorisch bewältigt werden können.

Den Engpass vor der Erweiterung identifizieren

Vor der Dimensionierung der Winterterrasse lohnt sich deshalb eine kleine Engpassanalyse.

  • Wo liegt heute an einem starken Abend die Grenze?
  • Bei den vorhandenen Tischen?
  • Bei der Küche?
  • Beim Service?
  • Bei der Getränkeausgabe?
  • Bei den Laufwegen?
  • Oder beim Personal insgesamt?

Erst wenn der tatsächliche Engpass bekannt ist, lässt sich beurteilen, ob zusätzliche Plätze ihn lösen, oder lediglich an eine andere Stelle verschieben.

Das kann auch bedeuten, dass eine kleinere Winterterrasse für einen Betrieb sinnvoller ist als die maximal mögliche Variante.

10. Soll die Winterterrasse den normalen Betrieb erweitern, oder eine zweite Aufgabe übernehmen?

Bis zu diesem Punkt lässt sich bereits relativ gut einschätzen, ob zusätzliche Winterkapazität grundsätzlich sinnvoll sein könnte.

Jetzt kommt eine strategische Entscheidung hinzu: Welche Aufgabe soll diese Kapazität erfüllen?

Die Checkliste prüft deshalb gesondert, ob die Winterterrasse auch für Gruppen und Veranstaltungen genutzt werden könnte.

Dabei geht es nicht darum, dass jeder Betrieb zwingend ein Eventgeschäft entwickeln muss. Vielmehr beeinflusst die Antwort die Planung.

Drei Nutzungsmodelle lassen sich unterscheiden

Eine Winterterrasse kann primär:

  1. den normalen Restaurantbetrieb erweitern,
  2. einen separaten Bereich für Gruppen und Veranstaltungen schaffen,
  3. oder beide Funktionen miteinander verbinden.

Diese Entscheidung wirkt sich auf die Anforderungen an Kapazität, Bestuhlung, Abläufe und Ausstattung aus.

Wer beispielsweise regelmäßig Gruppen mit 30 bis 40 Personen bedienen möchte, sollte anders planen als ein Restaurant, das hauptsächlich zusätzliche Zweier- und Vierertische an starken Wochenenden benötigt.

Der Leitartikel zeigt die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten bereits ausführlich. Für die konkrete Planung ist an dieser Stelle vor allem wichtig, welches Modell für den eigenen Betrieb Priorität hat.

11. Wie sollen die zusätzlichen Plätze ausgelastet werden?

Die elfte Frage des Checks ist aus wirtschaftlicher Sicht besonders relevant: Haben Sie Möglichkeiten, das neue Winterangebot aktiv zu vermarkten?

Dabei sollte zwischen zwei Situationen unterschieden werden. Wenn bereits regelmäßig Reservierungen abgelehnt werden, kann die Winterterrasse vorhandene Nachfrage aufnehmen. Wenn zusätzliche Nachfrage erst geschaffen werden soll, braucht es dagegen einen konkreten Vermarktungsplan.

Vorhandene Nachfrage und neu zu erzeugende Nachfrage trennen

Das klingt zunächst theoretisch, macht für die Planung aber einen großen Unterschied.

Fall A: vorhandene Nachfrage

Der Betrieb hat beispielsweise bereits einen gut gefüllten Reservierungskalender und verliert an Wochenenden Geschäft aufgrund fehlender Plätze.

Hier besteht die Aufgabe primär darin, bestehende Nachfrage auf die neue Fläche zu lenken.

Fall B: zusätzliche Nachfrage

Der Innenbereich verfügt noch über freie Kapazitäten und die Winterterrasse soll zusätzliches Geschäft erzeugen. Dann reicht es nicht, neue Plätze bereitzustellen. Es braucht einen Grund, warum zusätzliche Gäste kommen sollen.

Die Vermarktungsaufgabe ist in Fall B entsprechend größer. Das sollte bereits in der Potenzialbewertung berücksichtigt werden, nicht erst, wenn die Winterterrasse aufgebaut ist.

12. Haben Sie einen konkreten Grund, warum Gäste genau diese Winterterrasse buchen sollen?

Die letzte Frage führt Nachfrage, Fläche und Vermarktung zusammen.

Der Check fragt, ob aus der Winterterrasse ein besonderes Angebot entstehen kann – beispielsweise über Wintermenüs, Weihnachtsfeiern, Firmenarrangements, Themenabende oder Kombinationen mit weiteren Winteraktivitäten.

Dabei muss nicht jeder Gastronomiebetrieb ein vollkommen neues Konzept entwickeln. Aber je stärker die Winterterrasse zusätzliches Geschäft erzeugen soll, desto wichtiger wird ein klarer Buchungsanlass.

Aus Kapazität sollte ein Angebot werden

„Unsere Terrasse ist jetzt auch im Winter geöffnet“ kann für Stammgäste bereits relevant sein.

Wer dagegen gezielt neue Gruppen oder Veranstaltungen gewinnen möchte, benötigt möglicherweise eine konkretere Aussage. Zum Beispiel:

„Weihnachtsfeier für bis zu 40 Personen auf unserer Winterterrasse.“

oder:

„Wintermenü für Gruppen in unserem separaten Winterbereich.“

Der Unterschied liegt darin, dass Gäste nicht mehr selbst überlegen müssen, wofür sie den zusätzlichen Raum nutzen könnten. Das Angebot beantwortet diese Frage bereits.

Wer darüber hinaus eine Winteraktivität als eigenen Besuchsanlass integrieren möchte, findet die entsprechende Vertiefung in unserem Beitrag 7 Ideen und Inspirationen: Warum eine Eisstockbahn heute mehr ist als eine Winterattraktion. Dort steht bewusst nicht die zusätzliche Sitzplatzkapazität, sondern die Entwicklung eines aktivitätsgetriebenen Winterprodukts im Mittelpunkt.

Die Gesamtpunktzahl allein sagt noch nicht, wo Ihr Potenzial liegt

Nach zwölf Fragen liefert der Winterterrassen-Potenzial-Check eine Gesamtbewertung von maximal 36 Punkten.

Für die weitere Planung ist jedoch mindestens genauso interessant, wie sich diese Punkte zusammensetzen. Denn zwei Gastronomiebetriebe können dieselbe Gesamtpunktzahl erreichen und trotzdem völlig unterschiedliche Voraussetzungen haben.

Ein Betrieb könnte beispielsweise sehr gute Werte bei Nachfrage und wirtschaftlichem Potenzial erreichen, aber Schwierigkeiten bei Fläche und Betriebsabläufen haben. Ein anderer verfügt über eine ideale Fläche und ausreichend Personal, muss aber erst einen belastbaren Weg finden, zusätzliche Nachfrage zu erzeugen.

Deshalb sollte nicht nur gefragt werden: „Wie viele Punkte habe ich?“

Sondern: „In welchem Bereich liegen meine stärksten Voraussetzungen – und wo besteht noch Klärungsbedarf?“

Genau dafür sieht die Checkliste auch eine separate Bewertung der vier Bereiche vor: 7–9 Punkte stehen für gute Voraussetzungen, 4–6 Punkte sollten genauer betrachtet werden und bei 0–3 Punkten besteht Klärungsbedarf.

Was Ihre vier Teilergebnisse über die Planung verraten

Aus den vier Bereichen lassen sich unterschiedliche nächste Schritte ableiten.

Hohe Werte bei Nachfrage & Kapazität sprechen dafür, dass zusätzliche Plätze auf bereits vorhandene Nachfrage treffen könnten. Dann sollte genauer geprüft werden, welche Kapazität tatsächlich benötigt wird.

Hohe Werte beim wirtschaftlichen Potenzial deuten darauf hin, dass relevante Platzzahl, Auslastung und Nutzungstage zusammenkommen könnten. Dann lohnt sich eine konkretere Potenzialrechnung.

Hohe Werte bei Fläche & Betrieb zeigen, dass die organisatorischen Voraussetzungen grundsätzlich günstig eingeschätzt werden. Im nächsten Schritt kann die konkrete technische Planung der Fläche folgen.

Hohe Werte bei Veranstaltungen & Vermarktung erweitern die Möglichkeiten über das normale Restaurantgeschäft hinaus. Hier kann geprüft werden, welche zusätzlichen Gruppen- oder Winterangebote zur Positionierung des Betriebs passen.

Besonders interessant sind aber die Abweichungen zwischen diesen Bereichen.

Denn genau dort zeigen sich häufig die Fragen, die vor einer Investitionsentscheidung noch beantwortet werden sollten.

Vom Potenzial-Check zur konkreten Winterterrasse: die richtige Reihenfolge

Nach dem Check sollte nicht automatisch die größtmögliche Zeltlösung ausgewählt werden.

Sinnvoller ist eine schrittweise Verdichtung der Planung:

  1. Nachfrage belegen
    Wann und für welche Gäste wird zusätzliche Kapazität benötigt?
  2. sinnvolle Kapazität bestimmen
    Wie viele zusätzliche Plätze lassen sich realistisch auslasten?
  3. betrieblichen Engpass prüfen
    Können Küche, Service und Organisation diese Gäste bewältigen?
  4. Nutzungsmodell festlegen
    Regulärer Restaurantbetrieb, Veranstaltungen oder beides?
  5. wirtschaftliches Potenzial rechnen
    Welche zusätzlichen Umsätze könnten unter realistischen Annahmen entstehen?
  6. Fläche konkret planen
    Welche Lösung passt zu Nutzung, Kapazität und räumlichen Voraussetzungen?

Damit verändert sich auch die Rolle der Zeltplanung: Das Zelt ist nicht der Ausgangspunkt der Entscheidung, sondern die räumliche Antwort auf einen zuvor definierten betrieblichen Bedarf.

Ist eine Winterterrasse das richtige Modell für Ihren Betrieb?

Genau diese Frage soll der Winterterrassen-Potenzial-Check zunächst beantworten.

Die zwölf Fragen betrachten nicht nur die vorhandene Außenfläche, sondern vier miteinander verbundene Voraussetzungen:

Nachfrage & zusätzliche Kapazität
Gibt es tatsächlich Situationen, in denen zusätzliche Plätze benötigt werden?

Wirtschaftliches Potenzial
Wie viele Plätze könnten realistisch ausgelastet und wie häufig genutzt werden?

Fläche & Betrieb
Lässt sich zusätzliche Kapazität sinnvoll in Küche, Service und bestehende Abläufe integrieren?

Veranstaltungen & Vermarktung
Gibt es weitere Nutzungsanlässe und Möglichkeiten, die zusätzliche Kapazität aktiv auszulasten?

Damit liefert der Check noch keine fertige Investitionsrechnung. Er hilft vielmehr dabei, die richtigen Fragen vor der konkreten Planung zu beantworten. Genau so ist die bestehende Checkliste konzipiert.

Was könnte Ihre Terrasse im Winter erwirtschaften?

Wenn der Check grundsätzliches Potenzial zeigt, lässt sich die wirtschaftliche Seite im nächsten Schritt konkreter betrachten.

Der meventa Winterterrassen-Rechner setzt dort an, wo die Checkliste aufhört.

Mit den eigenen Annahmen zu zusätzlichen Sitzplätzen, erwarteter Auslastung, durchschnittlichem Umsatz pro Gast und Nutzungsdauer lässt sich ein mögliches zusätzliches Umsatzpotenzial berechnen. Diese Größen sind sowohl im Leitartikel als auch in der Checkliste als Grundlage der Potenzialbetrachtung vorgesehen.

Das Ergebnis ist dabei bewusst als Umsatzpotenzial und nicht als Gewinnprognose zu verstehen. Individuelle Kosten des Gastronomiebetriebs müssen für die tatsächliche wirtschaftliche Bewertung zusätzlich berücksichtigt werden.

Fazit: Erst den Betrieb prüfen, dann die Winterterrasse planen

Bei der Planung einer Winterterrasse ist die verfügbare Fläche nur ein Teil der Entscheidung.

Mindestens genauso wichtig ist, was im bestehenden Betrieb passiert.

Gibt es nachweisbare Nachfrage nach zusätzlichen Plätzen? Wann tritt sie auf? Welche Gruppen können heute nicht bedient werden? Wie viele zusätzliche Gäste lassen sich realistisch auslasten? Kann der Betrieb diese Gäste bewältigen? Und sollen lediglich bestehende Engpässe gelöst oder zusätzlich neue Buchungsanlässe geschaffen werden?

Erst aus diesen Antworten ergibt sich, welche Winterterrasse wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll sein könnte.

Deshalb sollte die erste Frage nicht lauten: „Wie groß kann meine Winterterrasse werden?“

Sondern: „Welche zusätzliche Kapazität braucht mein Betrieb tatsächlich und kann ich sie wirtschaftlich nutzen?“

Der Potenzial-Check hilft dabei, diese Frage strukturiert zu beantworten. Die konkrete Flächen- und Zeltplanung folgt anschließend.

Jetzt den nächsten Schritt für Ihre Winterterrasse gehen

Sie haben Ihren Betrieb bereits eingeschätzt und möchten wissen, was auf Ihrer Fläche konkret möglich ist?

meventa begleitet Gastronomiebetriebe laut bestehender Checkliste von der Bedarfsklärung über Planung und Zusammenstellung der Ausstattung bis zum Aufbau. Je nach Anforderungen können dabei unter anderem Zeltlösung, Fassaden, Boden, Heizung und Beleuchtung kombiniert werden.

Noch am Anfang?

Potenzial bereits erkannt?

Schon eine konkrete Fläche im Kopf?

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Stefan Holzhausen
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