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Was kostet Sie eine ungenutzte Restaurantterrasse im Winter?

_KI generiert Ungenutzte Restaurantterrasse im Winter neben einem beleuchteten Gastraum

Die Wirtschaftlichkeit einer Winterterrasse beginnt für Gastronomen häufig mit einer vertrauten Situation: Am Samstagabend sind alle Tische im Restaurant reserviert. Eine weitere Gesellschaft fragt an, doch Sie müssen absagen. Gleichzeitig bleibt die Terrasse bis zum Frühjahr ungenutzt.

Fehlende Plätze können Ihren Betrieb in solchen Momenten Geschäft kosten. Wie hoch dieser wirtschaftliche Nachteil tatsächlich ist, lässt sich allerdings nicht allein aus der Größe der Außenfläche ableiten. Entscheidend ist, wie viele zusätzliche Gäste Sie dort realistisch bewirten könnten und welcher Betrag nach den zusätzlichen Kosten übrig bliebe.

Eine nüchterne Rechnung hilft Ihnen dabei, das Potenzial Ihrer Terrasse einzuschätzen – und zu entscheiden, ob eine Winternutzung zu Ihrem Gastronomiebetrieb passt.

Kurz erklärt

  • Eine ungenutzte Terrasse verursacht nicht automatisch einen wirtschaftlichen Verlust. Dafür muss eine realistische, wirtschaftlich vorteilhafte Nutzung möglich sein.
  • Abgelehnte Reservierungen und Gruppenanfragen helfen, bislang nicht bediente Nachfrage einzuschätzen.
  • Zusätzlicher Umsatz ist noch kein Gewinn. Waren-, Personal-, Energie- und Projektkosten gehören in die Rechnung.
  • Die Gewinnschwelle zeigt, wie viele zusätzliche Gäste erforderlich sind, um die zusätzlichen Kosten zu decken.

Sie möchten Ihre Außenfläche wirtschaftlich einordnen? Berechnen Sie zunächst, welches zusätzliche Umsatzpotenzial Ihre Restaurantterrasse im Winter bieten könnte.

1. Was bedeutet eine ungenutzte Winterterrasse wirtschaftlich für Ihren Gastronomiebetrieb?

Im Sommer gehört die Terrasse selbstverständlich zum Betrieb. Im Winter fällt diese Kapazität häufig weg. Ob Ihnen dadurch ein wirtschaftlicher Vorteil entgeht, hängt davon ab, welche Nutzung unter den Bedingungen Ihres Restaurants tatsächlich möglich wäre.

Der betriebswirtschaftliche Begriff dafür lautet Opportunitätskosten: Gemeint ist der entgangene Vorteil der besten realistisch verfügbaren Alternative.

Für Ihre Terrasse bedeutet das: Würde eine wettergeschützte Winternutzung nach Abzug aller zusätzlichen Kosten einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis leisten, verzichten Sie beim Leerstand auf diesen möglichen Vorteil. Eine Rechnung dafür erhalten Sie nicht. Sichtbar wird er erst durch den Vergleich der beiden Möglichkeiten.

Dabei sollten Sie drei Größen auseinanderhalten:

  • Bestehende Kosten: beispielsweise eine Pacht, die unabhängig von der Winternutzung weiterläuft.
  • Entgangener Umsatz: Erlöse aus zusätzlichem Geschäft, das Sie ohne weitere Kapazität nicht annehmen können.
  • Entgangener Ergebnisbeitrag: der Betrag, der von diesen Erlösen nach sämtlichen zusätzlichen Kosten verbleiben würde.

Bestehende Pachtkosten und entgangenen Umsatz einfach zusammenzurechnen wäre irreführend. Ebenso wenig sollten Sie den möglichen Umsatz vollständig als Opportunitätskosten bezeichnen.

Ist keine ausreichende Nachfrage vorhanden oder wäre die Winterterrasse teurer als ihr zusätzlicher wirtschaftlicher Beitrag, kann der Leerstand die sinnvollere Entscheidung sein.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten zeigt unser Leitartikel zur Außengastronomie im Winter.

2. Welche Nachfrage verlieren Sie tatsächlich durch fehlende Plätze?

Die wichtigste Datengrundlage liegt häufig bereits in Ihrem Reservierungssystem, im E-Mail-Postfach oder bei den Mitarbeitenden, die Anfragen entgegennehmen.

Abgelehnte Reservierungen und Gruppenanfragen erfassen

Dokumentieren Sie über mehrere Wochen, welche Anfragen wegen fehlender Kapazität nicht angenommen werden können. Hilfreich sind:

  • gewünschter Tag und Uhrzeit,
  • Anzahl der Gäste,
  • Anlass beziehungsweise Gruppengröße,
  • konkreter Absagegrund,
  • angebotene Alternative und deren Annahme.

Der Absagegrund ist besonders aufschlussreich. Fehlen tatsächlich Sitzplätze? Gibt es keinen zusammenhängenden Bereich für die Gesellschaft? Oder könnte die Küche die zusätzlichen Essen ohnehin nicht bewältigen?

Eine Winterterrasse kann einen räumlichen Engpass lösen. Bei ausgelasteter Küche oder fehlendem Servicepersonal braucht es zusätzlich eine betriebliche Lösung.

Prüfen Sie außerdem einzelne Zeitfenster. Ein Restaurant mit freien Tischen unter der Woche kann freitags und samstags trotzdem Nachfrage verlieren. Ein Monatsdurchschnitt verdeckt diese Unterschiede.

Zusätzliche Gäste von verlagerten Gästen unterscheiden

Nicht jede abgelehnte Anfrage ist dauerhaft verloren. Manche Gäste buchen einen anderen Termin. Andere hätten auch im Innenraum Platz gefunden und entscheiden sich lediglich für die Winterterrasse.

Für Ihre Kalkulation zählt deshalb der zusätzliche Umsatz des gesamten Betriebs.

Wenn zehn Gäste vom Innenraum auf die Terrasse wechseln und ihre bisherigen Plätze frei bleiben, entsteht daraus zunächst kein zusätzlicher Gästeumsatz. Werden diese Plätze anschließend von weiteren Gästen belegt, sieht die Rechnung anders aus.

Auch Gruppenveranstaltungen sollten Sie entsprechend prüfen: Ermöglicht die Winterterrasse eine zusätzliche Feier, während der Restaurantbetrieb weiterläuft? Oder verdrängt die Veranstaltung anderes Geschäft? Ein dadurch entfallender Deckungsbeitrag gehört ebenfalls in den Vergleich.

Prüfen Sie ergänzend die zwölf Fragen vor der Planung Ihrer Winterterrasse.

3. Wie berechnen Sie das Umsatzpotenzial Ihrer Winterterrasse?

Eine erste Potenzialrechnung verbindet fünf Größen:

Zusätzliche Plätze × Belegung × Tischbelegungen pro Nutzungstag × Nutzungstage × durchschnittlicher Nettoumsatz pro Gast

Für die folgende Modellrechnung nehmen wir an:

  • 40 zusätzliche Sitzplätze,
  • eine mögliche Tischbelegung pro Nutzungstag,
  • 20 Nutzungstage im Monat,
  • 35 Euro durchschnittlichen Nettoumsatz pro Gast.

Alle Werte sind frei gewählte Rechenannahmen. Sie stellen weder Branchenwerte noch eine Umsatzprognose für Ihren Betrieb dar. Zudem wird angenommen, dass sämtliche Gäste in der Tabelle tatsächlich zusätzlich kommen.

Durchschnittliche BelegungZusätzliche Gäste pro NutzungstagZusätzlicher Nettoumsatz pro Monat
25 %107.000 €
50 %2014.000 €
75 %3021.000 €
_KI generiert Modellrechnung zum zusätzlichen Nettoumsatz einer Winterterrasse bei drei Belegungen KI generiert

Bei 50 Prozent Belegung lautet die Rechnung:

40 Plätze × 50 % × 1 Belegung × 20 Tage × 35 € = 14.000 € zusätzlicher Nettoumsatz

Arbeiten Sie mit Ihrem eigenen durchschnittlichen Bon. Für die betriebliche Kalkulation rechnen Sie Erlöse ohne Umsatzsteuer und Kosten auf derselben Grundlage; bei Vorsteuerabzugsberechtigung grundsätzlich ohne abziehbare Vorsteuer.

Auch die Nutzungstage müssen realistisch sein. Drei Monate Standzeit bedeuten nicht automatisch drei Monate täglichen Betrieb. Berechnen Sie starke Wochenenden, Veranstaltungstage und ruhigere Monate möglichst getrennt. Einen zweiten Tischwechsel sollten Sie nur ansetzen, wenn Nachfrage und Abläufe ihn tatsächlich ermöglichen.

4. Was bleibt nach den zusätzlichen Kosten übrig?

Für die Wirtschaftlichkeit Ihrer Winterterrasse müssen Sie die zusätzlichen Erlöse den zusätzlichen Kosten gegenüberstellen.

Wareneinsatz, Personal und Betriebskosten berücksichtigen

Zu den relevanten Positionen gehören je nach Konzept:

  • Lebensmittel und Getränke,
  • zusätzliche Personalstunden einschließlich Arbeitgeberkosten,
  • Heizenergie, Strom und Reinigung,
  • Zeltmiete, Transport sowie Auf- und Abbau,
  • Boden, Einrichtung und technische Ausstattung,
  • Vermarktung sowie gegebenenfalls Gebühren und weitere Projektkosten.

Unterscheiden Sie Kosten, die mit jedem weiteren Gast steigen, von Kosten, die für den geplanten Zeitraum weitgehend unabhängig von der Gästezahl anfallen. Die IHK nennt beispielsweise Wareneinsatz und Mehrarbeit als variable Kosten, während Miete oder Versicherungsprämien regelmäßig unabhängig von der Auslastung entstehen.

Kosten dürfen dabei nur einmal berücksichtigt werden. Wenn zusätzliche Personalstunden bereits in einem Kostenbetrag pro Gast enthalten sind, gehören dieselben Stunden nicht erneut in den monatlichen Kostenblock.

Die Gewinnschwelle Ihrer Winterterrasse bestimmen

Wir führen das Beispiel mit weiteren frei gewählten Annahmen fort:

RechengrößeAngenommener Wert
Nettoumsatz pro zusätzlichem Gast35 €
Gästeabhängige zusätzliche Kosten pro Gast15 €
Deckungsbeitrag pro zusätzlichem Gast20 €
Weitere zusätzliche Kosten pro Monat6.000 €

Der Deckungsbeitrag ist hier der Nettoumsatz abzüglich der gästeabhängigen zusätzlichen Kosten. Er steht zur Deckung des weiteren Kostenblocks zur Verfügung.

Die angenommenen 6.000 Euro umfassen sämtliche übrigen zusätzlichen Projekt- und Betriebskosten des Monats. Einmalige Kosten werden für diese Modellrechnung auf den geplanten Nutzungszeitraum verteilt. Der Betrag ist kein meventa-Mietpreis.

Bei 20 zusätzlichen Gästen an 20 Nutzungstagen ergibt sich:

400 Gäste × 20 € Deckungsbeitrag − 6.000 € = 2.000 € zusätzlicher Ergebnisbeitrag pro Monat

Die Gewinnschwelle liegt bei:

6.000 € ÷ 20 € = 300 zusätzliche Gäste pro Monat

_KI generiert Berechnung der Gewinnschwelle einer Winterterrasse mit angenommenen Nettowerten KI generiert

Bei 20 Nutzungstagen sind das durchschnittlich 15 zusätzliche Gäste pro Tag beziehungsweise 37,5 Prozent Belegung der 40 Plätze bei einer Tischbelegung.

Mit nur zehn zusätzlichen Gästen täglich ergäbe sich dagegen ein negativer Ergebnisbeitrag von 2.000 Euro. Die Umsatzrechnung allein hätte diesen Unterschied nicht gezeigt.

Das Ergebnis beschreibt die Veränderung gegenüber dem Betrieb ohne Winterterrasse vor Ertragsteuern. Es ist nicht der Gesamtgewinn Ihres Restaurants. Werden zusätzliche Schichten oder weitere Kostenstufen erforderlich, müssen Sie die Rechnung entsprechend anpassen.

5. Wann spricht die Rechnung für eine Winterterrasse – und wann dagegen?

Eine Winternutzung ist näher zu prüfen, wenn Sie regelmäßig räumlich bedingte Absagen haben, Gruppen einen separaten Bereich benötigen und Küche sowie Service zusätzliche Gäste bewältigen können.

Zurückhaltung ist angebracht, wenn die Belegung überwiegend auf Hoffnung beruht, zusätzliche Gäste kaum von bestehenden Gästen zu unterscheiden sind oder die Kosten nur bei nahezu voller Auslastung gedeckt werden.

Gruppenmenüs und Winterveranstaltungen können eine weitere Nutzung ermöglichen. Dafür brauchen Sie eine eigene Erlös- und Kostenplanung. Zusätzliche Angebote wie Eisstockschießen schaffen möglicherweise Besuchsanlässe, benötigen aber ebenfalls Fläche, Betreuung und Budget.

Prüfen Sie außerdem die technische und behördliche Machbarkeit, bevor Sie mit der Kapazität fest rechnen. Eine kürzere Nutzungsdauer oder kleinere Lösung kann wirtschaftlich besser passen als die maximale Erweiterung.

Fazit: Entscheidend ist, welchen zusätzlichen Beitrag Ihre Terrasse leisten kann

Beginnen Sie mit den Anfragen, die Ihr Restaurant heute nicht bedienen kann. Daraus lässt sich ableiten, wann zusätzliche Plätze benötigt werden und welche Größe sinnvoll erscheint.

Stellen Sie anschließend die erwarteten Deckungsbeiträge den vollständigen zusätzlichen Kosten gegenüber. Bleibt auch bei vorsichtiger Belegung ein positiver Beitrag, haben Sie eine belastbare Grundlage für die weitere Planung.

Sie haben eine Außenfläche und möchten ihre Winternutzung konkret prüfen? meventa unterstützt Sie bei der Planung einer passenden Winterterrasse für Ihre Gastronomie. Teilen Sie uns Standort, gewünschte Kapazität und Nutzungszeitraum mit.

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Firmenfeier im Zelt planen: Die passende Location für Ihr Event im Freien

Firmenfeier im Zelt auf einem Firmengelände mit angrenzender Außenfläche

Eine Firmenfeier im Zelt zu planen, verbindet zwei Wünsche: draußen zusammenkommen und den Gästen einen verlässlich vorbereiteten Veranstaltungsraum bieten. Auf dem Firmengelände, in einem Innenhof oder auf einer geeigneten Grünfläche entsteht eine Location, die zum Unternehmen und zum Anlass passt.

Gegenüber einer vollständig offenen Veranstaltung bietet eine Zeltlösung entscheidende Vorteile. Das gemeinsame Essen hat einen geschützten Platz. Gespräche können auch bei einem Regenschauer weitergehen. Beleuchtung, Mobiliar und Präsentationsbereiche lassen sich in einem klaren Raumkonzept unterbringen. Bei geeigneter Witterung bleibt die Außenfläche Teil der Feier.

Damit wird das Zelt zum Mittelpunkt der Veranstaltung. Wie dieser Raum aussehen sollte, hängt davon ab, ob Sie ein lockeres Sommerfest, ein Firmenjubiläum, einen Kundenempfang oder eine Weihnachtsfeier planen. Gästezahl, Standort, Jahreszeit und Ausstattung bestimmen gemeinsam, welche Lösung sinnvoll ist.

Das Wesentliche im Überblick

  1. Ein Zelt verbessert die Nutzbarkeit Ihrer Außenfläche. Es schafft geschützte Bereiche für Gäste, Essen und Programm und lässt sich mit offenen Aufenthaltsflächen verbinden.
  2. Der Anlass bestimmt das Raumkonzept. Ein Sommerfest benötigt andere Bereiche als ein Empfang oder eine Jubiläumsfeier mit Bühne.
  3. Die Gästezahl allein reicht zur Größenplanung nicht aus. Bestuhlung, Buffet, Bar, Technik und Laufwege benötigen ebenfalls Platz.
  4. Standort und Ausstattung gehören zusammen. Untergrund, Boden, Zugänge, Versorgung und Raumklima beeinflussen, wie gut die Location funktioniert.
  5. Die Zeltplanung beginnt frühzeitig. Verfügbarkeit, Standortprüfung, Aufbau und gegebenenfalls behördliche Abstimmungen müssen zusammenpassen.

Sie haben bereits einen Termin und eine Fläche im Blick? Besprechen Sie Ihre Firmenfeier mit meventa. Mit Standort, ungefährer Gästezahl und geplantem Anlass lässt sich die passende Zeltlösung konkretisieren.

Im Freien feiern: Wann ein Zelt für die Firmenfeier sinnvoll ist

Ein Sommerabend auf dem eigenen Betriebsgelände hat einen anderen Charakter als eine Veranstaltung im Besprechungsraum. Kollegen begegnen sich außerhalb ihrer üblichen Arbeitsumgebung. Kunden erleben den Unternehmensstandort persönlich. Ein Innenhof oder eine Grünfläche wird für einige Stunden zu einem Ort für Austausch und gemeinsames Feiern.

Eine vollständig offene Veranstaltung setzt allerdings voraus, dass die Bedingungen über den gesamten Zeitraum passen. Schon ein Regenschauer kann dazu führen, dass Gäste zusammenrücken, Tische verlassen oder in ungeeignete Innenräume ausweichen. Auch starke Sonne oder ein kühler Abend beeinflussen, wie angenehm der Aufenthalt ist.

Mit einer Zeltlösung lässt sich die Außenfläche von Anfang an besser nutzen. Das Zelt gibt der Feier einen festen Mittelpunkt. Hier können Gäste essen, einer Rede zuhören oder sich unterhalten. Die angrenzende Fläche ergänzt diesen Raum, beispielsweise mit Stehtischen oder weiteren Sitzmöglichkeiten.

Entscheidend ist, welche Funktionen geschützt stattfinden sollen. Wenn alle Gäste gleichzeitig essen, muss dafür ausreichend überdachter Platz vorhanden sein. Ist das Zelt nur für das Buffet vorgesehen, löst es die Frage nach dem Aufenthalt der Gäste bei Regen noch nicht.

Ein Zelt ist besonders sinnvoll, wenn:

  • am gewünschten Standort kein ausreichend großer Veranstaltungsraum vorhanden ist;
  • die Feier bewusst auf dem eigenen Gelände stattfinden soll;
  • Essen, Gespräche und Programm einen gemeinsamen Rahmen benötigen;
  • offene und geschützte Bereiche miteinander verbunden werden sollen;
  • die Raumaufteilung auf einen bestimmten Anlass abgestimmt werden muss.

Die Außenatmosphäre bleibt dabei erhalten. Je nach Zeltsystem und vorgesehener Konfiguration können Öffnungen oder transparente Seiten den Bezug zur Umgebung unterstützen. So entsteht eine Firmenlocation, die draußen liegt und zugleich mehr Komfort bietet als eine ausschließlich offene Fläche.

Unterschiedliche Firmenfeiern stellen unterschiedliche Anforderungen an das Zelt

Welche Zeltlösung passt, lässt sich am besten vom Ablauf der Feier aus beantworten. Überlegen Sie zunächst, was Ihre Gäste im Veranstaltungsraum tun werden: gemeinsam sitzen, sich frei bewegen, Präsentationen verfolgen oder zwischen verschiedenen Bereichen wechseln.

Sommerfest und Mitarbeiterfeier – offene Bereiche und geschützte Treffpunkte

Bei einem Sommerfest bewegen sich die Gäste häufig zwischen Essen, Gesprächen und einzelnen Aktivitäten. Dafür eignet sich ein Raumkonzept, das einen geschützten Hauptbereich mit der Außenfläche verbindet.

Im Zelt können Sitzplätze und gemeinsame Treffpunkte liegen. Draußen ergänzen Stehtische oder weitere Aufenthaltsbereiche das Angebot. Wichtig ist, dass der geschützte Raum auch dann funktioniert, wenn deutlich mehr Gäste hineinwechseln als bei sonnigem Wetter.

Ein typischer Planungsfehler wäre, nur einen Teil der Belegschaft im Zelt unterzubringen, weil die übrigen Gäste voraussichtlich draußen bleiben. Für die tatsächlich vorgesehene Nutzung muss deshalb geklärt werden, welche Personenzahl gleichzeitig im geschützten Bereich Platz finden soll.

Bei der Zeltgestaltung stehen außerdem Sonnenschutz, Belüftung und kurze Wege im Vordergrund. Das Buffet sollte gut erreichbar sein, ohne den Haupteingang zu blockieren. Sitzmöglichkeiten ergänzen die Stehbereiche, damit auch längere Aufenthalte angenehm bleiben.

Firmenjubiläum – gemeinsamer Raum für Essen, Reden und Präsentationen

Ein Firmenjubiläum besitzt oft einen verbindlicheren Ablauf. Empfang, Begrüßung, gemeinsames Essen und Reden sollen ineinandergreifen. Das Zelt benötigt dafür eine Raumaufteilung, die den Gästen Orientierung gibt und gemeinsame Programmpunkte ermöglicht.

Wenn eine Bühne oder Präsentationsfläche vorgesehen ist, beeinflusst sie die gesamte Anordnung. Von welchen Plätzen aus können die Gäste den Redner sehen? Wo stehen Bildschirme? Wie verläuft der Service während des Programms?

Auch die Raumwirkung verdient Aufmerksamkeit. Der Eingangsbereich kann das Jubiläum sichtbar aufnehmen. Im Inneren lassen sich Unternehmensgeschichte oder Meilensteine an geeigneten Stellen präsentieren, ohne Laufwege zu verstellen.

Eine zusammenhängende Veranstaltungsfläche ist häufig hilfreich, wenn alle Gäste am gleichen Programm teilnehmen. Zusätzliche Zeltbereiche können Garderobe, Empfang oder Catering aufnehmen und dadurch den Hauptraum entlasten.

Kundenveranstaltung und Empfang – Orientierung und Raum für Gespräche

Bei einem Kundenempfang stehen persönliche Kontakte im Vordergrund. Dafür braucht es gut erreichbare Gesprächsbereiche und eine Aufteilung, die Begegnungen erleichtert.

Ein erkennbarer Empfang hilft Gästen, sich beim Ankommen zurechtzufinden. Anschließend sollten sie ohne Umwege zu den vorgesehenen Aufenthalts- oder Präsentationsbereichen gelangen.

Stehtische unterstützen kurze Gespräche. Ergänzende Sitzplätze bieten Raum für ausführlichere Unterhaltungen. Wenn Produkte oder Leistungen gezeigt werden, benötigen diese Flächen ausreichend Abstand zu Buffet und Ausschank. Andernfalls vermischen sich wartende Gäste, Servicewege und Präsentationen.

Bei der Auswahl des Zelts spielen deshalb Eingänge, Blickbeziehungen und die mögliche Unterteilung des Raums eine wichtige Rolle. Das Raumkonzept sollte den gewünschten Austausch unterstützen und zugleich zum Unternehmensauftritt passen.

Weihnachtsfeier – Wärme, Boden und geschützte Zugänge zusammendenken

Eine Weihnachtsfeier im Zelt kann auf dem eigenen Gelände einen zusätzlichen Veranstaltungsraum schaffen. Voraussetzung ist eine Lösung, die auf die kalte Jahreszeit und die geplante Aufenthaltsdauer abgestimmt wird.

Die Wärmeversorgung gehört bereits in die Zeltplanung. Ebenso wichtig sind der Boden, die Ausführung der Seiten und Eingänge sowie die Verbindung zu Garderobe und Sanitäranlagen.

Ein angenehm temperierter Hauptraum verliert an Qualität, wenn Gäste auf dem Weg dorthin über eine dunkle, nasse Fläche laufen müssen. Die Location beginnt deshalb am Zugang.

Für längere Feiern sollten ausreichend Sitzmöglichkeiten vorgesehen sein. Eine Garderobe benötigt Platz und darf die Eingänge nicht verengen. Licht schafft Atmosphäre und unterstützt gleichzeitig die Orientierung im Zelt und auf den Außenwegen.

_KI generiert Vier Firmenfeier-Arten und ihre Anforderungen an Zelt und Raumaufteilung

Welches Zeltsystem passt zu Ihrer Firmenfeier?

Die Auswahl des Zelts beeinflusst Grundriss, Raumwirkung und Nutzung. meventa führt unter anderem Pagodenzelte, Satteldachzelte und Glaspavillons. Welches System für Ihre Firmenfeier infrage kommt, wird anhand der Fläche und der gewünschten Funktionen geprüft.

Pagodenzelte für Empfang und ergänzende Bereiche

Pagodenzelte sind an ihrem spitzen Dach erkennbar. Sie können beispielsweise einen Empfangsbereich, eine Garderobe oder einen ergänzenden Aufenthaltsraum aufnehmen. Auch Kombinationen mit anderen Zelten sind grundsätzlich möglich.

Für eine Firmenfeier ist das interessant, wenn einzelne Funktionen sichtbar voneinander getrennt werden sollen. Eine Pagode am Zugang kann den Ankunftsbereich markieren. Ein weiterer Bereich kann für Gespräche oder die Ausgabe von Getränken vorgesehen werden.

Dabei müssen die Verbindungen zwischen den Bereichen mitgeplant werden. Ein ergänzendes Zelt ist dann hilfreich, wenn die Gäste es gut erreichen und die Wege auch bei wechselndem Wetter funktionieren.

Satteldachzelte für zusammenhängende Veranstaltungsflächen

Ein Satteldachzelt kommt besonders dann infrage, wenn eine größere gemeinsame Fläche benötigt wird. meventa beschreibt diesen Zelttyp für unterschiedliche Veranstaltungsgrößen und Firmenfeiern.

Ein solcher Hauptraum lässt sich beispielsweise für ein gemeinsames Essen mit anschließendem Programm planen. Ob Tischreihen, Bankettbestuhlung oder Stehtischbereiche sinnvoll sind, hängt vom Anlass und vom verfügbaren Platz ab.

Für die Auswahl zählen neben Länge und Breite auch die vorgesehene Ausstattung und die Anordnung der Zugänge. Eine lange Fläche kann für einen bestimmten Ablauf gut passen, während eine andere Veranstaltung eine breitere Raumaufteilung benötigt.

Glaspavillons für einen transparenten Veranstaltungsraum

Ein Glaspavillon erhält durch seine transparenten Seiten den Blick in die Umgebung. Das kann sinnvoll sein, wenn die Außenfläche oder der Unternehmensstandort sichtbar Teil der Veranstaltung bleiben soll.

Für einen Empfang oder eine Kundenveranstaltung lässt sich dadurch ein Raum mit engem Bezug zur Umgebung schaffen. Gleichzeitig müssen Sonnenausrichtung, Sichtschutz und Präsentationsflächen berücksichtigt werden.

Transparenz ist eine Gestaltungsentscheidung mit praktischen Folgen. Wenn beispielsweise eine Bildschirmpräsentation geplant ist, sollte frühzeitig geprüft werden, wo diese bei Tageslicht gut erkennbar bleibt.

Mehrere Zelte als abgestimmtes Raumkonzept

Nicht jede Firmenfeier benötigt alle Funktionen unter einem Dach. Ein Hauptraum kann durch kleinere Bereiche für Empfang, Catering oder Garderobe ergänzt werden.

Die Aufteilung sollte sich aus dem Veranstaltungsablauf ergeben. Zusätzliche Räume können den Hauptraum entlasten, bringen aber auch weitere Wege und Schnittstellen mit sich. Übergänge, Beleuchtung und Versorgung müssen deshalb als zusammenhängendes Konzept geplant werden.

Pagodenzelt, Satteldachzelt und Glaspavillon als Zeltlösungen für Firmenfeiern

Wie viel Platz braucht eine Firmenfeier im Zelt?

Die Gästezahl ist der Ausgangspunkt der Größenplanung. Sie beschreibt jedoch noch nicht, wie viel Veranstaltungsfläche tatsächlich benötigt wird.

Gästezahl und Bestuhlung als Ausgangspunkt

Ein Empfang mit überwiegend stehenden Gästen nutzt den Raum anders als ein Abendessen mit festen Sitzplätzen. Tische, Stühle und die Wege dazwischen bestimmen den Grundriss wesentlich mit.

Auch der Ablauf zählt. Müssen alle Gäste gleichzeitig sitzen? Werden Plätze während der Veranstaltung mehrfach genutzt? Soll nach dem Essen eine Tanzfläche entstehen?

Solche Fragen sollten beantwortet sein, bevor eine Zeltgröße festgelegt wird. Ein späterer Umbau der Bestuhlung benötigt Zeit, Personal und einen Platz für das vorübergehend nicht benötigte Mobiliar.

Buffet, Bühne, Bar und Laufwege mitberücksichtigen

Neben den Aufenthaltsflächen benötigen weitere Funktionen Raum:

  • Buffet oder Speisenausgabe einschließlich der wartenden Gäste;
  • Bar oder Getränkestation;
  • Bühne und Präsentationstechnik;
  • Tanzfläche, sofern vorgesehen;
  • Garderobe und Empfang;
  • Servicewege und notwendige Rettungswege.

Ein Planungsbeispiel: Für eine Firmenfeier mit 150 Gästen sind ein gemeinsames Abendessen, eine kurze Rede und anschließend Musik vorgesehen. Die benötigte Fläche umfasst damit deutlich mehr als 150 Sitzplätze. Hinzu kommen die Präsentationsfläche, Speisenausgabe, Wege und gegebenenfalls eine Tanzfläche.

Würde dieselbe Gästezahl zu einem Empfang ohne gemeinsames Sitzessen eingeladen, ergäbe sich ein anderes Raumkonzept. Die Personenzahl bleibt gleich, die Nutzung verändert sich.

Eine maßstäbliche Raumplanung macht solche Unterschiede sichtbar. meventa beschreibt auf seiner Planungsseite die Möglichkeit, Zelt und Ausstattung vorab mithilfe einer CAD-Planung darzustellen.

Gesprächsbereiche und Sitzmöglichkeiten sinnvoll verteilen

Eine Firmenfeier bringt Gäste mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammen. Einige möchten sich bewegen und Kontakte knüpfen, andere bevorzugen längere Gespräche im Sitzen.

Sitzmöglichkeiten sollten deshalb auch bei einem Empfang berücksichtigt werden. Ruhigere Gesprächsbereiche benötigen Abstand zu Lautsprechern oder stark frequentierten Stationen. Gleichzeitig dürfen sie keine wichtigen Wege blockieren.

Die Raumaufteilung funktioniert besonders gut, wenn Gäste erkennen, wo sie essen, sich unterhalten oder dem Programm folgen können.

_KI generiert Schematische Zeltaufteilung mit Sitzplätzen, Buffet, Bühne, Bar und Laufwegen

Welche Fläche eignet sich als Zeltstandort?

Ein Parkplatz, Innenhof oder eine Grünfläche kann eine geeignete Grundlage sein. Die Eignung lässt sich jedoch nicht allein nach dem sichtbaren Platz beurteilen.

Zunächst werden Untergrund, Gefälle und Belastbarkeit betrachtet. Auch die Befestigung des Zelts und mögliche Leitungen im Boden sind relevant. Hinzu kommt der Platz, den die Konstruktion und ihre Sicherung außerhalb der eigentlichen Nutzfläche benötigen.

Die Zufahrt muss für Lieferung und Aufbau geeignet sein. Engstellen, Tore oder eingeschränkte Rangiermöglichkeiten können die Umsetzung beeinflussen.

Auf dem eigenen Firmengelände kommt die Abstimmung mit dem Betrieb hinzu:

  • Welche Bereiche werden während der Veranstaltung weiter genutzt?
  • Welche Zufahrten und Wege müssen frei bleiben?
  • Wo können Gäste ankommen, ohne betriebliche Abläufe zu kreuzen?
  • Welche Flächen stehen bereits während des Aufbaus zur Verfügung?
  • Wo befinden sich geeignete Anschlüsse und ergänzende Einrichtungen?

Ein Standort direkt neben dem Verwaltungsgebäude kann kurze Wege bieten. Werden dort jedoch täglich Waren angeliefert, muss die Veranstaltungsfläche entsprechend abgegrenzt werden.

Ebenso sollten vorhandene Sanitäranlagen geprüft werden: Sind sie erreichbar, für die Veranstaltung nutzbar und für den geplanten Bedarf geeignet? Falls ergänzende Infrastruktur benötigt wird, gehört deren Standort in die Flächenplanung.

Fotos und eine Skizze erleichtern die erste Einschätzung. Ob die Fläche tatsächlich für das geplante Zelt geeignet ist, muss anschließend anhand der konkreten Bedingungen geprüft werden.

Wie bleibt die Zeltlocation bei wechselndem Wetter nutzbar?

Eine Zeltlösung verbessert den Wetterschutz einer Feier im Freien erheblich. Ihr Nutzen hängt davon ab, dass Dach, Seiten, Boden und Zugänge gemeinsam auf die Veranstaltung abgestimmt werden.

Sonne und Wärme – Beschattung und Belüftung

Bei einem Sommerfest ist Schatten ein wichtiger Teil des Aufenthaltskomforts. Unter einer geeigneten Überdachung müssen Gäste nicht während des gesamten Essens oder Programms in direkter Sonne stehen.

Gleichzeitig kann sich ein Zelt erwärmen. Dachausführung, Sonnenausrichtung und Belüftungsmöglichkeiten sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden. Transparente Flächen benötigen dabei besondere Aufmerksamkeit.

Welche Seiten geöffnet werden können und wie Luft durch den Raum geführt wird, hängt vom eingesetzten System und den freigegebenen Betriebsbedingungen ab. Diese Entscheidungen gehören in die Planung und werden vor Ort fachgerecht umgesetzt.

Regen – Boden, Eingänge und Verbindungswege

Bei Regen zeigt sich der Unterschied zwischen einer vollständig offenen Feier und einer vorbereiteten Zeltlocation besonders deutlich. Gäste haben einen geschützten Aufenthaltsraum, und das gemeinsame Essen muss bei einem gewöhnlichen Regenschauer nicht sofort verlegt werden.

Der Schutz endet allerdings nicht am Dach. Wasser kann auf der Außenfläche zusammenlaufen, Eingänge können nass werden und unbefestigte Wege an Nutzbarkeit verlieren.

Deshalb sind Boden, Standort und Zugänge zusammen zu betrachten. Das gilt auch für Wege zu einem ergänzenden Cateringbereich oder zu Sanitäranlagen.

Für Unwetter bleiben die technischen Einsatzgrenzen und das Sicherheitskonzept maßgeblich. Ein Zelt ersetzt keine festgelegten Entscheidungen für außergewöhnliche Wetterlagen.

Kühle Jahreszeiten – passende Wärmeversorgung und Zeltkonfiguration

Bei einer Feier im Herbst oder Winter muss die Wärmeversorgung zur Raumgröße, Zeltausführung und Nutzung passen. Häufig geöffnete Eingänge beeinflussen den Wärmebedarf ebenso wie die geplante Aufenthaltsdauer.

Heizung, Aufstellung und Versorgung werden fachlich abgestimmt. Dazu gehören auch die für das jeweilige System erforderlichen Sicherheitsabstände und Betriebsbedingungen.

Für die Gäste zählt das Zusammenspiel: ein geeigneter Boden, ein angenehm nutzbarer Aufenthaltsraum und geschützte Wege zu den ergänzenden Bereichen.

Welche Ausstattung macht aus dem Zelt eine Firmenlocation?

Mit der Ausstattung wird festgelegt, wie sich das Zelt während der Feier nutzen lässt. Die einzelnen Bausteine sollten deshalb aus dem Raumkonzept abgeleitet werden.

Der Boden schafft eine definierte Fläche für Mobiliar und Bewegung. Seine Ausführung muss zum Untergrund und zur Nutzung passen. meventa führt verschiedene Bodensysteme und beschreibt deren Einsatz auch für Veranstaltungs- und Zugangsflächen.

Die Beleuchtung erfüllt mehrere Aufgaben. Sie macht Wege und Eingänge erkennbar, unterstützt Gespräche an den Tischen und kann einzelne Bereiche gestalterisch hervorheben. Eine Bühne benötigt andere Lichtbedingungen als ein Empfang oder ein Abendessen.

Das Mobiliar bestimmt, wie Gäste den Raum nutzen. Stehtische fördern Bewegung und wechselnde Gesprächsrunden. Sitzplätze ermöglichen längere Aufenthalte. Ihre Anordnung muss mit Service und Laufwegen zusammenpassen.

Bühne und Präsentationstechnik werden früh eingeplant. Sichtachsen, Tageslicht und Lautsprecherpositionen beeinflussen, wie gut Inhalte wahrgenommen werden. Auch Stromversorgung und Leitungsführung benötigen geeignete Lösungen.

Catering und Ausschank sollten erreichbar sein, ohne Engstellen zu verursachen. Für Vorbereitung, Ausgabe und Rücktransport können zusätzliche Flächen nötig sein. Diese Aufgaben werden mit den beteiligten Dienstleistern abgestimmt.

Der Unternehmensauftritt lässt sich über Empfang, Beschilderung, Farben oder Präsentationsflächen aufnehmen. Besonders überzeugend wirkt er, wenn die Gestaltung Orientierung bietet und zum Anlass passt.

Ausgestattetes Firmenfeier-Zelt mit Sitzplätzen, Beleuchtung und Präsentationsbereich

Was beeinflusst die Kosten einer Firmenfeier im Zelt?

Eine belastbare Kalkulation ergibt sich aus dem geplanten Veranstaltungsraum und den Bedingungen am Standort. Der Mietpreis des Zelts bildet dabei nur einen Teil der Gesamtlösung ab.

Wesentliche Kostenfaktoren sind:

  • Zeltsystem und Fläche: Größe, Ausführung und ergänzende Zeltbereiche.
  • Ausstattung: Boden, Mobiliar, Beleuchtung, Wärmeversorgung und weitere Technik.
  • Standortbedingungen: Zufahrt, Untergrund, Befestigung und notwendige Vorbereitungen.
  • Standdauer: Zeitraum für Aufbau, Veranstaltung und Abbau.
  • Logistik: Transport, Personal und Abstimmung mit dem Betrieb.
  • Ergänzende Infrastruktur: beispielsweise zusätzliche Versorgungs- oder Sanitärlösungen.

Angebote lassen sich deshalb am besten anhand desselben Leistungsumfangs vergleichen. Ist der Boden enthalten? Welche Beleuchtung ist vorgesehen? Wer übernimmt Auf- und Abbau? Welche Anschlüsse werden vorausgesetzt?

Ein knapp beschriebenes Angebot kann günstiger erscheinen, obwohl wesentliche Bestandteile noch fehlen. Ein klarer Leistungsumfang macht die tatsächlichen Kosten und Zuständigkeiten nachvollziehbar.

Für eine erste Anfrage helfen Termin, Veranstaltungsort, Gästezahl, Anlass und gewünschter Ablauf. Auch ein Budgetrahmen ist nützlich: Damit lassen sich Prioritäten frühzeitig besprechen.

Von der freien Fläche zur fertigen Zeltlocation

Die Umsetzung beginnt mit der Frage, was auf der vorhandenen Fläche entstehen soll. Daraus werden Standort, Raumaufteilung und Ausstattung entwickelt.

Im nächsten Schritt werden technische Voraussetzungen und die beteiligten Leistungen abgestimmt. Zeltaufbau, Boden, Mobiliar und Technik benötigen eine sinnvolle Reihenfolge. Der Zugang zur Fläche muss rechtzeitig möglich sein.

Bei einer Firmenfeier auf dem Betriebsgelände zählt deshalb nicht allein der Veranstaltungstermin. Auch die Tage für Anlieferung, Aufbau und Abbau gehören in die betriebliche Planung.

Genehmigungen und Sicherheitsanforderungen werden projektspezifisch geprüft. Veranstaltungszelte können unter die Regelungen für sogenannte Fliegende Bauten fallen. Damit sind bauliche Anlagen gemeint, die wiederholt an verschiedenen Orten aufgestellt und zerlegt werden. In Nordrhein-Westfalen können hierfür eine Ausführungsgenehmigung, die Anzeige der Aufstellung und eine Gebrauchsabnahme relevant sein. Die konkreten Anforderungen sind mit der zuständigen Stelle abzustimmen.

Vor Veranstaltungsbeginn muss klar sein, wer für welche Aufgaben zuständig ist. Dazu gehören die Übergabe der Zeltlösung, die Nutzung der Technik und die vereinbarten Abläufe bei Änderungen der Wetterlage.

meventa bietet Planung, Lieferung sowie Auf- und Abbau als Bestandteile seiner Zeltlösungen an. Ergänzende Ausstattung wird auf das jeweilige Projekt abgestimmt. Als Teil der venta group bestehen außerdem Verbindungen zu weiteren spezialisierten Leistungen. Welche davon benötigt werden, ergibt sich aus Ihrer Veranstaltung.

Fazit: Die Zeltlösung vom Anlass und Standort aus planen

Eine Firmenfeier im Freien gewinnt durch ein Zelt einen festen Veranstaltungsraum. Gäste können die Außenfläche genießen und finden zugleich einen geschützten Platz für Essen, Gespräche und gemeinsame Programmpunkte. Mit der passenden Raumaufteilung und Ausstattung entsteht eine Location, die sich nach Ihrem Anlass richtet.

Beginnen Sie deshalb mit drei Entscheidungen: Wo soll die Feier stattfinden? Wie viele Gäste werden erwartet? Welche Funktionen sollen im geschützten Bereich Platz finden? Auf dieser Grundlage lässt sich die Zeltlösung konkret entwickeln.

Planen Sie Ihre Firmenfeier mit meventa. Teilen Sie uns Termin, Standort und ungefähre Gästezahl mit – gemeinsam besprechen wir, welche Zeltlösung zu Ihrer Veranstaltung passt.

Telefon: 02173 26461-40

E-Mail: info@meventa.de

Häufige Fragen zur Firmenfeier im Zelt

Kann die Firmenfeier auf dem eigenen Parkplatz stattfinden?

Grundsätzlich kann ein Firmenparkplatz als Standort infrage kommen. Zu prüfen sind unter anderem Untergrund, Befestigungsmöglichkeiten, verfügbare Fläche und Zufahrt. Außerdem muss geklärt werden, wie Parkplätze, Lieferverkehr und Veranstaltungsbereich während Auf- und Abbau sowie der Feier organisiert werden.

Können mehrere Zeltbereiche miteinander verbunden werden?

Je nach System und Standort sind Kombinationen möglich. Die Verbindungen müssen technisch geeignet und für den geplanten Ablauf sinnvoll sein. Auch Übergänge, Entwässerung, Zugänglichkeit und die Abstimmung der einzelnen Nutzungsbereiche gehören in die Planung.

Muss die gesamte Außenfläche überdacht werden?

Das hängt vom Veranstaltungskonzept ab. Offene Bereiche können die Feier ergänzen. Für alle Funktionen, die bei wechselndem Wetter weiter stattfinden sollen, muss jedoch ausreichend geeigneter geschützter Raum vorgesehen sein. Ein überdachtes Buffet allein bietet noch keinen Aufenthaltsraum für die Gäste.

Wann sollte die Zeltlösung angefragt werden?

Sobald Termin, Standort und eine ungefähre Gästezahl feststehen, ist eine Anfrage sinnvoll. Größere Veranstaltungen, stark nachgefragte Termine und Projekte mit umfangreicher Ausstattung benötigen entsprechende Vorbereitungszeit. Verfügbarkeit und mögliche Umsetzung werden für den konkreten Termin geprüft.

Welche Angaben helfen bei der ersten Anfrage?

Hilfreich sind Datum, Adresse, ungefähre Gästezahl und Anlass. Ergänzen Sie, ob ein gemeinsames Essen, ein Empfang, Reden oder Musik geplant sind. Fotos der Fläche, eine Skizze und Angaben zu vorhandenen Anschlüssen erleichtern die erste Einschätzung.

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Winterterrasse, Zelt oder Eisstockbahn: Was sollten Gastronomen vorab mit den Behörden klären?

KI generiert

Die Idee steht: Die Restaurantterrasse soll auch im Winter genutzt werden. Vielleicht soll ein Zelt zusätzlichen Gastraum schaffen. Oder auf dem Biergarten, Hof beziehungsweise einer anderen Außenfläche ist eine Eisstockbahn als zusätzliches Winterangebot geplant.

Neben der wirtschaftlichen und betrieblichen Planung taucht dann schnell eine weitere Frage auf: Welche Genehmigungen brauche ich eigentlich?

Darauf gibt es leider keine für jeden Gastronomiebetrieb identische Antwort.

Ob und welche Genehmigungen erforderlich sind, kann unter anderem davon abhängen, wo sich die Fläche befindet, wem sie gehört, wie groß die geplante Lösung ist, wie lange sie stehen soll und wie sie genutzt wird.

Eine Winterterrasse auf dem eigenen Grundstück ist genehmigungsrechtlich anders zu betrachten als eine Gastronomiefläche, die teilweise auf öffentlichem Straßenraum liegt. Ein kleines temporäres Zelt kann anderen Anforderungen unterliegen als eine große Zeltanlage. Und eine Eisstockbahn mit regelmäßigen Gruppenveranstaltungen kann weitere Fragestellungen aufwerfen.

Deshalb empfiehlt es sich, die behördliche Seite nicht erst kurz vor dem Aufbau zu prüfen.

Dieser Beitrag gibt Ihnen eine erste Orientierung, welche Themen Sie vor einer Winterterrasse oder Eventlösung mit Ihrer Kommune beziehungsweise den zuständigen Behörden klären sollten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar. Die Anforderungen können je nach Bundesland, Kommune und Einzelfall unterschiedlich sein. Maßgeblich sind die für Ihren Standort zuständigen Behörden und die jeweils geltenden Vorschriften.

1. Der erste Unterschied: eigene Fläche oder öffentlicher Raum?

Eine der ersten Fragen lautet: Wo soll Ihre Winterlösung stehen?

Gehört Terrasse, Biergarten, Hof oder Parkplatz vollständig zu Ihrem Grundstück, ist die Ausgangslage eine andere, als wenn für Ihre Außengastronomie öffentliche Flächen genutzt werden.

Eigene Restaurantterrasse oder eigener Parkplatz

Auch auf dem eigenen Grundstück bedeutet „privat“ nicht automatisch „genehmigungsfrei“.

Je nach Art und Umfang des Vorhabens können beispielsweise baurechtliche Anforderungen, Vorgaben zur Nutzung oder Anforderungen an einen temporären Aufbau relevant werden.

Gerade deshalb sollte nicht von der bisherigen Nutzung im Sommer automatisch darauf geschlossen werden, dass jede zusätzliche Winterkonstruktion ebenfalls ohne weitere Prüfung zulässig ist.

Außengastronomie auf Gehweg, Platz oder anderer öffentlicher Fläche

Wird öffentlicher Straßenraum über den üblichen Gemeingebrauch hinaus genutzt, ist in NRW grundsätzlich eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Das Wirtschafts-Service-Portal NRW nennt beispielsweise Veranstaltungen und andere gewerbliche Nutzungen öffentlicher Verkehrsflächen als Sondernutzungen.

Besteht für Ihre Außengastronomie bereits eine solche Erlaubnis, sollte deshalb geprüft werden:

Deckt die vorhandene Erlaubnis auch die geplante Winternutzung und die vorgesehene Konstruktion ab? Das sollte nicht einfach vorausgesetzt werden.

2. Brauche ich für ein Zelt eine Baugenehmigung?

Das ist vermutlich eine der ersten Fragen, die Gastronomen meventa stellen werden.

Und hier sollten wir im Beitrag bewusst nicht pauschal mit Ja oder Nein antworten.

Bei temporären Zeltanlagen kann unter anderem relevant sein, ob die Konstruktion baurechtlich als sogenannter Fliegender Bau eingeordnet wird.

Was ist ein „Fliegender Bau“?

Die Bauordnung NRW bezeichnet Anlagen als Fliegende Bauten, wenn sie dafür geeignet und bestimmt sind, an unterschiedlichen Orten wiederholt aufgestellt und wieder zerlegt zu werden.

Das ist für temporäre Zeltlösungen von Bedeutung.

Grundsätzlich benötigen Fliegende Bauten in NRW vor ihrer erstmaligen Aufstellung und Inbetriebnahme eine Ausführungsgenehmigung. Die Bauordnung sieht jedoch Ausnahmen vor. Dazu gehören aktuell unter anderem erdgeschossige Zelte mit einer Grundfläche bis 75 m².

Wichtig ist die Formulierung: Diese 75-m²-Grenze bedeutet nicht pauschal: „Unter 75 m² ist immer alles genehmigungsfrei.“

Sie bezieht sich auf die dort geregelte Ausführungsgenehmigung für Fliegende Bauten. Andere öffentlich-rechtliche Anforderungen können im konkreten Fall trotzdem relevant sein.

Genau deshalb sollte die konkrete Situation vorab mit der zuständigen Bauaufsicht abgestimmt werden.

3. Was bedeutet Ausführungsgenehmigung bei größeren Zeltlösungen?

Bei größeren Fliegenden Bauten kann die sogenannte Ausführungsgenehmigung relevant werden.

Vereinfacht gesagt geht es dabei darum, dass eine wiederholt auf- und abbaubare Konstruktion technisch geprüft und für diese Art der Verwendung genehmigt wurde.

Für den Gastronomen ist deshalb bei der Auswahl eines professionellen Anbieters wichtig, frühzeitig zu klären:

  1. Welche Unterlagen existieren für die geplante Zeltanlage?
  2. Welche Nachweise können für die Behörden bereitgestellt werden?
  3. Ist am konkreten Standort eine Anzeige oder Abnahme erforderlich?
  4. Welche zusätzlichen Anforderungen ergeben sich aus der geplanten Nutzung?

In NRW gibt es für Fliegende Bauten zudem eigene technische Regelungen. Die entsprechende Richtlinie gilt grundsätzlich für Fliegende Bauten nach der Landesbauordnung; Zelte mit einer überbauten Fläche bis 75 m² sind von dieser Richtlinie ausgenommen.

Für die konkrete Planung sollte deshalb nicht nur die Quadratmeterzahl betrachtet werden, sondern Zeltart, Aufbau, Nutzung und Standort gemeinsam.

4. Muss eine bestehende Außengastronomie neu geprüft werden?

Ein häufiger Denkfehler könnte lauten: „Ich darf dort im Sommer Tische aufstellen – also darf ich dort im Winter auch ein Zelt aufstellen.“

So einfach sollte die Planung nicht erfolgen.

Die bestehende gastronomische Nutzung und die geplante bauliche beziehungsweise temporäre Veränderung sind nicht zwangsläufig dasselbe.

Auch eine Gaststättenerlaubnis kann an konkrete räumliche und betriebliche Voraussetzungen geknüpft sein. Das Wirtschafts-Service-Portal NRW weist beispielsweise darauf hin, dass die Gaststättenerlaubnis mit Raum, Betriebsart und Person verbunden ist. Bei Erlaubnisverfahren können unter anderem Lageplan, Grundriss, Schnittzeichnung sowie baurechtliche Unterlagen relevant sein.

Wer seine Gastronomie um einen zusätzlichen wettergeschützten Bereich erweitert, sollte deshalb bei der zuständigen Stelle klären, ob und welche Anpassungen oder Anzeigen erforderlich sind.

5. Was muss beim Brandschutz berücksichtigt werden?

Wo viele Menschen zusammenkommen, spielt auch der Brandschutz eine Rolle.

Welche Anforderungen konkret gelten, hängt wiederum von Größe, Bauart und Nutzung der jeweiligen Lösung ab.

Bei der Planung können beispielsweise Themen wie Flucht- und Rettungswege, Ausgänge, verwendete Materialien, Feuerlöscher, Bestuhlung sowie technische Einrichtungen relevant werden.

Besonders wichtig ist das bei größeren Zeltanlagen oder Veranstaltungen.

Die nordrhein-westfälische Richtlinie für Fliegende Bauten enthält für die von ihr erfassten Anlagen konkrete technische Anforderungen.

Für Gastronomen heißt das vor allem: Brandschutz sollte Bestandteil der Planung sein – nicht etwas, das erst bei einer möglichen Abnahme auffällt.

6. Heizung im Zelt: Was muss geprüft werden?

Für eine Winterterrasse ist Wärme ein zentraler Bestandteil des Gästeerlebnisses.

Eine Heizung ist aber nicht nur eine Komfortfrage.

Je nach eingesetzter Technik können Anforderungen an Aufstellung, Betrieb, Abstände, Brandschutz und gegebenenfalls Belüftung relevant sein.

Deshalb sollte bereits bei der Konzeption geklärt werden:

Welche Heizlösung soll eingesetzt werden? Wo wird die Technik positioniert? Wie wird Wärme in den Gästebereich gebracht? Welche Sicherheitsanforderungen gelten für die konkrete Kombination aus Zelt und Heizung?

Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum Zelt, Ausstattung und Betrieb als Gesamtlösung geplant werden sollten.

7. Was gilt für Fluchtwege und Zugänglichkeit?

Eine Winterterrasse ist zusätzlicher Gastraum. Damit kommen Gäste hinein – und sie müssen den Bereich im Bedarfsfall auch sicher verlassen können.

Je nach Größe und Nutzung können deshalb Anforderungen an Flucht- und Rettungswege eine Rolle spielen.

Auch die Position des Zeltes auf dem Grundstück sollte mitgedacht werden. Zugänge, vorhandene Gebäude, Verkehrsflächen und gegebenenfalls Rettungswege sollten nicht erst nach der Auswahl der Zeltgröße betrachtet werden.

Aus praktischer Sicht empfiehlt sich deshalb:

Erst die gesamte Fläche und Nutzung planen – dann die maximal mögliche Zahl an Tischen bestimmen.

Das passt auch zu unserer wirtschaftlichen Betrachtung der Winterterrasse: Die größte theoretisch mögliche Sitzplatzzahl ist nicht automatisch die beste Lösung für den Betrieb.

8. Was muss beim Thema Lärm und Nachbarschaft berücksichtigt werden?

Dieser Punkt wird insbesondere bei Abendbetrieb, Gruppen und Veranstaltungen relevant.

In NRW schützt das Landes-Immissionsschutzgesetz grundsätzlich die Nachtruhe zwischen 22 und 6 Uhr. Für Außengastronomie gibt es eine besondere Regelung: Sie ist grundsätzlich zwischen 22 und 24 Uhr von diesem Verbot ausgenommen. Die Gemeinde kann den Beginn der Nachtruhe zum Schutz der Nachbarschaft unter bestimmten Voraussetzungen jedoch auf 22 Uhr vorverlegen.

Das bedeutet wiederum nicht: „Außengastronomie darf immer bis Mitternacht beliebig laut sein.“

Die Lärmbelastung muss weiterhin beurteilt werden.

Besonders relevant: Musik, Lautsprecher oder Fernsehübertragungen gelten nach den NRW-Regelungen nicht als typische Geräusche der Außengastronomie und werden von der entsprechenden Privilegierung nicht automatisch erfasst.

Bei einer Winterterrasse mit Musik oder einem Eventkonzept sollte dieser Punkt deshalb frühzeitig berücksichtigt werden.

9. Und was ist bei einer Eisstockbahn anders?

Eine Eisstockbahn erweitert die Fragestellung. Hier entsteht nicht nur zusätzlicher gastronomischer Raum, sondern eine Aktivitäts- beziehungsweise Eventfläche.

Deshalb sollten neben Fläche und baulichen Anforderungen insbesondere Nutzung, Geräuschentwicklung, Betriebszeiten und mögliche Veranstaltungen betrachtet werden.

Regelmäßiges Gastro-Angebot oder einzelne Veranstaltung?

Für die behördliche Einordnung kann relevant sein, wie das Konzept tatsächlich betrieben wird.

Eine Eisstockbahn als dauerhaftes Winterangebot des Restaurants ist eine andere Nutzungssituation als ein einzelnes größeres öffentliches Event.

In NRW sind Veranstaltungen im öffentlichen Raum in vielen Fällen erlaubnispflichtig. Die zuständige Stelle ist regelmäßig das örtliche Ordnungs- oder Gewerbeamt. Bei der Prüfung spielen unter anderem Sicherheit, Verkehrsrecht sowie Lärm- und Umweltschutz eine Rolle.

Auf privaten Grundstücken besteht dagegen nicht für jede Veranstaltung automatisch eine Veranstaltungserlaubnispflicht. Auch dort können bei größeren oder lärmintensiven Veranstaltungen jedoch andere Anforderungen greifen.

10. Eisstockbahn und Lärmschutz: nicht erst an die Nachbarn denken, wenn Beschwerden kommen

Bei einer Eisstockbahn kommen möglicherweise andere Geräusche hinzu als beim normalen Restaurantbetrieb.

Spielbetrieb, Gruppen, Moderation, Musik und Veranstaltungen können die Geräuschsituation verändern.

Die NRW-Regelungen zu Freizeitlärm erfassen unter anderem bestimmte Freizeit- und Veranstaltungsanlagen und enthalten eigene Beurteilungsmaßstäbe. Bei Musik und Lautsprechern können beispielsweise technische Begrenzungen oder weitere Maßnahmen relevant werden.

Deshalb sollte bei einer Eisstockbahn insbesondere geprüft werden:

  1. Wie nah befindet sich Wohnbebauung?
  2. Wann soll gespielt werden?
  3. Ist Musik vorgesehen?
  4. Sind einzelne Events oder regelmäßiger Betrieb geplant?
  5. Wie viele Gäste halten sich gleichzeitig draußen auf?

Je näher Wohnbebauung liegt und je länger der Abendbetrieb dauert, desto wichtiger wird dieses Thema.

11. Welche Behörde ist eigentlich mein erster Ansprechpartner?

Gastronomen müssen sich nicht selbst durch sämtliche Vorschriften arbeiten.

Für eine erste Einordnung würde ich empfehlen, das geplante Vorhaben frühzeitig und möglichst konkret bei der eigenen Kommune anzusprechen.

Je nach Projekt können unterschiedliche Stellen beteiligt sein, beispielsweise:

  1. Ordnungs- oder Gewerbeamt
    für gaststättenrechtliche, gewerbliche oder veranstaltungsbezogene Fragestellungen.
  2. Bauaufsichtsamt
    für baurechtliche Fragen rund um Zelt, bauliche Nutzung und Fliegende Bauten.
  3. Straßen- beziehungsweise zuständige Sondernutzungsbehörde
    wenn öffentliche Flächen betroffen sind.

Gegebenenfalls können weitere Stellen hinzukommen.

Der Vorteil einer frühen Anfrage: Die Kommune kann mitteilen, welche Verfahren und Unterlagen für den konkreten Standort tatsächlich erforderlich sind.

12. Mit diesen Informationen sollten Sie ins erste Behördengespräch gehen

Statt beim Ordnungsamt nur zu fragen: „Darf ich ein Zelt auf meine Terrasse stellen?“

sollten Sie das Vorhaben möglichst konkret beschreiben.

Diese Checkliste soll für eine erste Abstimmung dienen:

Information Ihre Angaben
Adresse / Standort _____________________________________________________________
Eigene oder öffentliche Fläche? _____________________________________________________________
Bisherige Nutzung der Fläche _____________________________________________________________
Geplante Nutzung Wintergastronomie / Event / Eisstockschießen
Größe der vorgesehenen Fläche ___________________________________________________________m²
Geplante Zeltgröße ___________________________________________________________m²
Voraussichtliche Gästezahl _____________________________________________________________
Geplanter Nutzungszeitraum _____________________________________________________________
Öffnungs-/Betriebszeiten _____________________________________________________________
Heizung vorgesehen? Ja / Nein
Musik / Beschallung vorgesehen? Ja / Nein
Eisstockbahn / Aktivitätsfläche? Ja / Nein
Veranstaltungen / Firmenfeiern geplant? Ja / Nein

Mit diesen Angaben lässt sich wesentlich konkreter klären, welche Genehmigungen und Unterlagen tatsächlich erforderlich sind.

Unternehmen gezielt ansprechen

Gerade bei Firmenveranstaltungen sollte außerdem über aktive Ansprache nachgedacht werden.

Statt darauf zu warten, dass Unternehmen das Angebot zufällig entdecken, kann der Betrieb relevante Firmen im eigenen Einzugsgebiet gezielt auf ein konkretes Weihnachts- oder Winterpaket aufmerksam machen.

Entscheidend ist wiederum das Angebot: „Wir haben eine Eisstockbahn“ ist eine Information.

„Eisstock-Cup inklusive Glühweinempfang und anschließendem Wintermenü für Ihre Weihnachtsfeier“ ist ein buchbares Konzept.

8. Warum das Erlebnis über den wirtschaftlichen Erfolg mitentscheiden kann

Eine Eisstockbahn ist zunächst eine Aktivität. Das Produkt, an das sich Gäste erinnern, ist jedoch der gesamte Abend.

Deshalb bildet „Vermarktung & Erlebnis“ im Potenzial-Check bewusst einen gemeinsamen Bewertungsbereich.

Aus einer Bahn eine Winterlocation machen

Beleuchtung, gastronomisches Angebot und weitere Ausstattung können den Charakter des Angebots beeinflussen.

Eine Gruppe, die zwischen Parkplatz und Restaurant eine Bahn nutzt, erlebt etwas anderes als eine Gruppe, die in einer bewusst gestalteten Winterlocation empfangen wird, gemeinsam spielt und anschließend in passendem Ambiente isst.

Je nach Konzept können Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung und weitere Event- und Gastroausstattung miteinander kombiniert werden. Genau diese Kombination ist auch im bestehenden Check als Planungsoption vorgesehen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie soll sich der Abend für den Gast anfühlen?

Das Winterevent kann zum ersten Kontakt mit dem Restaurant werden

Hier schließt sich der Kreis zum übergeordneten Leitartikel.

Bei einer Firmenveranstaltung entscheidet möglicherweise eine einzige Person über die Location – aber 20, 30 oder 50 Teilnehmer erleben den Betrieb.

Für einen Teil davon kann es der erste Kontakt mit dem Restaurant sein.

Überzeugt das Gesamterlebnis, kann daraus eine weiterführende Customer Journey entstehen:

Eisstock-Event → gastronomisches Erlebnis → Erinnerung an den Betrieb → privater Restaurantbesuch → Empfehlung

Dieser Effekt lässt sich nicht seriös vorab in Euro beziffern. Strategisch ist er trotzdem interessant und entspricht derselben Logik, die der Leitartikel für Winterveranstaltungen insgesamt beschreibt.

9. Welche Rolle spielt die Eisstockbahn im gesamten Winterkonzept?

Nicht jeder Gastronomiebetrieb muss dieselbe Strategie verfolgen.

Für den einen Betrieb kann die Eisstockbahn eine eigenständige Winterattraktion sein. Bei einem anderen ergänzt sie die vorhandene Gastronomie. Und bei einem dritten ist sie Bestandteil eines größeren Veranstaltungskonzepts mit Winterterrasse, Gruppenangeboten und Firmenveranstaltungen.

Deshalb sollte die Eisstockbahn nicht isoliert geplant werden.

Eine sinnvolle Reihenfolge lautet:

Zielgruppe → Anlass → Angebot → Fläche → Ausstattung → Betriebsablauf → Preis → Vermarktung

Erst danach stellt sich die konkrete Produktfrage.

Welche Eisstocklösungen grundsätzlich möglich sind und wie sich Eisstockbahn, Gastronomie und weitere Winterausstattung kombinieren lassen, zeigen wir auf unserer Themenseite Eisstockbahn für Gastronomie & Winterevents.

10. Ist eine Eisstockbahn das richtige Winterangebot für Ihren Betrieb?

Nach all diesen Überlegungen bleibt die entscheidende Frage: Wie gut passen die Voraussetzungen in Ihrem eigenen Betrieb zusammen?

Genau dafür haben wir den Eisstockbahn-Potenzial-Check entwickelt.

Er betrachtet vier Bereiche:

  1. Zielgruppen & Nachfrage
    Gibt es Gruppen und Anlässe, für die das Angebot interessant sein könnte?
  2. Angebot & Umsatzpotenzial
    Lassen sich Bahn, Speisen und Getränke zu einem buchbaren Angebot verbinden?
  3. Fläche & Betrieb
    Passt die Lösung räumlich und organisatorisch zu Ihrem Gastronomiebetrieb?
  4. Vermarktung & Erlebnis
    Können Sie das Angebot sichtbar machen und daraus einen besonderen Winterabend entwickeln?

Mit zwölf Fragen erhalten Sie eine erste strukturierte Selbsteinschätzung und sehen gleichzeitig, in welchen Bereichen bereits gute Voraussetzungen bestehen und wo noch Klärungsbedarf besteht.

Was könnte eine Eisstockbahn für Ihren Betrieb erwirtschaften?

Wenn Zielgruppe, Konzept und Fläche grundsätzlich passen, folgt der nächste Schritt: die wirtschaftliche Betrachtung.

Mit dem meventa Eisstockbahn-Potenzial-Rechner können Sie mit Ihren eigenen Annahmen prüfen, welches Umsatzpotenzial aus Bahnvermietung und zusätzlichem Gastro-Umsatz entstehen könnte.

Anschließend können die Kosten der geplanten Lösung gegenübergestellt und betrachtet werden, wie viele Buchungsstunden rechnerisch erforderlich wären, um diese Kosten auf Umsatzbasis zu decken – genau diese Logik ist bereits für die Checkliste vorgesehen.

Fazit: Erfolgreich wird nicht die Eisstockbahn – sondern das Angebot darum herum

Ob eine Eisstockbahn für einen Gastronomiebetrieb interessant ist, entscheidet sich nicht allein anhand der verfügbaren Fläche.

Das größere Potenzial entsteht dort, wo mehrere Faktoren zusammenspielen:

Eine passende Zielgruppe trifft auf einen attraktiven Anlass. Aus der Aktivität entsteht ein konkretes Angebot. Eisstockschießen wird mit Speisen und Getränken verbunden. Die Abläufe funktionieren im Betrieb. Und das Wintererlebnis wird aktiv vermarktet.

Dann ist die Eisstockbahn nicht einfach zusätzliche Ausstattung auf einer ansonsten wenig genutzten Fläche.

Sie kann zu einem eigenen buchbaren Winterprodukt werden und damit einen neuen Anlass schaffen, aus dem Gruppenbuchungen, Veranstaltungen, gastronomischer Zusatzumsatz und neue Kontakte zum Restaurant entstehen können.

Die Ausgangsfrage sollte deshalb nicht lauten:

„Passt eine Eisstockbahn auf meine Fläche?“

Sondern:

„Welches Winterangebot kann ich aus meiner Fläche, meiner Gastronomie und einer Eisstockbahn entwickeln?“

Jetzt Eisstockbahn für Ihren Betrieb prüfen

Sie haben bereits eine Fläche oder eine erste Idee für Ihr Winterangebot?

meventa kann Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung sowie weitere Event- und Gastroausstattung zu einer individuellen Lösung kombinieren. Diese Kombination ist auch in der bestehenden Eisstockbahn-Checkliste als Bestandteil des meventa-Angebots vorgesehen.

Oder sprechen Sie direkt mit uns

Stefan Holzhausen
Vertrieb / Außendienst Zelte & Eventzubehör
Tel. direkt: +49 2173 26461-41
Mobil: +49 157 34215638
E-Mail: holzhausen@meventa.de

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Eisstockbahn für die Gastronomie: Wann wird daraus ein erfolgreiches Winterangebot?

KI generiert

Eine Eisstockbahn kann eine im Winter wenig genutzte Außenfläche verändern: Statt Terrasse, Biergarten oder Hoffläche bis zum Frühjahr weitgehend ungenutzt zu lassen, entsteht ein neuer Anlass für Gäste, Firmen und Gruppen, den Betrieb zu besuchen.

Der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Winterterrasse: Bei der Eisstockbahn geht es nicht in erster Linie darum, mehr Sitzplätze zu schaffen. Die Aktivität selbst wird zum Besuchsanlass.

Das eröffnet Gastronomiebetrieben eine andere Perspektive auf das Wintergeschäft. Eine Gruppe kommt nicht nur zum Essen oder Trinken, sondern beispielsweise zum gemeinsamen Eisstockschießen – und verbindet dieses Erlebnis anschließend mit Glühwein, Essen, Getränken oder einem kompletten Weihnachtsfeier-Arrangement.

Aus einer Außenfläche kann damit ein eigenständiges Winterangebot entstehen.

Ob dieses Konzept für den eigenen Betrieb interessant ist, hängt allerdings nicht allein davon ab, ob genügend Platz für eine Eisstockbahn vorhanden ist. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Nachfrage, Zielgruppen, Angebot, Gastronomie, Fläche, Betriebsabläufen und Vermarktung.

1. Gibt es in Ihrem Betrieb überhaupt Potenzial für ein Eisstock-Angebot?

Bevor über Anzahl, Ausstattung oder Kosten einer Eisstockbahn gesprochen wird, sollte eine andere Frage beantwortet werden: Wer soll das Angebot später buchen?

Eine Eisstockbahn erzeugt zwar einen zusätzlichen Besuchsanlass. Wirtschaftlich interessant wird dieser aber erst, wenn es Zielgruppen gibt, die diesen Anlass tatsächlich nutzen.

Gruppen sind für Eisstockschießen besonders interessant

Eisstockschießen ist eine gemeinschaftliche Aktivität. Deshalb liegt ein wesentlicher Teil des Potenzials bei Gruppen.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Firmen und deren Mitarbeitende
  • Weihnachtsfeiern
  • Vereine
  • Freundeskreise
  • private Gesellschaften
  • bestehende Restaurantgruppen

Für einen Gastronomiebetrieb, der bereits heute regelmäßig Gruppenanfragen erhält, kann die Ausgangslage deshalb besonders interessant sein. Es existiert bereits eine Nachfrage – das Eisstock-Angebot erweitert lediglich die Möglichkeiten, diese Nachfrage zu bedienen.

Aber auch Betriebe mit bislang geringem Veranstaltungsgeschäft können die Eisstockbahn strategisch anders betrachten: nicht nur als Angebot für bestehende Gäste, sondern als Möglichkeit, neue Zielgruppen anzusprechen.

Eine Eisstockbahn kann Nachfrage schaffen statt nur Nachfrage aufnehmen

Genau hier unterscheidet sich die Eisstockbahn von zusätzlichen Sitzplätzen.

Ein zusätzlicher Tisch schafft Kapazität für einen Gast, der ohnehin essen gehen möchte.

Eine Eisstockbahn kann dagegen einen eigenen Anlass erzeugen:

„Lass uns essen gehen.“

wird zu:

„Lass uns einen gemeinsamen Winterabend mit Eisstockschießen und Essen machen.“

Für die Gastronomie ist dieser Unterschied relevant. Das Angebot konkurriert damit nicht ausschließlich über Speisekarte, Preis oder freie Tische. Es kommt ein Erlebnisfaktor hinzu.

Aus Marketingsicht entsteht ein zusätzlicher Einstieg in die Customer Journey:

Winteraktivität → Interesse → Gruppenbuchung → Besuch des Betriebs → gastronomisches Erlebnis

Der allgemeine Leitartikel zur Wintergastronomie beschreibt bereits, wie Winterevents Menschen erstmals mit einem Gastronomiebetrieb in Kontakt bringen können. Eine Eisstockbahn kann genau einen solchen ersten Kontaktpunkt schaffen.

2. Warum die Eisstockbahn allein noch kein Gastro-Angebot ist

Eine der wichtigsten Fragen aus unserem Potenzial-Check lautet: Können Sie aus dem Eisstockschießen ein konkret buchbares Angebot entwickeln?

Denn zwischen einer vorhandenen Eisstockbahn und einem erfolgreich vermarktbaren Winterangebot besteht ein wesentlicher Unterschied.

„Bei uns kann man Eisstock spielen“ beschreibt zunächst nur eine Möglichkeit.

Für einen potenziellen Gast oder ein Unternehmen bleiben viele Fragen offen: Wie lange? Mit wie vielen Personen? Was kostet es? Gibt es Essen? Sind Getränke enthalten? Kann daraus eine Weihnachtsfeier werden?

Je weniger der Interessent selbst zusammensetzen muss, desto verständlicher wird das Angebot.

Aus der Aktivität sollte ein buchbares Produkt werden

Statt nur die Bahn anzubieten, kann die Gastronomie unterschiedliche Pakete entwickeln.

Beispielsweise:

  1. Eisstock & Glühwein
    Spielzeit auf der Eisstockbahn plus Getränk.
  2. Winterabend
    Eisstockschießen kombiniert mit Essen und Getränken.
  3. Firmen-Weihnachtsfeier
    Bahn, Empfang, Menü oder Buffet und Getränkepaket.
  4. Eisstock-Cup
    Mehrere Teams treten gegeneinander an und verbinden das Turnier anschließend mit einem gastronomischen Abschluss.

Welche Pakete sinnvoll sind, hängt vom jeweiligen Betrieb ab. Ein Hotel mit Veranstaltungsgastronomie hat andere Möglichkeiten als ein kleines Restaurant mit Biergarten.

Das Prinzip bleibt jedoch gleich:

Aktivität + Gastronomie + klarer Ablauf = verständliches Winterangebot

Genau dadurch wird aus der gemieteten Eisstockbahn ein Produkt, das aktiv verkauft werden kann.

3. Wo entsteht das wirtschaftliche Potenzial einer Eisstockbahn?

Bei der wirtschaftlichen Betrachtung sollte nicht ausschließlich auf den Preis einer Bahn geschaut werden.

Die interessantere Frage lautet: Welche zusätzlichen Erlöse kann das gesamte Angebot ermöglichen?

Die Checkliste unterscheidet deshalb bewusst zwischen der regelmäßigen Buchung der Bahn und der Möglichkeit, Eisstockschießen mit Speisen und Getränken zu verbinden.

Erlös aus der Bahnbuchung

Die erste Erlösebene kann die eigentliche Buchung der Eisstockbahn sein.

Wird eine Bahn beispielsweise für bestimmte Zeitfenster angeboten, entstehen buchbare Einheiten.

Damit wird die Auslastung messbar:

Anzahl Bahnen × buchbare Stunden × tatsächliche Buchungen

Für die wirtschaftliche Planung ist deshalb nicht allein entscheidend, wie viele Menschen theoretisch Eisstock spielen könnten. Interessanter ist, wie viele Stunden tatsächlich verkauft werden können.

Gastro-Umsatz pro Teilnehmer mitdenken

Die zweite Erlösebene entsteht rund um die Bahn.

Eine Gruppe, die zum Eisstockschießen kommt, kann vor, während oder nach dem Spiel gastronomische Leistungen in Anspruch nehmen.

Beispielsweise:

Empfang → Eisstockschießen → Essen → Getränke → gemeinsamer Abschluss

Damit besteht das mögliche Umsatzpotenzial nicht nur aus der Bahnbuchung.

Vereinfacht lässt sich die Logik so darstellen:

**Umsatz aus Bahnbuchungen

  • Teilnehmer × zusätzlicher Gastro-Umsatz
    = mögliches Gesamtumsatzpotenzial**

Das ist gerade bei Firmenveranstaltungen interessant. Eine Gruppe bucht nicht nur eine Aktivität, sondern kann einen ganzen Abend im Betrieb verbringen.

Umsatzpotenzial ist nicht gleich Gewinn

Wie bereits bei der Winterterrasse gilt allerdings auch hier: Ein möglicher zusätzlicher Umsatz darf nicht mit Gewinn gleichgesetzt werden. Der Leitartikel unterscheidet deshalb ausdrücklich zwischen zusätzlichem Umsatzpotenzial und den Kosten, die entstehen, um dieses Geschäft zu erwirtschaften.

Bei einer Eisstockbahn müssen deshalb neben den Kosten der gewählten Lösung auch die individuellen betrieblichen Aufwendungen betrachtet werden.

Dazu können je nach Konzept beispielsweise Waren, Personal und weitere betriebliche Kosten gehören.

Eine seriöse Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollte deshalb drei Fragen nacheinander beantworten:

  1. Welches zusätzliche Umsatzpotenzial könnte entstehen?
  2. Welche Kosten stehen diesem Potenzial gegenüber?
  3. Wie häufig müsste die Bahn gebucht werden, damit die Kosten auf Umsatzbasis rechnerisch gedeckt werden?

4. Warum Fläche allein nicht entscheidet

Natürlich benötigt eine Eisstockbahn eine geeignete Fläche. Terrasse, Biergarten, Hof-, Event- oder gegebenenfalls geeignete Parkplatzflächen können grundsätzlich in die Überlegungen einbezogen werden.

Trotzdem sollte die Planung nicht mit der Frage beginnen:

„Wie viele Bahnen passen hier hin?“

Sondern:

„Wie soll das Angebot später funktionieren?“

Eine Bahn oder mehrere Bahnen?

Eine einzelne Bahn kann für ein anderes Konzept sinnvoll sein als mehrere parallel genutzte Bahnen.

Entscheidend sind unter anderem die geplanten Gruppengrößen und der gewünschte Ablauf.

Soll eine kleine Gruppe gemeinsam spielen? Sollen bei einer Firmenfeier mehrere Teams gegeneinander antreten? Soll ein Eisstock-Cup veranstaltet werden? Oder soll die Bahn lediglich ein zusätzlicher Programmpunkt eines gastronomischen Winterabends sein?

Erst aus dem Nutzungskonzept ergibt sich, welche Konfiguration sinnvoll ist.

Die Verbindung zur Gastronomie ist entscheidend

Eine Eisstockbahn am anderen Ende eines Grundstücks ist betrieblich etwas anderes als eine Bahn direkt neben Restaurant, Winterterrasse oder Ausschank.

Deshalb fragt der Potenzial-Check gezielt nach der Verbindung zwischen Außenfläche und Gastronomie.

Dabei sollten beispielsweise folgende Wege betrachtet werden:

Eisstockbahn ↔ Ausschank ↔ Restaurant ↔ Küche ↔ Sanitärbereiche

Kurze und nachvollziehbare Wege können den Ablauf für Gäste und Personal vereinfachen.

Das ist besonders wichtig, wenn das Konzept bewusst zusätzlichen Gastro-Umsatz erzeugen soll. Wer zwischen den Spielen ein Getränk bestellt oder anschließend gemeinsam essen soll, sollte diese Angebote möglichst selbstverständlich erreichen können.

5. Wie wird aus Eisstockschießen ein funktionierender Betriebsablauf?

Ein gutes Angebot muss nicht nur attraktiv klingen. Es muss im Alltag funktionieren.

Eine Eisstockbahn bringt einen zusätzlichen Ablauf in den Gastronomiebetrieb: Gruppen kommen zu vereinbarten Zeiten, benötigen eine Bahn, bestellen möglicherweise Getränke und wechseln anschließend zum Essen.

Deshalb sollte die Customer Journey bereits vor dem Start einmal vollständig durchgespielt werden.

Vom Eintreffen bis zum Essen denken

Ein möglicher Ablauf könnte beispielsweise so aussehen:

Reservierung → Ankunft → Empfang → Einweisung → Eisstockschießen → Essen & Getränke → Abschluss

Für jeden dieser Schritte sollte klar sein, was passiert und wer verantwortlich ist.

Wo meldet sich die Gruppe an? Wann beginnt die Spielzeit? Wie kommen Getränke zur Bahn? Was passiert, wenn die vorherige Gruppe länger benötigt? Wann beginnt das Essen? Wo befindet sich die Gruppe anschließend?

Je klarer diese Abläufe geplant sind, desto einfacher lässt sich das Winterangebot in den bestehenden Betrieb integrieren.

Feste Pakete können auch die Organisation erleichtern

Ein konkret definiertes Gruppenpaket hat deshalb nicht nur Vorteile für die Vermarktung.

Es kann auch betriebliche Abläufe planbarer machen.

Wenn Gruppengröße, Spielzeit, Menü und Getränke bereits vorab bekannt sind, können Küche und Service anders planen als bei vollständig spontanem Geschäft.

Der gleiche Grundgedanke wird im Leitartikel zur Wintergastronomie bereits für Veranstaltungen beschrieben: Früh bekannte Teilnehmerzahlen und definierte Angebote können eine bessere Grundlage für Personal- und Warenplanung schaffen.

6. Warum die Vermarktung bereits vor dem Aufbau beginnen sollte

Die Eisstockbahn steht und jetzt?

Wer sich diese Frage erst nach dem Aufbau stellt, verschenkt wertvolle Zeit.

Eine Eisstockbahn kann zwar Aufmerksamkeit erzeugen. Sie füllt ihren Buchungskalender aber nicht automatisch.

Deshalb gehört die Vermarktung von Anfang an zum Konzept.

Nicht die Bahn, sondern den Anlass vermarkten

Für potenzielle Gäste ist die technische Lösung zweitrangig.

Sie suchen nicht zwingend nach: „Eisstockbahn bei Restaurant XY“

sondern möglicherweise nach:

„Idee für unsere Weihnachtsfeier“

„Firmenfeier im Winter“

„Was können wir mit unserem Team machen?“

„Winteraktivität mit anschließendem Essen“

Die Kommunikation sollte deshalb den Anlass in den Mittelpunkt stellen.

Nicht: „Wir haben jetzt eine Eisstockbahn.“

Sondern beispielsweise: „Ihre Weihnachtsfeier: Erst Eisstock-Cup, danach gemeinsam essen.“

Damit wird unmittelbar verständlich, für wen das Angebot gedacht ist und welches Erlebnis dahintersteht.

7. Welche Kanäle eignen sich zur Vermarktung?

Die Checkliste fragt bewusst sowohl nach bestehenden Kontakten zu Firmen und Gruppen als auch nach eigenen Kommunikationskanälen.

Denn beide Wege erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Website: Das Angebot auffindbar und buchbar machen

Auf der eigenen Website sollte das Winterangebot einen festen Platz erhalten.

Wichtig sind dabei vor allem die Fragen potenzieller Gäste: Was kann ich buchen? Für wie viele Personen? Was ist enthalten? Für welche Anlässe eignet sich das Angebot? Wie stelle ich eine Anfrage?

Fotos und Videos helfen dabei, das Erlebnis verständlicher zu machen.

Social Media: Das Erlebnis zeigen

Eisstockschießen ist visuell dankbar.

Teams, Wettbewerb, Bewegung, winterliche Beleuchtung, Getränke und gemeinsames Essen liefern Inhalte, die das Angebot wesentlich besser transportieren können als eine reine Leistungsbeschreibung.

Besonders wertvoll ist dabei authentisches Material aus dem laufenden Betrieb.

Newsletter und bestehende Gäste aktivieren

Ein bestehender Gästestamm kennt den Betrieb bereits.

Deshalb können Newsletter und eigene Kundenkontakte genutzt werden, um auf das neue Winterangebot aufmerksam zu machen.

Ein Restaurantgast kann schließlich gleichzeitig Mitarbeiter eines Unternehmens, Vereinsmitglied oder Organisator einer privaten Feier sein.

Unternehmen gezielt ansprechen

Gerade bei Firmenveranstaltungen sollte außerdem über aktive Ansprache nachgedacht werden.

Statt darauf zu warten, dass Unternehmen das Angebot zufällig entdecken, kann der Betrieb relevante Firmen im eigenen Einzugsgebiet gezielt auf ein konkretes Weihnachts- oder Winterpaket aufmerksam machen.

Entscheidend ist wiederum das Angebot: „Wir haben eine Eisstockbahn“ ist eine Information.

„Eisstock-Cup inklusive Glühweinempfang und anschließendem Wintermenü für Ihre Weihnachtsfeier“ ist ein buchbares Konzept.

8. Warum das Erlebnis über den wirtschaftlichen Erfolg mitentscheiden kann

Eine Eisstockbahn ist zunächst eine Aktivität. Das Produkt, an das sich Gäste erinnern, ist jedoch der gesamte Abend.

Deshalb bildet „Vermarktung & Erlebnis“ im Potenzial-Check bewusst einen gemeinsamen Bewertungsbereich.

Aus einer Bahn eine Winterlocation machen

Beleuchtung, gastronomisches Angebot und weitere Ausstattung können den Charakter des Angebots beeinflussen.

Eine Gruppe, die zwischen Parkplatz und Restaurant eine Bahn nutzt, erlebt etwas anderes als eine Gruppe, die in einer bewusst gestalteten Winterlocation empfangen wird, gemeinsam spielt und anschließend in passendem Ambiente isst.

Je nach Konzept können Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung und weitere Event- und Gastroausstattung miteinander kombiniert werden. Genau diese Kombination ist auch im bestehenden Check als Planungsoption vorgesehen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie soll sich der Abend für den Gast anfühlen?

Das Winterevent kann zum ersten Kontakt mit dem Restaurant werden

Hier schließt sich der Kreis zum übergeordneten Leitartikel.

Bei einer Firmenveranstaltung entscheidet möglicherweise eine einzige Person über die Location – aber 20, 30 oder 50 Teilnehmer erleben den Betrieb.

Für einen Teil davon kann es der erste Kontakt mit dem Restaurant sein.

Überzeugt das Gesamterlebnis, kann daraus eine weiterführende Customer Journey entstehen:

Eisstock-Event → gastronomisches Erlebnis → Erinnerung an den Betrieb → privater Restaurantbesuch → Empfehlung

Dieser Effekt lässt sich nicht seriös vorab in Euro beziffern. Strategisch ist er trotzdem interessant und entspricht derselben Logik, die der Leitartikel für Winterveranstaltungen insgesamt beschreibt.

9. Welche Rolle spielt die Eisstockbahn im gesamten Winterkonzept?

Nicht jeder Gastronomiebetrieb muss dieselbe Strategie verfolgen.

Für den einen Betrieb kann die Eisstockbahn eine eigenständige Winterattraktion sein. Bei einem anderen ergänzt sie die vorhandene Gastronomie. Und bei einem dritten ist sie Bestandteil eines größeren Veranstaltungskonzepts mit Winterterrasse, Gruppenangeboten und Firmenveranstaltungen.

Deshalb sollte die Eisstockbahn nicht isoliert geplant werden.

Eine sinnvolle Reihenfolge lautet:

Zielgruppe → Anlass → Angebot → Fläche → Ausstattung → Betriebsablauf → Preis → Vermarktung

Erst danach stellt sich die konkrete Produktfrage.

Welche Eisstocklösungen grundsätzlich möglich sind und wie sich Eisstockbahn, Gastronomie und weitere Winterausstattung kombinieren lassen, zeigen wir auf unserer Themenseite Eisstockbahn für Gastronomie & Winterevents.

10. Ist eine Eisstockbahn das richtige Winterangebot für Ihren Betrieb?

Nach all diesen Überlegungen bleibt die entscheidende Frage: Wie gut passen die Voraussetzungen in Ihrem eigenen Betrieb zusammen?

Genau dafür haben wir den Eisstockbahn-Potenzial-Check entwickelt.

Er betrachtet vier Bereiche:

  1. Zielgruppen & Nachfrage
    Gibt es Gruppen und Anlässe, für die das Angebot interessant sein könnte?
  2. Angebot & Umsatzpotenzial
    Lassen sich Bahn, Speisen und Getränke zu einem buchbaren Angebot verbinden?
  3. Fläche & Betrieb
    Passt die Lösung räumlich und organisatorisch zu Ihrem Gastronomiebetrieb?
  4. Vermarktung & Erlebnis
    Können Sie das Angebot sichtbar machen und daraus einen besonderen Winterabend entwickeln?

Mit zwölf Fragen erhalten Sie eine erste strukturierte Selbsteinschätzung und sehen gleichzeitig, in welchen Bereichen bereits gute Voraussetzungen bestehen und wo noch Klärungsbedarf besteht.

Was könnte eine Eisstockbahn für Ihren Betrieb erwirtschaften?

Wenn Zielgruppe, Konzept und Fläche grundsätzlich passen, folgt der nächste Schritt: die wirtschaftliche Betrachtung.

Mit dem meventa Eisstockbahn-Potenzial-Rechner können Sie mit Ihren eigenen Annahmen prüfen, welches Umsatzpotenzial aus Bahnvermietung und zusätzlichem Gastro-Umsatz entstehen könnte.

Anschließend können die Kosten der geplanten Lösung gegenübergestellt und betrachtet werden, wie viele Buchungsstunden rechnerisch erforderlich wären, um diese Kosten auf Umsatzbasis zu decken – genau diese Logik ist bereits für die Checkliste vorgesehen.

Fazit: Erfolgreich wird nicht die Eisstockbahn – sondern das Angebot darum herum

Ob eine Eisstockbahn für einen Gastronomiebetrieb interessant ist, entscheidet sich nicht allein anhand der verfügbaren Fläche.

Das größere Potenzial entsteht dort, wo mehrere Faktoren zusammenspielen:

Eine passende Zielgruppe trifft auf einen attraktiven Anlass. Aus der Aktivität entsteht ein konkretes Angebot. Eisstockschießen wird mit Speisen und Getränken verbunden. Die Abläufe funktionieren im Betrieb. Und das Wintererlebnis wird aktiv vermarktet.

Dann ist die Eisstockbahn nicht einfach zusätzliche Ausstattung auf einer ansonsten wenig genutzten Fläche.

Sie kann zu einem eigenen buchbaren Winterprodukt werden und damit einen neuen Anlass schaffen, aus dem Gruppenbuchungen, Veranstaltungen, gastronomischer Zusatzumsatz und neue Kontakte zum Restaurant entstehen können.

Die Ausgangsfrage sollte deshalb nicht lauten:

„Passt eine Eisstockbahn auf meine Fläche?“

Sondern:

„Welches Winterangebot kann ich aus meiner Fläche, meiner Gastronomie und einer Eisstockbahn entwickeln?“

Jetzt Eisstockbahn für Ihren Betrieb prüfen

Sie haben bereits eine Fläche oder eine erste Idee für Ihr Winterangebot?

meventa kann Eisstockbahn, Zelt, Beleuchtung sowie weitere Event- und Gastroausstattung zu einer individuellen Lösung kombinieren. Diese Kombination ist auch in der bestehenden Eisstockbahn-Checkliste als Bestandteil des meventa-Angebots vorgesehen.

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Stefan Holzhausen
Vertrieb / Außendienst Zelte & Eventzubehör
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Winterterrasse für die Gastronomie planen: 12 Fragen, die Sie vorher beantworten sollten

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Eine vorhandene Terrasse, freie Fläche und die Möglichkeit, dort zusätzliche Sitzplätze zu schaffen: Auf den ersten Blick scheint die Planung einer Winterterrasse damit recht einfach.

Für eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung reicht das jedoch nicht.

Denn die entscheidende Frage ist nicht, wie viele Plätze technisch auf eine Fläche passen. Entscheidend ist, wie viele zusätzliche Plätze der Betrieb tatsächlich benötigt, bewirtschaften und auslasten kann.

Genau deshalb sollte die Planung einer Winterterrasse nicht mit der Auswahl eines Zeltes beginnen.

Sie sollte mit dem eigenen Betrieb beginnen.

Wie häufig fehlen im Winter Plätze? Welche Reservierungen können heute nicht angenommen werden? Gibt es Nachfrage nach größeren Gruppen? Wie viele zusätzliche Gäste könnte die Küche überhaupt bewältigen? Und gibt es einen realistischen Plan, wie die neue Kapazität ausgelastet werden soll?

Unser Winterterrassen-Potenzial-Check übersetzt diese Überlegungen in zwölf konkrete Fragen und vier Bewertungsbereiche: Nachfrage & Kapazität, wirtschaftliches Potenzial, Fläche & Betrieb sowie Veranstaltungen & Vermarktung.

In diesem Beitrag gehen wir einen Schritt weiter und zeigen, was hinter den einzelnen Fragen steckt und welche Erkenntnisse Sie daraus für die Planung Ihrer Winterterrasse ableiten können.

1. Stoßen Sie im Winter tatsächlich an Ihre Kapazitätsgrenze?

Eine Winterterrasse schafft zusätzliche Plätze. Das ist aber nur dann ein Vorteil, wenn zusätzliche Plätze auch benötigt werden.

Deshalb beginnt die Analyse nicht auf der Terrasse, sondern im bestehenden Gastraum.

Die interessante Frage lautet: Was passiert heute an einem starken Wintertag, wenn alle verfügbaren Plätze belegt sind?

Bleiben weitere Anfragen aus, besteht zunächst kein offensichtlicher Kapazitätsengpass.

Müssen dagegen regelmäßig Gäste auf andere Uhrzeiten ausweichen, Gruppen aufgeteilt oder Reservierungen abgelehnt werden, sieht die Ausgangslage anders aus.

Nicht die Durchschnittsauslastung entscheidet

Ein Restaurant muss nicht den gesamten Winter ausgebucht sein, damit zusätzliche Kapazität interessant sein kann.

Entscheidend können einzelne Tage und Zeitfenster sein.

Ein Betrieb kann beispielsweise von Montag bis Donnerstag ausreichend freie Plätze haben und trotzdem freitags und samstags regelmäßig an seine Grenze stoßen.

Eine durchschnittliche Auslastungszahl würde diesen Engpass verschleiern.

Deshalb lohnt sich eine differenziertere Betrachtung:

  • An welchen Tagen fehlen Plätze?
  • Zu welchen Uhrzeiten?
  • Und wie häufig passiert das tatsächlich?

2. Wie viele Reservierungen verlieren Sie heute aufgrund fehlender Plätze?

Die zweite Frage geht einen Schritt weiter.

Eine hohe Auslastung ist ein Indiz. Abgelehnte Reservierungen sind dagegen ein konkreteres Signal für nicht bediente Nachfrage.

Wer dokumentiert, wie häufig Reservierungsanfragen wegen fehlender Kapazität abgelehnt werden, erhält deshalb eine wichtige Grundlage für die Planung.

Aus „Wir könnten mehr Plätze gebrauchen“ sollte eine messbare Größe werden

Viele Entscheidungen beginnen mit einem Gefühl: „Am Wochenende könnten wir eigentlich mehr Tische gebrauchen.“

Für eine Investitionsentscheidung ist es sinnvoll, dieses Gefühl mit vorhandenen Daten abzugleichen.

Beispielsweise:

Wie viele Anfragen wurden im vergangenen November und Dezember abgelehnt? Wie viele Personen waren davon betroffen? Welche Wochentage waren besonders stark? Welche Uhrzeiten? Und waren es überwiegend Einzelreservierungen oder größere Gruppen?

Aus diesen Informationen entsteht ein deutlich klareres Bild.

Statt: „Wir brauchen wahrscheinlich 40 zusätzliche Plätze.“

lautet die Frage dann beispielsweise: „Wie viel bislang verlorene Nachfrage könnten wir mit 20, 30 oder 40 zusätzlichen Plätzen tatsächlich bedienen?“

Damit wird aus einer Flächenentscheidung eine Nachfrageentscheidung.

3. Welche Rolle spielen Gruppen und Veranstaltungen in Ihrer Nachfrage?

Nicht jede abgelehnte Reservierung ist gleich relevant. Eine Anfrage für vier Personen stellt einen Betrieb vor eine andere Situation als eine Weihnachtsfeier mit 35 Personen. Deshalb fragt der Winterterrassen-Potenzial-Check gezielt danach, ob bereits Anfragen für größere Gruppen, Firmenveranstaltungen, Familienfeiern oder geschlossene Gesellschaften vorhanden sind.

Prüfen Sie nicht nur die Anzahl, sondern die Struktur Ihrer Anfragen

Gerade bei größeren Gruppen kann das Problem weniger in der Gesamtzahl vorhandener Sitzplätze als in der Raumstruktur liegen.

Vielleicht sind im Restaurant theoretisch noch 35 Plätze frei, aber nicht gemeinsam in einem Bereich.

Für die Planung sollte deshalb dokumentiert werden:

  • Wie groß sind typische Gruppenanfragen?
  • Wie häufig kommen sie vor?
  • Warum können sie heute nicht angenommen werden?
  • Fehlen insgesamt Plätze oder fehlt ein zusammenhängender Bereich?

Das beeinflusst später unmittelbar die Anforderungen an die Winterterrasse.

Ein zusätzlicher Raum für 30 Personen erfüllt eine andere Aufgabe als 30 weitere Plätze, die primär für das normale Abendgeschäft benötigt werden.

4. Wie viele zusätzliche Sitzplätze können Sie wirklich verkaufen?

Jetzt erst kommt die Zahl der zusätzlichen Plätze ins Spiel.

Die Checkliste formuliert hier bewusst nicht die Frage: „Wie viele Plätze passen auf Ihre Terrasse?“

Sondern sinngemäß: „Wie viele zusätzliche Plätze könnten Sie sinnvoll nutzen?“

Dieser Unterschied ist entscheidend.

Technische Maximalkapazität und wirtschaftlich sinnvolle Kapazität sind zwei verschiedene Größen

Angenommen, eine Fläche könnte theoretisch für 60 zusätzliche Sitzplätze genutzt werden. Wenn der Betrieb an seinen relevanten Wintertagen aber nur Nachfrage für durchschnittlich 25 zusätzliche Gäste erwartet, sind 60 Plätze nicht automatisch die bessere Lösung.

Umgekehrt kann eine größere Fläche sinnvoll sein, wenn regelmäßig größere Gruppen angefragt werden, die heute keinen geeigneten Raum finden.

Die Dimensionierung sollte deshalb aus drei Größen entstehen:

vorhandene Nachfrage + gewünschte Nutzung + betriebliche Leistungsfähigkeit

und nicht allein aus:

verfügbare Quadratmeter = möglichst viele Sitzplätze

Diese Unterscheidung ist eine der wichtigsten Erkenntnisse des Checks.

5. Wie realistisch ist Ihre angenommene Auslastung?

Schätzen Sie nicht, nutzen Sie vorhandene Signale

Eine Prognose bleibt immer eine Prognose. Trotzdem lässt sie sich fundierter oder weniger fundiert erstellen.

Hilfreiche Anhaltspunkte können beispielsweise sein:
Reservierungsdaten aus dem Vorjahr, abgelehnte Reservierungen, Auslastung nach Wochentagen, Gruppenanfragen oder bereits bekannte Weihnachtsfeiern.

Auch unterschiedliche Szenarien helfen. Statt von einer einzigen Auslastung auszugehen, kann der Betrieb beispielsweise mit einer vorsichtigen, einer realistischen und einer sehr guten Entwicklung rechnen.

So wird sichtbar, wie stark das wirtschaftliche Potenzial von der tatsächlichen Belegung abhängt.

6. An wie vielen Tagen wird die Winterterrasse tatsächlich Geld verdienen können?

Eine weitere Zahl wird bei der Planung leicht unterschätzt: die tatsächlichen Nutzungstage.

Eine Winterterrasse kann mehrere Monate stehen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie an jedem dieser Tage wirtschaftlich genutzt wird.

Deshalb fragt der Check ausdrücklich nach den realistisch erwartbaren Nutzungstagen pro Monat.

Standzeit und Nutzungstage sollten getrennt betrachtet werden

Ein Betrieb mit starkem Wochenendgeschäft kann eine andere Rechnung haben als ein Restaurant, das die Winterterrasse nahezu täglich in den normalen Betrieb integriert.

Auch eine primär für Veranstaltungen genutzte Fläche folgt einer anderen Logik.

Deshalb sollten Gastronomen möglichst konkret planen:

  • Welche Wochentage sind relevant?
  • Wird die Terrasse mittags, abends oder in beiden Zeitfenstern genutzt?
  • Gibt es Tage, an denen sie nur für Gruppen geöffnet wird?
  • Wie verändert sich die Nutzung zwischen November, Dezember, Januar und Februar?

Erst daraus entsteht eine realistische Zahl möglicher Nutzungstage.

Die Kombination aus zusätzlichen Plätzen × Auslastung × Umsatz pro Gast × Nutzungstagen bildet anschließend die Grundlage für eine erste Umsatzpotenzial-Betrachtung, wie sie auch im bestehenden Winterterrassen-Konzept vorgesehen ist.

7. Ist Ihre vorhandene Außenfläche wirklich eine gute Betriebsfläche?

Bis hierhin ging es vor allem um Nachfrage. Erst jetzt richtet sich der Blick auf die Terrasse selbst.

Dass eine Fläche vorhanden ist, bedeutet noch nicht automatisch, dass sie für eine Winterterrasse gleichermaßen gut geeignet ist. Der Potenzial-Check fragt deshalb zunächst, ob eine im Winter wenig genutzte Außenfläche vorhanden ist, bevor eine konkrete Zeltlösung betrachtet wird.

Fläche nicht nur in Quadratmetern denken

Für eine erste betriebliche Einschätzung sind nicht nur Länge und Breite interessant. Relevant ist auch, wo sich die Fläche im Verhältnis zum bestehenden Betrieb befindet.

Eine unmittelbar an den Gastraum angrenzende Terrasse bietet andere Voraussetzungen als eine weiter entfernte Fläche. Auch die geplante Nutzung verändert die Anforderungen: Regulärer Restaurantbetrieb, größere Gruppen und Veranstaltungen benötigen möglicherweise unterschiedliche Raumaufteilungen.

Die konkrete technische Machbarkeit und die geeignete Zeltlösung sollten anschließend individuell geprüft werden.

8. Wie gut lässt sich die Winterterrasse in Ihre bestehenden Abläufe integrieren?

Diese Frage ist für die Wirtschaftlichkeit mindestens genauso wichtig wie die reine Fläche.

Denn jeder zusätzliche Gast erzeugt Bewegung: Speisen müssen von der Küche zum Gast gelangen. Getränke müssen serviert werden. Geschirr muss zurückgebracht werden. Mitarbeitende wechseln zwischen Gastraum und Winterterrasse.

Die Checkliste bewertet deshalb ausdrücklich, wie gut die Außenfläche an Küche, Gastraum und Servicebereiche angebunden ist.

Zusätzliche Meter werden im Service schnell zu vielen Kilometern

Ein kleiner zusätzlicher Laufweg wirkt auf einem Grundriss möglicherweise unbedeutend. Im laufenden Betrieb wird er jedoch immer wieder zurückgelegt.

Deshalb lohnt sich vor der Planung ein einfacher Praxistest: Den gedachten Weg vom Küchenpass zu einem Tisch auf der Winterterrasse ablaufen. Danach den Weg zur Getränkeversorgung. Dann zurück zum Abräumen. Nicht einmal, sondern gedanklich über einen gesamten Abend.

So wird schnell sichtbar, ob die neue Fläche sinnvoll an bestehende Abläufe angebunden werden kann oder ob zusätzliche Servicestationen bzw. organisatorische Anpassungen erforderlich werden könnten.

9. Wo liegt Ihre tatsächliche Kapazitätsgrenze: bei den Sitzplätzen oder im Betrieb?

Diese Frage ist besonders wichtig, denn möglicherweise fehlen einem Restaurant zwar Sitzplätze – gleichzeitig arbeitet die Küche an starken Abenden aber bereits an ihrer Leistungsgrenze. Dann löst zusätzliche Fläche nicht automatisch das eigentliche Problem.

Der Check fragt deshalb ausdrücklich, ob zusätzliche Gäste personell und organisatorisch bewältigt werden können.

Den Engpass vor der Erweiterung identifizieren

Vor der Dimensionierung der Winterterrasse lohnt sich deshalb eine kleine Engpassanalyse.

  • Wo liegt heute an einem starken Abend die Grenze?
  • Bei den vorhandenen Tischen?
  • Bei der Küche?
  • Beim Service?
  • Bei der Getränkeausgabe?
  • Bei den Laufwegen?
  • Oder beim Personal insgesamt?

Erst wenn der tatsächliche Engpass bekannt ist, lässt sich beurteilen, ob zusätzliche Plätze ihn lösen, oder lediglich an eine andere Stelle verschieben.

Das kann auch bedeuten, dass eine kleinere Winterterrasse für einen Betrieb sinnvoller ist als die maximal mögliche Variante.

10. Soll die Winterterrasse den normalen Betrieb erweitern, oder eine zweite Aufgabe übernehmen?

Bis zu diesem Punkt lässt sich bereits relativ gut einschätzen, ob zusätzliche Winterkapazität grundsätzlich sinnvoll sein könnte.

Jetzt kommt eine strategische Entscheidung hinzu: Welche Aufgabe soll diese Kapazität erfüllen?

Die Checkliste prüft deshalb gesondert, ob die Winterterrasse auch für Gruppen und Veranstaltungen genutzt werden könnte.

Dabei geht es nicht darum, dass jeder Betrieb zwingend ein Eventgeschäft entwickeln muss. Vielmehr beeinflusst die Antwort die Planung.

Drei Nutzungsmodelle lassen sich unterscheiden

Eine Winterterrasse kann primär:

  1. den normalen Restaurantbetrieb erweitern,
  2. einen separaten Bereich für Gruppen und Veranstaltungen schaffen,
  3. oder beide Funktionen miteinander verbinden.

Diese Entscheidung wirkt sich auf die Anforderungen an Kapazität, Bestuhlung, Abläufe und Ausstattung aus.

Wer beispielsweise regelmäßig Gruppen mit 30 bis 40 Personen bedienen möchte, sollte anders planen als ein Restaurant, das hauptsächlich zusätzliche Zweier- und Vierertische an starken Wochenenden benötigt.

Der Leitartikel zeigt die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten bereits ausführlich. Für die konkrete Planung ist an dieser Stelle vor allem wichtig, welches Modell für den eigenen Betrieb Priorität hat.

11. Wie sollen die zusätzlichen Plätze ausgelastet werden?

Die elfte Frage des Checks ist aus wirtschaftlicher Sicht besonders relevant: Haben Sie Möglichkeiten, das neue Winterangebot aktiv zu vermarkten?

Dabei sollte zwischen zwei Situationen unterschieden werden. Wenn bereits regelmäßig Reservierungen abgelehnt werden, kann die Winterterrasse vorhandene Nachfrage aufnehmen. Wenn zusätzliche Nachfrage erst geschaffen werden soll, braucht es dagegen einen konkreten Vermarktungsplan.

Vorhandene Nachfrage und neu zu erzeugende Nachfrage trennen

Das klingt zunächst theoretisch, macht für die Planung aber einen großen Unterschied.

Fall A: vorhandene Nachfrage

Der Betrieb hat beispielsweise bereits einen gut gefüllten Reservierungskalender und verliert an Wochenenden Geschäft aufgrund fehlender Plätze.

Hier besteht die Aufgabe primär darin, bestehende Nachfrage auf die neue Fläche zu lenken.

Fall B: zusätzliche Nachfrage

Der Innenbereich verfügt noch über freie Kapazitäten und die Winterterrasse soll zusätzliches Geschäft erzeugen. Dann reicht es nicht, neue Plätze bereitzustellen. Es braucht einen Grund, warum zusätzliche Gäste kommen sollen.

Die Vermarktungsaufgabe ist in Fall B entsprechend größer. Das sollte bereits in der Potenzialbewertung berücksichtigt werden, nicht erst, wenn die Winterterrasse aufgebaut ist.

12. Haben Sie einen konkreten Grund, warum Gäste genau diese Winterterrasse buchen sollen?

Die letzte Frage führt Nachfrage, Fläche und Vermarktung zusammen.

Der Check fragt, ob aus der Winterterrasse ein besonderes Angebot entstehen kann – beispielsweise über Wintermenüs, Weihnachtsfeiern, Firmenarrangements, Themenabende oder Kombinationen mit weiteren Winteraktivitäten.

Dabei muss nicht jeder Gastronomiebetrieb ein vollkommen neues Konzept entwickeln. Aber je stärker die Winterterrasse zusätzliches Geschäft erzeugen soll, desto wichtiger wird ein klarer Buchungsanlass.

Aus Kapazität sollte ein Angebot werden

„Unsere Terrasse ist jetzt auch im Winter geöffnet“ kann für Stammgäste bereits relevant sein.

Wer dagegen gezielt neue Gruppen oder Veranstaltungen gewinnen möchte, benötigt möglicherweise eine konkretere Aussage. Zum Beispiel:

„Weihnachtsfeier für bis zu 40 Personen auf unserer Winterterrasse.“

oder:

„Wintermenü für Gruppen in unserem separaten Winterbereich.“

Der Unterschied liegt darin, dass Gäste nicht mehr selbst überlegen müssen, wofür sie den zusätzlichen Raum nutzen könnten. Das Angebot beantwortet diese Frage bereits.

Wer darüber hinaus eine Winteraktivität als eigenen Besuchsanlass integrieren möchte, findet die entsprechende Vertiefung in unserem Beitrag 7 Ideen und Inspirationen: Warum eine Eisstockbahn heute mehr ist als eine Winterattraktion. Dort steht bewusst nicht die zusätzliche Sitzplatzkapazität, sondern die Entwicklung eines aktivitätsgetriebenen Winterprodukts im Mittelpunkt.

Die Gesamtpunktzahl allein sagt noch nicht, wo Ihr Potenzial liegt

Nach zwölf Fragen liefert der Winterterrassen-Potenzial-Check eine Gesamtbewertung von maximal 36 Punkten.

Für die weitere Planung ist jedoch mindestens genauso interessant, wie sich diese Punkte zusammensetzen. Denn zwei Gastronomiebetriebe können dieselbe Gesamtpunktzahl erreichen und trotzdem völlig unterschiedliche Voraussetzungen haben.

Ein Betrieb könnte beispielsweise sehr gute Werte bei Nachfrage und wirtschaftlichem Potenzial erreichen, aber Schwierigkeiten bei Fläche und Betriebsabläufen haben. Ein anderer verfügt über eine ideale Fläche und ausreichend Personal, muss aber erst einen belastbaren Weg finden, zusätzliche Nachfrage zu erzeugen.

Deshalb sollte nicht nur gefragt werden: „Wie viele Punkte habe ich?“

Sondern: „In welchem Bereich liegen meine stärksten Voraussetzungen – und wo besteht noch Klärungsbedarf?“

Genau dafür sieht die Checkliste auch eine separate Bewertung der vier Bereiche vor: 7–9 Punkte stehen für gute Voraussetzungen, 4–6 Punkte sollten genauer betrachtet werden und bei 0–3 Punkten besteht Klärungsbedarf.

Was Ihre vier Teilergebnisse über die Planung verraten

Aus den vier Bereichen lassen sich unterschiedliche nächste Schritte ableiten.

Hohe Werte bei Nachfrage & Kapazität sprechen dafür, dass zusätzliche Plätze auf bereits vorhandene Nachfrage treffen könnten. Dann sollte genauer geprüft werden, welche Kapazität tatsächlich benötigt wird.

Hohe Werte beim wirtschaftlichen Potenzial deuten darauf hin, dass relevante Platzzahl, Auslastung und Nutzungstage zusammenkommen könnten. Dann lohnt sich eine konkretere Potenzialrechnung.

Hohe Werte bei Fläche & Betrieb zeigen, dass die organisatorischen Voraussetzungen grundsätzlich günstig eingeschätzt werden. Im nächsten Schritt kann die konkrete technische Planung der Fläche folgen.

Hohe Werte bei Veranstaltungen & Vermarktung erweitern die Möglichkeiten über das normale Restaurantgeschäft hinaus. Hier kann geprüft werden, welche zusätzlichen Gruppen- oder Winterangebote zur Positionierung des Betriebs passen.

Besonders interessant sind aber die Abweichungen zwischen diesen Bereichen.

Denn genau dort zeigen sich häufig die Fragen, die vor einer Investitionsentscheidung noch beantwortet werden sollten.

Vom Potenzial-Check zur konkreten Winterterrasse: die richtige Reihenfolge

Nach dem Check sollte nicht automatisch die größtmögliche Zeltlösung ausgewählt werden.

Sinnvoller ist eine schrittweise Verdichtung der Planung:

  1. Nachfrage belegen
    Wann und für welche Gäste wird zusätzliche Kapazität benötigt?
  2. sinnvolle Kapazität bestimmen
    Wie viele zusätzliche Plätze lassen sich realistisch auslasten?
  3. betrieblichen Engpass prüfen
    Können Küche, Service und Organisation diese Gäste bewältigen?
  4. Nutzungsmodell festlegen
    Regulärer Restaurantbetrieb, Veranstaltungen oder beides?
  5. wirtschaftliches Potenzial rechnen
    Welche zusätzlichen Umsätze könnten unter realistischen Annahmen entstehen?
  6. Fläche konkret planen
    Welche Lösung passt zu Nutzung, Kapazität und räumlichen Voraussetzungen?

Damit verändert sich auch die Rolle der Zeltplanung: Das Zelt ist nicht der Ausgangspunkt der Entscheidung, sondern die räumliche Antwort auf einen zuvor definierten betrieblichen Bedarf.

Ist eine Winterterrasse das richtige Modell für Ihren Betrieb?

Genau diese Frage soll der Winterterrassen-Potenzial-Check zunächst beantworten.

Die zwölf Fragen betrachten nicht nur die vorhandene Außenfläche, sondern vier miteinander verbundene Voraussetzungen:

Nachfrage & zusätzliche Kapazität
Gibt es tatsächlich Situationen, in denen zusätzliche Plätze benötigt werden?

Wirtschaftliches Potenzial
Wie viele Plätze könnten realistisch ausgelastet und wie häufig genutzt werden?

Fläche & Betrieb
Lässt sich zusätzliche Kapazität sinnvoll in Küche, Service und bestehende Abläufe integrieren?

Veranstaltungen & Vermarktung
Gibt es weitere Nutzungsanlässe und Möglichkeiten, die zusätzliche Kapazität aktiv auszulasten?

Damit liefert der Check noch keine fertige Investitionsrechnung. Er hilft vielmehr dabei, die richtigen Fragen vor der konkreten Planung zu beantworten. Genau so ist die bestehende Checkliste konzipiert.

Was könnte Ihre Terrasse im Winter erwirtschaften?

Wenn der Check grundsätzliches Potenzial zeigt, lässt sich die wirtschaftliche Seite im nächsten Schritt konkreter betrachten.

Der meventa Winterterrassen-Rechner setzt dort an, wo die Checkliste aufhört.

Mit den eigenen Annahmen zu zusätzlichen Sitzplätzen, erwarteter Auslastung, durchschnittlichem Umsatz pro Gast und Nutzungsdauer lässt sich ein mögliches zusätzliches Umsatzpotenzial berechnen. Diese Größen sind sowohl im Leitartikel als auch in der Checkliste als Grundlage der Potenzialbetrachtung vorgesehen.

Das Ergebnis ist dabei bewusst als Umsatzpotenzial und nicht als Gewinnprognose zu verstehen. Individuelle Kosten des Gastronomiebetriebs müssen für die tatsächliche wirtschaftliche Bewertung zusätzlich berücksichtigt werden.

Fazit: Erst den Betrieb prüfen, dann die Winterterrasse planen

Bei der Planung einer Winterterrasse ist die verfügbare Fläche nur ein Teil der Entscheidung.

Mindestens genauso wichtig ist, was im bestehenden Betrieb passiert.

Gibt es nachweisbare Nachfrage nach zusätzlichen Plätzen? Wann tritt sie auf? Welche Gruppen können heute nicht bedient werden? Wie viele zusätzliche Gäste lassen sich realistisch auslasten? Kann der Betrieb diese Gäste bewältigen? Und sollen lediglich bestehende Engpässe gelöst oder zusätzlich neue Buchungsanlässe geschaffen werden?

Erst aus diesen Antworten ergibt sich, welche Winterterrasse wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll sein könnte.

Deshalb sollte die erste Frage nicht lauten: „Wie groß kann meine Winterterrasse werden?“

Sondern: „Welche zusätzliche Kapazität braucht mein Betrieb tatsächlich und kann ich sie wirtschaftlich nutzen?“

Der Potenzial-Check hilft dabei, diese Frage strukturiert zu beantworten. Die konkrete Flächen- und Zeltplanung folgt anschließend.

Jetzt den nächsten Schritt für Ihre Winterterrasse gehen

Sie haben Ihren Betrieb bereits eingeschätzt und möchten wissen, was auf Ihrer Fläche konkret möglich ist?

meventa begleitet Gastronomiebetriebe laut bestehender Checkliste von der Bedarfsklärung über Planung und Zusammenstellung der Ausstattung bis zum Aufbau. Je nach Anforderungen können dabei unter anderem Zeltlösung, Fassaden, Boden, Heizung und Beleuchtung kombiniert werden.

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