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Winterterrasse für die Gastronomie planen: 12 Fragen, die Sie vorher beantworten sollten

Eine vorhandene Terrasse, freie Fläche und die Möglichkeit, dort zusätzliche Sitzplätze zu schaffen: Auf den ersten Blick scheint die Planung einer Winterterrasse damit recht einfach.

Für eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung reicht das jedoch nicht.

Denn die entscheidende Frage ist nicht, wie viele Plätze technisch auf eine Fläche passen. Entscheidend ist, wie viele zusätzliche Plätze der Betrieb tatsächlich benötigt, bewirtschaften und auslasten kann.

Genau deshalb sollte die Planung einer Winterterrasse nicht mit der Auswahl eines Zeltes beginnen.

Sie sollte mit dem eigenen Betrieb beginnen.

Wie häufig fehlen im Winter Plätze? Welche Reservierungen können heute nicht angenommen werden? Gibt es Nachfrage nach größeren Gruppen? Wie viele zusätzliche Gäste könnte die Küche überhaupt bewältigen? Und gibt es einen realistischen Plan, wie die neue Kapazität ausgelastet werden soll?

Unser Winterterrassen-Potenzial-Check übersetzt diese Überlegungen in zwölf konkrete Fragen und vier Bewertungsbereiche: Nachfrage & Kapazität, wirtschaftliches Potenzial, Fläche & Betrieb sowie Veranstaltungen & Vermarktung.

In diesem Beitrag gehen wir einen Schritt weiter und zeigen, was hinter den einzelnen Fragen steckt und welche Erkenntnisse Sie daraus für die Planung Ihrer Winterterrasse ableiten können.

1. Stoßen Sie im Winter tatsächlich an Ihre Kapazitätsgrenze?

Eine Winterterrasse schafft zusätzliche Plätze. Das ist aber nur dann ein Vorteil, wenn zusätzliche Plätze auch benötigt werden.

Deshalb beginnt die Analyse nicht auf der Terrasse, sondern im bestehenden Gastraum.

Die interessante Frage lautet: Was passiert heute an einem starken Wintertag, wenn alle verfügbaren Plätze belegt sind?

Bleiben weitere Anfragen aus, besteht zunächst kein offensichtlicher Kapazitätsengpass.

Müssen dagegen regelmäßig Gäste auf andere Uhrzeiten ausweichen, Gruppen aufgeteilt oder Reservierungen abgelehnt werden, sieht die Ausgangslage anders aus.

Nicht die Durchschnittsauslastung entscheidet

Ein Restaurant muss nicht den gesamten Winter ausgebucht sein, damit zusätzliche Kapazität interessant sein kann.

Entscheidend können einzelne Tage und Zeitfenster sein.

Ein Betrieb kann beispielsweise von Montag bis Donnerstag ausreichend freie Plätze haben und trotzdem freitags und samstags regelmäßig an seine Grenze stoßen.

Eine durchschnittliche Auslastungszahl würde diesen Engpass verschleiern.

Deshalb lohnt sich eine differenziertere Betrachtung:

  • An welchen Tagen fehlen Plätze?
  • Zu welchen Uhrzeiten?
  • Und wie häufig passiert das tatsächlich?

2. Wie viele Reservierungen verlieren Sie heute aufgrund fehlender Plätze?

Die zweite Frage geht einen Schritt weiter.

Eine hohe Auslastung ist ein Indiz. Abgelehnte Reservierungen sind dagegen ein konkreteres Signal für nicht bediente Nachfrage.

Wer dokumentiert, wie häufig Reservierungsanfragen wegen fehlender Kapazität abgelehnt werden, erhält deshalb eine wichtige Grundlage für die Planung.

Aus „Wir könnten mehr Plätze gebrauchen“ sollte eine messbare Größe werden

Viele Entscheidungen beginnen mit einem Gefühl: „Am Wochenende könnten wir eigentlich mehr Tische gebrauchen.“

Für eine Investitionsentscheidung ist es sinnvoll, dieses Gefühl mit vorhandenen Daten abzugleichen.

Beispielsweise:

Wie viele Anfragen wurden im vergangenen November und Dezember abgelehnt? Wie viele Personen waren davon betroffen? Welche Wochentage waren besonders stark? Welche Uhrzeiten? Und waren es überwiegend Einzelreservierungen oder größere Gruppen?

Aus diesen Informationen entsteht ein deutlich klareres Bild.

Statt: „Wir brauchen wahrscheinlich 40 zusätzliche Plätze.“

lautet die Frage dann beispielsweise: „Wie viel bislang verlorene Nachfrage könnten wir mit 20, 30 oder 40 zusätzlichen Plätzen tatsächlich bedienen?“

Damit wird aus einer Flächenentscheidung eine Nachfrageentscheidung.

3. Welche Rolle spielen Gruppen und Veranstaltungen in Ihrer Nachfrage?

Nicht jede abgelehnte Reservierung ist gleich relevant. Eine Anfrage für vier Personen stellt einen Betrieb vor eine andere Situation als eine Weihnachtsfeier mit 35 Personen. Deshalb fragt der Winterterrassen-Potenzial-Check gezielt danach, ob bereits Anfragen für größere Gruppen, Firmenveranstaltungen, Familienfeiern oder geschlossene Gesellschaften vorhanden sind.

Prüfen Sie nicht nur die Anzahl, sondern die Struktur Ihrer Anfragen

Gerade bei größeren Gruppen kann das Problem weniger in der Gesamtzahl vorhandener Sitzplätze als in der Raumstruktur liegen.

Vielleicht sind im Restaurant theoretisch noch 35 Plätze frei, aber nicht gemeinsam in einem Bereich.

Für die Planung sollte deshalb dokumentiert werden:

  • Wie groß sind typische Gruppenanfragen?
  • Wie häufig kommen sie vor?
  • Warum können sie heute nicht angenommen werden?
  • Fehlen insgesamt Plätze oder fehlt ein zusammenhängender Bereich?

Das beeinflusst später unmittelbar die Anforderungen an die Winterterrasse.

Ein zusätzlicher Raum für 30 Personen erfüllt eine andere Aufgabe als 30 weitere Plätze, die primär für das normale Abendgeschäft benötigt werden.

4. Wie viele zusätzliche Sitzplätze können Sie wirklich verkaufen?

Jetzt erst kommt die Zahl der zusätzlichen Plätze ins Spiel.

Die Checkliste formuliert hier bewusst nicht die Frage: „Wie viele Plätze passen auf Ihre Terrasse?“

Sondern sinngemäß: „Wie viele zusätzliche Plätze könnten Sie sinnvoll nutzen?“

Dieser Unterschied ist entscheidend.

Technische Maximalkapazität und wirtschaftlich sinnvolle Kapazität sind zwei verschiedene Größen

Angenommen, eine Fläche könnte theoretisch für 60 zusätzliche Sitzplätze genutzt werden. Wenn der Betrieb an seinen relevanten Wintertagen aber nur Nachfrage für durchschnittlich 25 zusätzliche Gäste erwartet, sind 60 Plätze nicht automatisch die bessere Lösung.

Umgekehrt kann eine größere Fläche sinnvoll sein, wenn regelmäßig größere Gruppen angefragt werden, die heute keinen geeigneten Raum finden.

Die Dimensionierung sollte deshalb aus drei Größen entstehen:

vorhandene Nachfrage + gewünschte Nutzung + betriebliche Leistungsfähigkeit

und nicht allein aus:

verfügbare Quadratmeter = möglichst viele Sitzplätze

Diese Unterscheidung ist eine der wichtigsten Erkenntnisse des Checks.

5. Wie realistisch ist Ihre angenommene Auslastung?

Schätzen Sie nicht, nutzen Sie vorhandene Signale

Eine Prognose bleibt immer eine Prognose. Trotzdem lässt sie sich fundierter oder weniger fundiert erstellen.

Hilfreiche Anhaltspunkte können beispielsweise sein:
Reservierungsdaten aus dem Vorjahr, abgelehnte Reservierungen, Auslastung nach Wochentagen, Gruppenanfragen oder bereits bekannte Weihnachtsfeiern.

Auch unterschiedliche Szenarien helfen. Statt von einer einzigen Auslastung auszugehen, kann der Betrieb beispielsweise mit einer vorsichtigen, einer realistischen und einer sehr guten Entwicklung rechnen.

So wird sichtbar, wie stark das wirtschaftliche Potenzial von der tatsächlichen Belegung abhängt.

6. An wie vielen Tagen wird die Winterterrasse tatsächlich Geld verdienen können?

Eine weitere Zahl wird bei der Planung leicht unterschätzt: die tatsächlichen Nutzungstage.

Eine Winterterrasse kann mehrere Monate stehen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie an jedem dieser Tage wirtschaftlich genutzt wird.

Deshalb fragt der Check ausdrücklich nach den realistisch erwartbaren Nutzungstagen pro Monat.

Standzeit und Nutzungstage sollten getrennt betrachtet werden

Ein Betrieb mit starkem Wochenendgeschäft kann eine andere Rechnung haben als ein Restaurant, das die Winterterrasse nahezu täglich in den normalen Betrieb integriert.

Auch eine primär für Veranstaltungen genutzte Fläche folgt einer anderen Logik.

Deshalb sollten Gastronomen möglichst konkret planen:

  • Welche Wochentage sind relevant?
  • Wird die Terrasse mittags, abends oder in beiden Zeitfenstern genutzt?
  • Gibt es Tage, an denen sie nur für Gruppen geöffnet wird?
  • Wie verändert sich die Nutzung zwischen November, Dezember, Januar und Februar?

Erst daraus entsteht eine realistische Zahl möglicher Nutzungstage.

Die Kombination aus zusätzlichen Plätzen × Auslastung × Umsatz pro Gast × Nutzungstagen bildet anschließend die Grundlage für eine erste Umsatzpotenzial-Betrachtung, wie sie auch im bestehenden Winterterrassen-Konzept vorgesehen ist.

7. Ist Ihre vorhandene Außenfläche wirklich eine gute Betriebsfläche?

Bis hierhin ging es vor allem um Nachfrage. Erst jetzt richtet sich der Blick auf die Terrasse selbst.

Dass eine Fläche vorhanden ist, bedeutet noch nicht automatisch, dass sie für eine Winterterrasse gleichermaßen gut geeignet ist. Der Potenzial-Check fragt deshalb zunächst, ob eine im Winter wenig genutzte Außenfläche vorhanden ist, bevor eine konkrete Zeltlösung betrachtet wird.

Fläche nicht nur in Quadratmetern denken

Für eine erste betriebliche Einschätzung sind nicht nur Länge und Breite interessant. Relevant ist auch, wo sich die Fläche im Verhältnis zum bestehenden Betrieb befindet.

Eine unmittelbar an den Gastraum angrenzende Terrasse bietet andere Voraussetzungen als eine weiter entfernte Fläche. Auch die geplante Nutzung verändert die Anforderungen: Regulärer Restaurantbetrieb, größere Gruppen und Veranstaltungen benötigen möglicherweise unterschiedliche Raumaufteilungen.

Die konkrete technische Machbarkeit und die geeignete Zeltlösung sollten anschließend individuell geprüft werden.

8. Wie gut lässt sich die Winterterrasse in Ihre bestehenden Abläufe integrieren?

Diese Frage ist für die Wirtschaftlichkeit mindestens genauso wichtig wie die reine Fläche.

Denn jeder zusätzliche Gast erzeugt Bewegung: Speisen müssen von der Küche zum Gast gelangen. Getränke müssen serviert werden. Geschirr muss zurückgebracht werden. Mitarbeitende wechseln zwischen Gastraum und Winterterrasse.

Die Checkliste bewertet deshalb ausdrücklich, wie gut die Außenfläche an Küche, Gastraum und Servicebereiche angebunden ist.

Zusätzliche Meter werden im Service schnell zu vielen Kilometern

Ein kleiner zusätzlicher Laufweg wirkt auf einem Grundriss möglicherweise unbedeutend. Im laufenden Betrieb wird er jedoch immer wieder zurückgelegt.

Deshalb lohnt sich vor der Planung ein einfacher Praxistest: Den gedachten Weg vom Küchenpass zu einem Tisch auf der Winterterrasse ablaufen. Danach den Weg zur Getränkeversorgung. Dann zurück zum Abräumen. Nicht einmal, sondern gedanklich über einen gesamten Abend.

So wird schnell sichtbar, ob die neue Fläche sinnvoll an bestehende Abläufe angebunden werden kann oder ob zusätzliche Servicestationen bzw. organisatorische Anpassungen erforderlich werden könnten.

9. Wo liegt Ihre tatsächliche Kapazitätsgrenze: bei den Sitzplätzen oder im Betrieb?

Diese Frage ist besonders wichtig, denn möglicherweise fehlen einem Restaurant zwar Sitzplätze – gleichzeitig arbeitet die Küche an starken Abenden aber bereits an ihrer Leistungsgrenze. Dann löst zusätzliche Fläche nicht automatisch das eigentliche Problem.

Der Check fragt deshalb ausdrücklich, ob zusätzliche Gäste personell und organisatorisch bewältigt werden können.

Den Engpass vor der Erweiterung identifizieren

Vor der Dimensionierung der Winterterrasse lohnt sich deshalb eine kleine Engpassanalyse.

  • Wo liegt heute an einem starken Abend die Grenze?
  • Bei den vorhandenen Tischen?
  • Bei der Küche?
  • Beim Service?
  • Bei der Getränkeausgabe?
  • Bei den Laufwegen?
  • Oder beim Personal insgesamt?

Erst wenn der tatsächliche Engpass bekannt ist, lässt sich beurteilen, ob zusätzliche Plätze ihn lösen, oder lediglich an eine andere Stelle verschieben.

Das kann auch bedeuten, dass eine kleinere Winterterrasse für einen Betrieb sinnvoller ist als die maximal mögliche Variante.

10. Soll die Winterterrasse den normalen Betrieb erweitern, oder eine zweite Aufgabe übernehmen?

Bis zu diesem Punkt lässt sich bereits relativ gut einschätzen, ob zusätzliche Winterkapazität grundsätzlich sinnvoll sein könnte.

Jetzt kommt eine strategische Entscheidung hinzu: Welche Aufgabe soll diese Kapazität erfüllen?

Die Checkliste prüft deshalb gesondert, ob die Winterterrasse auch für Gruppen und Veranstaltungen genutzt werden könnte.

Dabei geht es nicht darum, dass jeder Betrieb zwingend ein Eventgeschäft entwickeln muss. Vielmehr beeinflusst die Antwort die Planung.

Drei Nutzungsmodelle lassen sich unterscheiden

Eine Winterterrasse kann primär:

  1. den normalen Restaurantbetrieb erweitern,
  2. einen separaten Bereich für Gruppen und Veranstaltungen schaffen,
  3. oder beide Funktionen miteinander verbinden.

Diese Entscheidung wirkt sich auf die Anforderungen an Kapazität, Bestuhlung, Abläufe und Ausstattung aus.

Wer beispielsweise regelmäßig Gruppen mit 30 bis 40 Personen bedienen möchte, sollte anders planen als ein Restaurant, das hauptsächlich zusätzliche Zweier- und Vierertische an starken Wochenenden benötigt.

Der Leitartikel zeigt die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten bereits ausführlich. Für die konkrete Planung ist an dieser Stelle vor allem wichtig, welches Modell für den eigenen Betrieb Priorität hat.

11. Wie sollen die zusätzlichen Plätze ausgelastet werden?

Die elfte Frage des Checks ist aus wirtschaftlicher Sicht besonders relevant: Haben Sie Möglichkeiten, das neue Winterangebot aktiv zu vermarkten?

Dabei sollte zwischen zwei Situationen unterschieden werden. Wenn bereits regelmäßig Reservierungen abgelehnt werden, kann die Winterterrasse vorhandene Nachfrage aufnehmen. Wenn zusätzliche Nachfrage erst geschaffen werden soll, braucht es dagegen einen konkreten Vermarktungsplan.

Vorhandene Nachfrage und neu zu erzeugende Nachfrage trennen

Das klingt zunächst theoretisch, macht für die Planung aber einen großen Unterschied.

Fall A: vorhandene Nachfrage

Der Betrieb hat beispielsweise bereits einen gut gefüllten Reservierungskalender und verliert an Wochenenden Geschäft aufgrund fehlender Plätze.

Hier besteht die Aufgabe primär darin, bestehende Nachfrage auf die neue Fläche zu lenken.

Fall B: zusätzliche Nachfrage

Der Innenbereich verfügt noch über freie Kapazitäten und die Winterterrasse soll zusätzliches Geschäft erzeugen. Dann reicht es nicht, neue Plätze bereitzustellen. Es braucht einen Grund, warum zusätzliche Gäste kommen sollen.

Die Vermarktungsaufgabe ist in Fall B entsprechend größer. Das sollte bereits in der Potenzialbewertung berücksichtigt werden, nicht erst, wenn die Winterterrasse aufgebaut ist.

12. Haben Sie einen konkreten Grund, warum Gäste genau diese Winterterrasse buchen sollen?

Die letzte Frage führt Nachfrage, Fläche und Vermarktung zusammen.

Der Check fragt, ob aus der Winterterrasse ein besonderes Angebot entstehen kann – beispielsweise über Wintermenüs, Weihnachtsfeiern, Firmenarrangements, Themenabende oder Kombinationen mit weiteren Winteraktivitäten.

Dabei muss nicht jeder Gastronomiebetrieb ein vollkommen neues Konzept entwickeln. Aber je stärker die Winterterrasse zusätzliches Geschäft erzeugen soll, desto wichtiger wird ein klarer Buchungsanlass.

Aus Kapazität sollte ein Angebot werden

„Unsere Terrasse ist jetzt auch im Winter geöffnet“ kann für Stammgäste bereits relevant sein.

Wer dagegen gezielt neue Gruppen oder Veranstaltungen gewinnen möchte, benötigt möglicherweise eine konkretere Aussage. Zum Beispiel:

„Weihnachtsfeier für bis zu 40 Personen auf unserer Winterterrasse.“

oder:

„Wintermenü für Gruppen in unserem separaten Winterbereich.“

Der Unterschied liegt darin, dass Gäste nicht mehr selbst überlegen müssen, wofür sie den zusätzlichen Raum nutzen könnten. Das Angebot beantwortet diese Frage bereits.

Wer darüber hinaus eine Winteraktivität als eigenen Besuchsanlass integrieren möchte, findet die entsprechende Vertiefung in unserem Beitrag 7 Ideen und Inspirationen: Warum eine Eisstockbahn heute mehr ist als eine Winterattraktion. Dort steht bewusst nicht die zusätzliche Sitzplatzkapazität, sondern die Entwicklung eines aktivitätsgetriebenen Winterprodukts im Mittelpunkt.

Die Gesamtpunktzahl allein sagt noch nicht, wo Ihr Potenzial liegt

Nach zwölf Fragen liefert der Winterterrassen-Potenzial-Check eine Gesamtbewertung von maximal 36 Punkten.

Für die weitere Planung ist jedoch mindestens genauso interessant, wie sich diese Punkte zusammensetzen. Denn zwei Gastronomiebetriebe können dieselbe Gesamtpunktzahl erreichen und trotzdem völlig unterschiedliche Voraussetzungen haben.

Ein Betrieb könnte beispielsweise sehr gute Werte bei Nachfrage und wirtschaftlichem Potenzial erreichen, aber Schwierigkeiten bei Fläche und Betriebsabläufen haben. Ein anderer verfügt über eine ideale Fläche und ausreichend Personal, muss aber erst einen belastbaren Weg finden, zusätzliche Nachfrage zu erzeugen.

Deshalb sollte nicht nur gefragt werden: „Wie viele Punkte habe ich?“

Sondern: „In welchem Bereich liegen meine stärksten Voraussetzungen – und wo besteht noch Klärungsbedarf?“

Genau dafür sieht die Checkliste auch eine separate Bewertung der vier Bereiche vor: 7–9 Punkte stehen für gute Voraussetzungen, 4–6 Punkte sollten genauer betrachtet werden und bei 0–3 Punkten besteht Klärungsbedarf.

Was Ihre vier Teilergebnisse über die Planung verraten

Aus den vier Bereichen lassen sich unterschiedliche nächste Schritte ableiten.

Hohe Werte bei Nachfrage & Kapazität sprechen dafür, dass zusätzliche Plätze auf bereits vorhandene Nachfrage treffen könnten. Dann sollte genauer geprüft werden, welche Kapazität tatsächlich benötigt wird.

Hohe Werte beim wirtschaftlichen Potenzial deuten darauf hin, dass relevante Platzzahl, Auslastung und Nutzungstage zusammenkommen könnten. Dann lohnt sich eine konkretere Potenzialrechnung.

Hohe Werte bei Fläche & Betrieb zeigen, dass die organisatorischen Voraussetzungen grundsätzlich günstig eingeschätzt werden. Im nächsten Schritt kann die konkrete technische Planung der Fläche folgen.

Hohe Werte bei Veranstaltungen & Vermarktung erweitern die Möglichkeiten über das normale Restaurantgeschäft hinaus. Hier kann geprüft werden, welche zusätzlichen Gruppen- oder Winterangebote zur Positionierung des Betriebs passen.

Besonders interessant sind aber die Abweichungen zwischen diesen Bereichen.

Denn genau dort zeigen sich häufig die Fragen, die vor einer Investitionsentscheidung noch beantwortet werden sollten.

Vom Potenzial-Check zur konkreten Winterterrasse: die richtige Reihenfolge

Nach dem Check sollte nicht automatisch die größtmögliche Zeltlösung ausgewählt werden.

Sinnvoller ist eine schrittweise Verdichtung der Planung:

  1. Nachfrage belegen
    Wann und für welche Gäste wird zusätzliche Kapazität benötigt?
  2. sinnvolle Kapazität bestimmen
    Wie viele zusätzliche Plätze lassen sich realistisch auslasten?
  3. betrieblichen Engpass prüfen
    Können Küche, Service und Organisation diese Gäste bewältigen?
  4. Nutzungsmodell festlegen
    Regulärer Restaurantbetrieb, Veranstaltungen oder beides?
  5. wirtschaftliches Potenzial rechnen
    Welche zusätzlichen Umsätze könnten unter realistischen Annahmen entstehen?
  6. Fläche konkret planen
    Welche Lösung passt zu Nutzung, Kapazität und räumlichen Voraussetzungen?

Damit verändert sich auch die Rolle der Zeltplanung: Das Zelt ist nicht der Ausgangspunkt der Entscheidung, sondern die räumliche Antwort auf einen zuvor definierten betrieblichen Bedarf.

Ist eine Winterterrasse das richtige Modell für Ihren Betrieb?

Genau diese Frage soll der Winterterrassen-Potenzial-Check zunächst beantworten.

Die zwölf Fragen betrachten nicht nur die vorhandene Außenfläche, sondern vier miteinander verbundene Voraussetzungen:

Nachfrage & zusätzliche Kapazität
Gibt es tatsächlich Situationen, in denen zusätzliche Plätze benötigt werden?

Wirtschaftliches Potenzial
Wie viele Plätze könnten realistisch ausgelastet und wie häufig genutzt werden?

Fläche & Betrieb
Lässt sich zusätzliche Kapazität sinnvoll in Küche, Service und bestehende Abläufe integrieren?

Veranstaltungen & Vermarktung
Gibt es weitere Nutzungsanlässe und Möglichkeiten, die zusätzliche Kapazität aktiv auszulasten?

Damit liefert der Check noch keine fertige Investitionsrechnung. Er hilft vielmehr dabei, die richtigen Fragen vor der konkreten Planung zu beantworten. Genau so ist die bestehende Checkliste konzipiert.

Was könnte Ihre Terrasse im Winter erwirtschaften?

Wenn der Check grundsätzliches Potenzial zeigt, lässt sich die wirtschaftliche Seite im nächsten Schritt konkreter betrachten.

Der meventa Winterterrassen-Rechner setzt dort an, wo die Checkliste aufhört.

Mit den eigenen Annahmen zu zusätzlichen Sitzplätzen, erwarteter Auslastung, durchschnittlichem Umsatz pro Gast und Nutzungsdauer lässt sich ein mögliches zusätzliches Umsatzpotenzial berechnen. Diese Größen sind sowohl im Leitartikel als auch in der Checkliste als Grundlage der Potenzialbetrachtung vorgesehen.

Das Ergebnis ist dabei bewusst als Umsatzpotenzial und nicht als Gewinnprognose zu verstehen. Individuelle Kosten des Gastronomiebetriebs müssen für die tatsächliche wirtschaftliche Bewertung zusätzlich berücksichtigt werden.

Fazit: Erst den Betrieb prüfen, dann die Winterterrasse planen

Bei der Planung einer Winterterrasse ist die verfügbare Fläche nur ein Teil der Entscheidung.

Mindestens genauso wichtig ist, was im bestehenden Betrieb passiert.

Gibt es nachweisbare Nachfrage nach zusätzlichen Plätzen? Wann tritt sie auf? Welche Gruppen können heute nicht bedient werden? Wie viele zusätzliche Gäste lassen sich realistisch auslasten? Kann der Betrieb diese Gäste bewältigen? Und sollen lediglich bestehende Engpässe gelöst oder zusätzlich neue Buchungsanlässe geschaffen werden?

Erst aus diesen Antworten ergibt sich, welche Winterterrasse wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll sein könnte.

Deshalb sollte die erste Frage nicht lauten: „Wie groß kann meine Winterterrasse werden?“

Sondern: „Welche zusätzliche Kapazität braucht mein Betrieb tatsächlich und kann ich sie wirtschaftlich nutzen?“

Der Potenzial-Check hilft dabei, diese Frage strukturiert zu beantworten. Die konkrete Flächen- und Zeltplanung folgt anschließend.

Jetzt den nächsten Schritt für Ihre Winterterrasse gehen

Sie haben Ihren Betrieb bereits eingeschätzt und möchten wissen, was auf Ihrer Fläche konkret möglich ist?

meventa begleitet Gastronomiebetriebe laut bestehender Checkliste von der Bedarfsklärung über Planung und Zusammenstellung der Ausstattung bis zum Aufbau. Je nach Anforderungen können dabei unter anderem Zeltlösung, Fassaden, Boden, Heizung und Beleuchtung kombiniert werden.

Noch am Anfang?

Potenzial bereits erkannt?

Schon eine konkrete Fläche im Kopf?

Oder sprechen Sie direkt mit uns

Stefan Holzhausen
Vertrieb / Außendienst Zelte & Eventzubehör
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E-Mail: holzhausen@meventa.de

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